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Ohne genügend Spenden könnte die Buchhandlung Das Labyrinth bald Geschichte sein. (Video: Youtube/Labyrinth Events)
Basel

Buchhandlung Labyrinth kämpft ums Überleben

Die Basler Buchhandlung Das Labyrinth kämpft erneut ums Überleben. Mit einem Crowdfunding-Projekt versucht sie, sich über Wasser zu halten.

Die Basler Buchhandlung Das Labyrinth ist inzwischen Kult in Basel. Das Geschäft wurde 1984 gegründet und ist seither am Nadelberg 17 zu Hause. Als geisteswissenschaftliche Buchhandlung in Basel ist sie für Studenten eine wichtige Anlaufstelle.

Neustart dank unverhofftem Helfer

Das Geschäft kämpfte in der Vergangenheit jedoch mit Geldproblemen. Im 2015 stand es finanziell gar so schlimm um den Laden, dass ihm der Konkurs drohte. Doch der Buchladen konnte gerettet werden – dank Wirtschaftsinformatiker Thomas Rehmer. Dieser habe vom drohenden Aus des Geschäfts erfahren und dem Labyrinth mit einem Stammkapital von 20’000 Franken und einem Businessplan zu einem Neustart verholfen. Zusammen mit dem langjährigen Mitarbeiter Matthias Staub übernahm Rehmer die Geschäftsleitung.

Aus der Kollektivgesellschaft wurde eine GmbH, wie die «bz» im April 2015 berichtete. Die Buchhandlung war gerettet – vorerst.

Im Januar 2019 stand der Buchladen erneut vor riesigen finanziellen Problemen, wie die «BaZ» berichtete. 75’000 Franken Schulden verzeichnete das Geschäft damals. In einem Newsletter ruf es zu Spenden und zu neuer Kundschaft auf. Die Zukunft der Buchhandlung war unsicher. Dank über 400 grösseren und kleineren Beiträgen war die Rettung geschafft: 75’000 Franken kamen zusammen. Das Labyrinth konnte weiter bestehen.

Doch wie sollte es weiter gehen? Ein damaliger Mitarbeiter des Geschäfts, Cedric Lutz, sagte der «BaZ» damals zuversichtlich: «Wenn die Leute weiterhin so viele Bücher kaufen wie während der Spendenaktion, können wir überleben».

Crowdfunding soll Überleben sichern

Die Rettungsaktion sicherte den Laden zwar vorerst, doch schwarze Zahlen können trotzdem keine geschrieben werden. Das Labyrinth  sammelt erneut Geld: Im Internet hat es eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um sein «Liquiditätsproblem» zu lösen. Mit der Digitalisierung und Online-Händlern hätten es die Buchhandlungen heutzutage nicht mehr leicht.

Es ist eine Art Teufelskreis: Mit fehlenden Einnahmen hätten gäbe es lange Lieferfristen, weniger Sortiment und man verliere somit Kunden. Das schreiben die Initianten auf der Crowdfunding-Seite. Bisher konnte das Basler Geschäft dank neun Unterstützern 510 Franken sammeln. 40’000 Franken wären das Ziel der Aktion.

Die Rettung der Buchhandlung steht also noch am Anfang. Ob das Traditions-Geschäft einen Konkurs nochmals abwenden kann, wird sich zeigen.

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