Die deutsche Politik regelt die Organspende neu. (Symbolbild: Keystone)
International

Deutschland regelt Organspende neu

Organspender wird in Deutschland auch künftig nur, wer dem ausdrücklich zugestimmt hat. Die Politik hat am Freitag ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Der Bundesrat (Länderkammer) in Deutschland billigte am Freitag das vom Bundestag Mitte Januar beschlossene Gesetz, mit dem die Bürger bei Behördengängen und Arztbesuchen zu einer Entscheidung ermuntert werden sollen.

Konkret sieht das beschlossene Gesetz vor, dass die Hausärzte ihre Patienten alle zwei Jahre über die Organ- und Gewebespende beraten und sie zur Eintragung in das Online-Register ermutigen, das dem Gesetz zufolge errichtet werden soll. Dort können die Bürger künftig ihre Haltung zur Organspende hinterlegen. Die Beratung bekommen die Hausärzte ausserhalb ihres Budgets vergütet.

Zudem werden die Ausweis-Behörden verpflichtet, die Bürger mit Info-Material zu versorgen und bei Abholung von Personaldokumenten zur Eintragung in das Organspende-Register aufzufordern. Um die geplanten Massnahmen vorbereiten zu können, soll das Gesetz erst Anfang kommenden Jahres in Kraft treten.

1 Kommentar

  1. Das ist sehr zu begrüssen, dass gut informiert werden soll, auch über die Hausärzte. Aber die Information muss umfassend und ergebnisoffen erfolgen. Das geht nicht, wenn nur Broschüren von Organspendebefürwortern zum Zug kommen.
    0Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*