Die Frau stieg am Samstagmorgen an der Elsässerstrasse aus dem Tram. Die beiden Täter folgten ihr. (Bild: 20 Minuten)
Basel

Zeuge kennt die Vergewaltiger von Basel

Am Samstagmorgen wurde eine Frau in der Elsässerstrasse vor der eigenen Haustür vergewaltigt. Ein Zeuge kennt die Identität der beiden Täter.

Am Samstagmorgen wurde eine Frau in der Basler Elsässerstrasse von zwei Männern vor der eigenen Haustür vergewaltigt. Nun hat sich ein Informant, der die beiden Täter kennt bei 20 Minuten gemeldet.

Es handle sich bei den Tatverdächtigen um einen 31-jährigen und einen 17-jährigen Portugiesen. Alkohol, Kokain, Puffbesuche und Partys dominierten den Alltag der Männer. «Geld war bei beiden nie ein Problem.» Der 31-Jährige halte sich erst seit kurzem in Basel auf. Er sei frisch geschieden, seine Exfrau wohne mit den vier Kindern in Portugal. Mit der Trennung komme er nicht klar.

«Sie waren auf Koks und stark betrunken.»

Die mutmasslichen Täter seien Kollegen, hätten sich in der Vergangenheit «per Zufall getroffen». Der 17-Jährige habe keinen festen Wohnsitz, halte sich mal bei seinem Vater ennet der französischen Grenze, mal in Portugal auf. Er sei ein «verwöhntes Kind». Die Nacht vor der Tat hätten die beiden Kumpel zusammen verbracht. Per Livestream hätten sie ihre Facebook-Freunde daran teilhaben lassen: «Sie waren auf Koks und stark betrunken.»

«Nachdem 20 Minuten über die Vergewaltigung berichtet hatte, deaktivierten beide ihren Facebook-Account sofort», so der Zeuge. Der 31-Jährige habe daraufhin einen Fake-Account erstellt, nur um auch diesen kurz darauf wieder zu deaktivieren. Seine Exfrau kontaktierte er laut dem Informanten telefonisch, um sich von seinen Kinder zu verabschieden. Als sie näher auf seine Situation habe eingehen wollen, habe er kommentarlos aufgelegt.

Das nähere Umfeld wisse über die Tat Bescheid

Das nähere Umfeld der Männer wisse über das Verbrechen Bescheid, sagt der Informant. «Die Familien leiden sehr darunter.» In der portugiesischen Community werde darüber geredet. Die Männer hätten nach der Tat alle Kanäle dichtgemacht: Erreichbar waren sie weder via Social Media noch per Telefon. Der Zeuge sagt: «Sie sind mittlerweile nach Portugal geflüchtet. Ich kann nur hoffen, dass die Polizei schnell reagiert.»

Die Basler Staatsanwaltschaft bestätigte, dass diverse Hinweise eingegangen seien. «Das Verfahren ist hängig. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden sowie gestützt auf die Strafprozessordnung, können wir zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte zum Fall geben», teilte die Behörde auf Anfrage von 20 Minuten mit.

2 Kommentare

  1. Interessant, wobei es immer Hochstapler gibt, die mit ihrem vermeintlichen Wissen angeben. Wollen wir hoffen, dass das die Spur ist und dass die beiden an den Eiern aufgehängt werdenReport

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