Die Behörden sind laut eigenen Angaben auf das Sturmtief «Sabine» vorbereitet. (Bild: Twitter/MeteoNews)
Region

So wappnet sich die Region für Orkantief «Sabine»

Orkantief «Sabine» wird am Sonntagabend auf die Region treffen. Der öffentliche Verkehr und die Polizei sei auf den Sturm vorbereitet.

Sturmtief Sabine kommt der Schweiz immer näher. Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h im Flachland werden von den Meteorologen erwartet. Der Bund gab die Sturmwarnung 4 (von 5) heraus. Was nicht niet- und nagelfest ist, droht der Wind zu entreissen. Im Norden Europas sorgte das Sturmtief bereits für Chaos. In der Region werden die ersten Böen bereits am Sonntagabend erwartet.

«Sabine» lieferte bereits am frühen Sonntagabend einen Vorgeschmack:

Derweil bereitet sich die Region auf den Wintersturm vor. Behörden und Verkehrsunternehmen trafen bereits Vorkehrungen, um bei Schadensfällen rasch vor Ort zu sein.

Zusätzliches Personal in Alarmbereitschaft

Im Baselbiet rechnen die Behörden damit, dass Sabine die Region durchschütteln wird. Schäden seien wohl nicht vermeidbar. «Die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft hat zusätzliches Personal in Alarmbereitschaft versetzt», sagt Mediensprecher Roland Walter. Dieses würde bei Hochbetrieb sofort unterstützend eingesetzt.

Zudem kann die Polizei bei Bedarf einen sogenannten «Lageraum» in Betrieb nehmen, damit die Alarmzentrale entlastet wird. «Sämtliche Sturmanfragen würden dann dort losgelöst von der Einsatzzentrale abgearbeitet», so Walter weiter.

«Wir rechnen vor allem mit einigen Einsätzen der Feuerwehr wenn der Orkan seine Spitzengeschwindigkeiten erreicht.» Diese werden wohl vor allem mit dem Wegräumen von umgestürzten Bäumen beschäftigt sein. Für den Aufenthalt im Freien gab die Polizei bereits eine Verhaltensempfehlung auf Facebook heraus.

Keine geplanten Massnahmen bei den BVB

Der heranbrausende Sturm sei natürlich auch bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) ein Thema. Zusätzliche Einsatzkräfte für die Behebung möglicher Schäden seien jedoch nicht eingeplant, heisst es auf Anfrage. Präventiv ist auch nicht geplant, Kurse zu streichen, es könne jedoch situativ zu Einschränkungen in Form von Umleitungen und Verspätungen kommen.

Aber: «Natürlich sind wir vorbereitet und werden situativ rasch reagieren. Zum Beispiel könnte es sein, dass wir auf windigen Streckenabschnitten zu Temporeduktionen gezwungen werden», erklärt Mediensprecherin Sonja Körkel. Die BVB arbeiten eng mit den Blaulichtorganisationen zusammen und würden mögliche Einsätze gemeinsam koordinieren. Dies könnte etwa bei umgestürzten Bäumen der Fall sein, welche den Verkehr behindern.

Die Fahrgäste würden bei allfälligen Kursbehinderungen oder Ausfällen so rasch wie möglich über die Anzeigetafeln sowie über Twitter informiert.

Ähnlich klingt es bei der BLT. Sie sei auf Naturereignisse jeweils gut vorbereitet. Auch ohne Windwarnung würde ihr Pikettdienst immer bereitstehen. «Im Fall des angesagten Sturmtiefs sind die Triebfahrzeugführenden angewiesen, die Geschwindigkeiten den Wetterverhältnissen anzupassen», schreibt Fredi Schoedler, Leiter Betrieb und Technik auf Anfrage.

Ihren Fahrgästen empfiehlt die BLT für ihre Reisen am Montag etwas mehr Zeit einzurechnen und die allgemeinen Informationen zu verfolgen.

SBB setzt zentralen Arbeitsstab ein

Auch die SBB setzten sich in Alarmbereitschaft. Um für den kommenden Sturm vorbereitet zu sein, wurde der zentrale Arbeitsstab einberufen, erklären sie auf Anfrage. Dieser komme immer zum Einsatz, wenn ein vorhersehbarer Event ansteht oder schweizweite Aufräumarbeiten zu erledigen sind.

In der ganzen Schweiz sind so Personen auf Pikett, um im Ernstfall mit kurzen Arbeitswegen rasch reagieren zu können, erklären die SBB weiter.

Zahlreiche Flugausfälle beim EuroAirport

Auch der EuroAirport bereitet sich auf das kommende Sturmtief vor: Bereits am Freitagnachmittag seien alle Mitarbeiter am Flughafen über den kommenden Sturm informiert worden und gebeten worden, «Vorsichtsmassnahmen in ihrem Bereich zu treffen», wie die Mediensprecherin des EuroAirports, Vivienne Gaskell, auf Anfrage von Telebasel schreibt. Für den Sonntag wurden bisher 14 Flüge aufgrund der Wetterbedingungen von den Airlines annulliert. Bei zehn der Flüge handele es sich um Flüge von und nach London. Für Montag ist zurzeit ein Hinflug nach und ein Rückflug von Amsterdam annulliert, wie Gaskell weiter schreibt.

Die Fluggäste werden von den Airlines direkt über das Handy oder per Internet informiert und über Lösungen orientiert.

Wie haben Sie den Sturm «Sabine» erlebt? Schicken Sie uns Ihre Bilder und Videos und werden sie zum Telebasel Leser-Reporter.

Telebasel informiert Sie laufend über die jüngsten Entwicklungen des Sturmtiefs «Sabine» im Wetter-Ticker.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel