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Der Telebasel News Beitrag vom 13. Februar 2020.
Region

Salz-Streit geht in die nächste Runde

Um auch in Zukunft die Salzversorgung sicherzustellen, projektieren die Schweizer Salinen ein neues Bohrfeld westlich von Wallbach.

Jeder hat es Zuhause, jeder verwendet es regelmässig: Salz! Die Schweizer Salinen gehören zu den Hauptlieferanten und versorgen die gesamte Schweiz mit dem Tausendsassa-Gewürz. Weil die Vorräte aber langsam knapp werden, sucht der Salz-Lieferant nach neuen Bohrstellen.

Da wäre beispielsweise der Muttenzer Rütihard. Wie Telebasel bereits berichtete, liegen dort 4,5 Tonnen Salz. Und um diese 4,5 Tonnen Salz wird seither gestritten. Die IG «Rettet die Rütihard» wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Bohrungen, weil Bodensenkungen im Siedlungsgebiet befürchtet werden und die Rütihard während Jahren zur Mega-Baustelle werden würde.

Neues Bohrfeld westlich von Wallbach

Wie der Salz-Riese in einer Medienmitteilung kommunizierte, planen die Schweizer Salinen ein neues Bohrfeld westlich von Wallbach. So soll die Salzversorgung auch in Zukunft gewährleistet werden.

Eine Soletransportleitung soll das Bohrfeld mit der Saline Riburg verbinden – und zwar unterirdisch. Das geplante Projekt wird nun den betroffenen Landeigentümern, den Behörden, den Medien und verschiedenen Organisationen vorgestellt.

«Sie haben selbst bemerkt, dass das nicht funktioniert»

Diese Soletransportleitung soll das gewonnene Salz von Wallbach zur Saline in Rheinfelden transportieren. Für diese Bauten würde Land, welches teilweise gepachtet, teilweise Privateigentum ist, genutzt werden.

«Wir sind relativ stark betroffen auf unserem Hof», dem Landwirt Edi Hilpert würde diese Leitung direkt durch sein Land verlaufen. Doch die Salinen zeigen sich kooperativ.

«Sie haben selbst bemerkt, dass das nicht funktioniert. Aus diesem Grund macht man jetzt einen Umweg der Hecke entlang», so Hilpert am Donnerstag zu Telebasel.

Aargauer zeigen Einsicht

Anders wie auf der Rütihard, nehmen es die Betroffenen im Aargau gelassen. «Ich will den Salinen keinen Vorwurf machen, so müssen sie eben wirtschaften», meint Hilpert. Ihm ist klar, dass das Salz irgendwo gewonnen werden muss.

Einzig der Umgang mit dem Bodenschatz sei für ihn teils Schleierhaft. «50 Prozent wird als Streugut einfach wieder auf die Strasse geschmissen, aber ich denke hierbei muss sich in der Gesellschaft etwas ändern».

Mehr dazu in den Telebasel News vom Donnerstag, 13. Februar 2020 um 18:30 Uhr und ab 19 Uhr stündlich. 

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