(Bildmontage: Telebasel)
Baselland

«Prüfungen bei 40 Grad, aber wegen ‹Sabine› zuhause bleiben»

Baselbieter Eltern konnten am Montag und Dienstag selber entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. Das heissen nicht alle gut.

Wegen des Sturms «Sabine» liess es der Kantonale Krisenstab Basel-Landschaft den Eltern und Erziehungsberechtigten offen, ob sie ihre Kinder am Montag und Dienstag in die Schule schicken möchten. Der Schulweg liege grundsätzlich in der Verantwortung der Eltern. Der Krisenstab verbreitete diese Mitteilung in der Nacht auf Montag, um 01:27 Uhr.

Unter den Lesern hat rund die Hälfte seine Kinder zur Schule geschickt. Der Schulweg wäre zu gefährlich gewesen, fand fast ein Drittel der Leser. Die restlichen rund 23 Prozent wohnen nicht im Baselbiet oder haben keine Kinder.

«Das hat es bei uns nie gegeben»

Das Ergebnis der Umfrage zeigt sich noch stärker in den Kommentaren der Facebook Community: Ein Grossteil der User findet es übertrieben, die Kinder wegen «Sabine» nicht zur Schule zu schicken. «Das Wetter war nicht schlimmer als sonst», schreibt eine Userin. Trotzdem seien in der Klasse ihrer Tochter von 23 Schülern am Montag bloss acht anwesend gewesen.

«Das hat es bei uns nie gegeben, vor allem nicht, wenn es ein bisschen stürmt», äussert sich ein User. Man sei bei jedem Wetter zur Schule gegangen. In einem weiteren Kommentar äussert ein anderer User seinen Unmut über die Mitteilung des Krisenstabs: «Das ist ein blöder Entscheid». Jemand argumentiert auf Facebook, dass Berufstätige auch bei jedem Wetter nach draussen gehen müssten.

Das Unverständnis einer weiteren Userin hat einen anderen Ursprung. Dass die Kinder bei 40 Grad Prüfungen schreiben müssten, aber wegen «ein bisschen Wind» zuhause bleiben dürften, passt für sie nicht zusammen. Sie hätten damals ab 28 Grad hitzefrei bekommen.

Schule wäre verantwortlich

Doch es gibt auch User, die den Entscheid des Krisenstabs gutheissen. Es ginge ja nur darum, dass die Schule oder sonst jemand verantwortlich wäre, wenn etwas passiere, findet ein User. «Wenn etwas passieren würde, wäre das Geschrei wieder gross, warum nichts gemacht wurde», meint er. «Keinem kann man es recht machen.»

Damit ist besagter User nicht alleine: «Man kann es doch nie jemandem Recht machen», lautet ein weiterer Kommentar. Würde ein Kind erschlagen, käme es zur Frage warum. Deshalb solle jeder selber entscheiden, wie er das handhaben soll.

Jemand entgegnet auf Facebook, sie habe ihr Kind einfach zur Schule gebracht und wieder abgeholt. Die Pause hätten die Schulkinder drinnen verbracht. «Für Sicherheit wurde gesorgt», betont sie.

2 Kommentare

  1. Idiotischer Kommentar “das hat es bei uns nicht gegeben, dass man wegen ein bisschen Sturm, Schulfrei hatte”, oder “bei 40 Grad Prüfungen abgeben aber wg ein bisschen Wind zu hause bleiben müssen”. Ich bin sicher, dass bei 40 Grad einem kein Baum oder Ast auf den Kopf fallen kann !!! Übrigens bin ich schon seit Jahrzenten auf dieser Erde und kann mich nicht erinnern, dass vor ‘Lothar’ (über 140 kmh) es je solche Gewaltsstürme gegen hat.Report

  2. Was für ein Witz sind diese Schulbehörden. Mitteilung mitten in der Nacht und freiwillig? Nun die Weichlinge, die zuhause blieben müssen den Stoff irgendwie nachholen, oder die anderen dasselbe wiederholen. Döfer geht es wohl nicht mehr.Report

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