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Der Telebasel News Beitrag vom 7. Februar 2020.
Basel

Colette Greder rappt ein fasnächtliches «Gangsta’s Paradise»

Das RämPläm im Tabourettli glänzt als fasnächtliches Musikkabarett. Das Ensemble experimentiert quer durch die verschiedenen Stile von Klassik bis HipHop.

Eine Karotte verwandelt sich auf der RämPläm-Bühne in ein Saxofon. Zahnseide mutiert zum Saiteninstrument. Der Schweizer Klassiker «Campari Soda» wird zu einem wehmütigen «gschprützte Wysse» nach dem Ändstraich. Colette Greder rappt ein fasnächtliches «Gangsta’s Paradise». Zudem besingt die Sopranistin Bettina Gfeller mit dem «Phantom der Oper» einen Tambourmajorstock.

Loreley, Loops und Radiohead

Wenn das RämPläm-Ensemble loslegt, will alles ausprobiert werden. Die Sechs spielen mit dem, was ihnen gerade in die Hände kommt. Ob Klassik, Jazz oder HipHop – das RämPläm zieht alle Register. Vom «Lied von der Loreley», den Songs von Paolo Conte oder von Radiohead taucht so Einiges in ein fasnächtliches Gewand.

Das RämPläm im Tabourettli ist so etwas wie der Exote unter den Vorfasnachtsveranstaltungen. Nur alle zwei Jahre geht es über die Bühne. Dabei kochen die Macher nicht mit den klassischen Zutaten wie Bängg, Rahmestiggli oder Pfyffer- und Tambourennummern. Die Vorstellung zieht sich dagegen als eine Art Musikkabarett durch den Abend. Mit wenigen Ausnahmen, etwa einem Polit-Käsperlitheater, singt das Ensemble durchgehend.

Arabi ohne Trommel und Piccolo

Auch wenn keine Trommel und nur einmal kurz ein Piccolo auftaucht, sind die Texte durch und durch fasnächtlich. So wird etwa «Über den Wolken» von Reinhard Mey zu einem poetischen Morgestraich-Song. Zudem klingt ein gepfiffener Arabi als Loop an, wenn Colette Greder ihren Rapauftritt hat.

Kurzum: Mit ausgefallenen Klängen und viel Spielfreude zeigt sich das RämPläm auch dieses Jahr als vorfasnächtliches Experimentierlabor, das stets humorvoll bleibt. Das wurde auch an der Premiere vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

Mehr dazu sehen Sie in den Telebasel News vom Freitag, 7. Februar 2020 um 18:30 Uhr und ab 19 Uhr in der stündlichen Wiederholung.

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