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Basel

Junge Erdmännchen müssen zur Schule

Wenige Wochen nach der Geburt heisst es für die jungen Erdmännchen im Zolli bereits: ab in die Schule. In Einzelbetreuung lernen sie jagen und Steine drehen.

Der Nachwuchs bei den Erdmännchen im Basler Zoo zeigte sich am 26. Januar zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Knapp vier Wochen waren die Jungen da auf der Welt. Nun, wenige Wochen später, beginnt für die kleinen Erdmännchen der Ernst des Lebens. Artgenossen zeigen ihnen im «Einzelunterricht», wie man Nahrung sucht, Steine dreht und kleine Beutetiere fängt. Die «Lehrer» unterstützen die Mutter bei der Erziehung dadurch, wie der Basler Zoo am Mittwoch mitteilt. Ausserdem pflegen, wärmen und schützen sie die Kleinen.

Nicht nur in der Erziehung, auch in der täglichen Arbeit sind die Erdmännchen gut organisiert. Laut Mitteilung des Zolli leben sie in Kolonien und teilen sich die Aufgaben in der Gruppe auf. Es gibt Wächter, Jäger und Babysitter. Koordiniert werden die Aufgaben mit unterschiedlichen Rufen. Dadurch vermeiden die Erdmännchen auch, sich gegenseitig zu verlieren. Und: Man kommt sich bei der Nahrungssuche nicht in die Quere.

Ausgeklügeltes Alarmsystem

Unterschiedliche Laute dienen den Erdmännchen auch für ein ausgeklügeltes Alarmsystem. Erkennt der Wächter einen Feind, stösst er einen schrillen Alarmton aus. Je nach Gefahr wird ein anderer Ruf verwendet. In Studien haben Forscher unzählige Laute und Bedeutungen entschlüsselt. Meldet der Wächter zum Beispiel einen Feind aus der Luft, versteckt sich die ganze Gruppe im Bau oder in Schutzlöchern. Einen Feind am Boden versuchen die Erdmännchen zuerst gemeinsam zu vertreiben. Das führt laut Mitteilung des Zolli auch bei grösseren Gegnern Schlangen oder Schakalen zum Erfolg.

Erdmännchen leben in grossen sozialen Gruppen und sind im südlichen Afrika beheimatet. Im Zolli gibt es zurzeit acht Exemplare. Die Jungen werden nach einer Tragzeit von gerade einmal elf Wochen geboren.

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