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Der Telebasel News Beitrag vom 8. Februar 2020.
Basel

Basel wollte Schorenweg-Häuser kaufen

Die Stadt Basel wäre bereit gewesen, mit der Credit Suisse über einen Verkauf zu verhandeln. Das wurde erst jetzt bekannt. Die CS lehnte jedoch ab.

Anfangs Jahr hatte sich die UNO in die Diskussionen um die Massenkündigungen am Schorenweg eingeschaltet. Sie sorge sich um die Rechte der Mieterinnen und Mieter. Konkret hatte die Sonderberichterstatterin für das Recht auf Wohnen, Leilani Farha, der Credit Suisse als Eignerin, der Wincasa als Verwalterin der Liegenschaft und dem Bund Briefe versandt. Darin kritisierte die UNO die Credit Suisse und den Kanton. Sie stellte unter anderem in Frage, ob die Wohnungen überhaupt in diesem Ausmass renoviert werden müssten.

Die Credit Suisse reagierte mit einem Schreiben ihrerseits auf den Brief der UNO. Dem Kanton warf sie vor, dass nicht klar ersichtlich sei, ob der politische Wille überhaupt vorhanden sei, dass die Rechte der Bewohner am Schorenweg gewahrt würden.

Jetzt wurde bekannt, dass die Stadt Basel die Häuser am Schorenweg hätte kaufen wollen. Dank einem Brief von Lukas Ott, dem Basler Stadtentwickler. Der erklärt in einem ausführlichen Schreiben an die UNO nicht nur das Basler Mieterschutzmodell, sondern erwähnt darin auch, dass man mit der Credit Suisse in Kontakt getreten sei – zwecks Verkaufsverhandlungen. Herausgefunden hat dies die «bz», die das Schreiben auf der Webseite des Kantons entdeckt hat.

Bereits am 16. Januar geantwortet

Geschrieben hat der Stadtentwickler das alles bereits am 16. Januar. Als Antwort auf die Fragen der UNO, die sich gewundert hatte, warum die Mieter der Häuser am Schorenweg alle die Kündigung erhalten haben. Auch Telebasel hat bereits mehrfach darüber berichtet. In besagtem Brief hält Lukas Ott ausdrücklich fest, dass die CS als Eigentümerin der Liegenschaften Verkaufsverhandlungen «klar abgelehnt» hätten.

Es bleibt ein «Bank-Geheimnis»

Warum man bei der CS auf das Angebot der Stadt nicht eingegangen ist, aber man auf der anderen Seite erklärt, man wolle dort keine «Luxussanierungen» vornehmen, das bleibt also weiterhin ein gut gehütetes «Bank-Geheimnis».

Das ganze Antwortschreiben von Lukas Ott ist hier auf der Webseite der Basler Kantons- und Stadtentwicklung zu finden.

1 Kommentar

  1. Die Stadt Basel ist ein schlimmer Vermieter. Man nimmt nur Barkaution, nimmt nur sehr solvente Mieter und wenn sie ausziehen wird die Wohnung schon vor Auszug begutachtet und man bekommt gesagt, dass man seine Kaution nicht zurück bekommt. Besser dass die Stadt die Häuser nicht gekauft hat! Die Mieter wären noch viel schlimmer dran als bei der CS!!!Report

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