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Der Telebasel News Beitrag vom 6. Februar 2020.
Basel

Kann die Globus-Neuausrichtung zum Erfolg führen?

Globus hat die Besitzer gewechselt und soll neu als Edel-Warenhaus gelten. Branchenkenner rechnen mit einem Erfolg der Neuorientierung.

Seit Dienstag ist es offiziell: Globus wechselt die Besitzer. Neu sind die österreichische Signa Holding und die thailändische Central Group Besitzer der traditionsreichen Warenhauskette, der wir auch Kultfigur Globi verdanken. Globus soll unter den neuen Besitzern zum Luxus-Warenhaus werden.

Dazu soll das Sortiment noch exklusiver werden – also etwa mit einem Sortiment, das mehr internationale Luxusmarken beinhaltet. Branchenkenner glauben an den Erfolg. Trudie Götz ist die Besitzerin der Edel-Boutique-Kette «Trois Pommes». Die Unternehmerin hat Geschäfte in Basel, Zürich, St. Moritz und Gstaat. «In Basel gibt es durchaus einen Bedarf an Luxus-Kleidung, sonst hätte ich keine Filiale hier», sagt Götz, die früher bei Globus gearbeitet hat.

Boutique-Chefin ist zuversichtlich

Basler haben laut Götz einen guten Geschmack und seinen anspruchsvoll. Wenig überraschend befindet die Trois-Pommes-Besitzerin die Globus-Idee für gut. «Es ist absolut richtig, was die planen», sagt Götz. Globus müsse sich von der Masse absetzten, und mit dem ausgesuchten Sortiment würde dies passieren. Die Grösse von Globus sei dabei kein Problem. Natürlich müsse man Energie einsetzen und etwa die Mitarbeiter schulen. Götz ist zuversichtlich, dass der Wandel von Globus zum Edel-Kaufhaus klappen wird.

Ähnliche Töne schlägt Roswitha Ledergerber an, die seit über 40 Jahren bei Globus arbeitet. Zuletzt als Chefin von Globus Basel. «Ich glaube, es ist die einzige Möglichkeit, sich zu differenzieren», sagt Ledergerber. Im oberen Preissegment sei die Konkurrenz durch Online-Händler weniger stark. Mit dem neuen Angebot könnte der Globus neue Kunden gewinnen.

Luxus-Markt ist einzige Chance für Zukunft

Zudem sei es die einzige Chance für Warenhäuser, um längerfristig zu existieren. Doch um den Wandel zu vollbringen, müsse sich einiges ändern. «Die Räumlichkeiten sind uralt», so Ledergerber. Doch auch beim Personal seien höheren Kompetenzen gefragt. «Man muss nun wieder bei Null anfangen und darauf aufbauen», sagt die Ex-Geschäftsführerin.

Die wichtigste Frage ist laut Ledergerber, wie viel die neuen Besitzer investieren wollen. «Ich glaube aber schon, dass die das stemmen wollen», sagt Ledergerber und verweist auf das KaDeWe, dass den selben Unternehmen wie neu Globus gehört. Ledergerber: «Wenn das nötige Geld locker gemacht wird, dann klappt der Wandel auf jeden Fall.»

2 Kommentare

  1. Genau !!! Globus wird weiterhin nicht die Erfolgszahlen erreichen, wie sie sich das wünschen. In allen Belangen viel zu teuer. Ich habe Herrenhosen (Marke Gardeur) in Weil am Rhein für den halben Preis eingekauft !!! Das hat sich doppelt gelohnt. Konnte mit dem Auto oder Tram in ein paar Minuten dort sein und musste nicht noch, mit X mal umsteigen, durch die halbe Stadt fahren.Report

  2. Globus war doch schon immer hôherpreisig. Was ändert nun unter dem Strich wirklich??? Vermutlich, dass die neuen Besitzer die Steuern woanders bezahlen, als in der Schweiz oder soReport

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