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Der Telebasel News Beitrag vom 10. Februar 2020.
Baselland

«Nicht im Verhältnis, alle Schulen zu schliessen»

Macht der Sturm «Sabine» den Schulweg unsicher? Dies sollen Baselbieter Eltern selbst entscheiden, wie der Kantonale Krisenstab bekannt gab.

Der Kantonale Krisenstab Basel-Landschaft gab wegen des Sturms «Sabine» eine Empfehlung ab: Eltern und Erziehungsberechtigte können demnach für Montag und Dienstag selber entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. Grundsätzlich liege der Schulweg in der Verantwortung der Eltern.

Die Mitteilung wurde um 01:27 Uhr über die Medien sowie Alert Swiss verbreitet.

Roman Häring, Leiter Informationsdienst Kantonaler Krisenstab, sagt im Gespräch mit Telebasel: «Wir haben im Kanton 13 Bevölkerungsschutz-Regionen. Aus diesen kam am Sonntagnachmittag vermehrt die Anfrage, wie man betreffend der Schule mit dem Sturm umgehen soll.» Das Board mit Vertretern aus den einzelnen Regionen und Volksschulen hätte sich daraufhin kurz vor Mitternacht getroffen und die verschiedenen Szenarien diskutiert. «So sind wir dann zu einer Empfehlung gekommen.»

«Eltern wissen das am besten»

Mit der Empfehlung liege der Entscheid bei den Eltern. Eigentlich fiel damit kein Entscheid seitens des Krisenstabs. Häring antwortet auf diese Bemerkung: «Die Thematik an der Sitzung war die Betreuungspflicht der Schulen. Wir wollten nicht so weit gehen und Schulen schliessen. Da die Meldung erst kurzfristig in der Nacht fiel, hätten sich viele Kinder vielleicht auf den Weg gemacht, ohne zu wissen, dass keine Schule ist.»

«Es schien uns nicht im Verhältnis, alle Schule zu schliessen.» Der Sturm würde im Kanton unterschiedlich stark wüten. «Grundsätzlich ist die Situation nicht so, dass man Schulen schliessen müsste. Die Eltern wissen am besten, ob die Gefahr in ihrer Ortschaft zu gross ist.»

Dass die Weisung des Krisenstabs spät gefallen war, sei ihm bewusst. «Wir würden nach Möglichkeit früher informieren», so Häring. «Da sich das Gremium erst spät traf, wurde der Entscheid erst in der Nacht produziert und konnte erst dann kommuniziert werden.»

In Ziefen bleibt die Schule zu

Obwohl die Schulen im Baselbiet prinzipiell grünes Licht für den alltäglichen Betrieb haben, bleibt beispielsweise in Ziefen die Schule aus Sicherheitsgründe beschlossen. In der 423 Meter über Meer gelegenen Gemeinde waren denn auch einige Schäden zu verzeichnen.

In weiteren Gemeinden beschlossen die Eltern, ihre Kinder wegen des Sturms nicht in die Schule zu schicken. So zum Beispiel in Bottmingen: Hier sagte eine Tagesbetreuerin gegenüber Telebasel, dass sich mehrere Schülerinnen und Schüler wegen dem Sturm abgemeldet haben.

Wie der Schulmorgen an einem Sturmtag aussehen könnte, zeigt ein Video einer Leserreporterin. Sie hat in der Allschwiler Primarschule Gartenhof ein Video des Wetters mit den erstaunten Reaktionen und Beobachtungen ihrer Schulklasse aufgenommen:

(Video: Telebasel Leser-Reporter)

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