Baselland

Sm’Aesch verliert Spiel und Dora Grozer

Mit einer 1:3-Hypothek aus dem Hinspiel wollte Sm'Aesch Pfeffingen im heimischen Löhrenacker gegen Aachen die Wende schaffen.

Dröhnende Pauken. Strahlendes Flutlicht. Eine rappelvolle Halle. Aesch lud zur Europacup-Nacht im Löhrenacker. Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel gegen die «Ladies in Black Aachen», wollte Sm’Aesch das Ruder im Rückspiel nochmals herumreisen.

Wende im Finish

Mit viel Feuer starteten demnach die Baselbieterinnen in die Partie. Können den Startsatz über weite Strecken ausgeglichen gestalten. Die Energie und der Wille sind sofort spürbar. Sobald allerdings der Bundesligist aus Aachen aufs Gaspedal drückt, wurde es eng für Sm’Aesch.

Insbesondere Rückkehrerin Maja Storck setzt dem Spiel offensiv sofort den Stempel auf. Die Münchensteinerin punktet gegen ihren Ex-Verein munter drauflos. Doch als das Spiel sich in die erwartete Richtung entwickelt, kommt plötzlich die Wende: Der Bundesligist verliert komplett den Faden.

Spektakel pur

Auf der anderen Seite leckt das Team von Andy Vollmer plötzlich Blut und bläst zur Aufholjagd. Die beiden Mannschaften brennen im Finish des ersten Satzes ein absolutes Feuerwerk ab – mit dem besseren Ende für die Baselbieterinnen. Sm’Aesch sichert sich wie bereits im Hinspiel in Deutschland den Startsatz mit 27:25.

Dasselbe Bild im zweiten Satz: Aachen will so schnell wie möglich davonziehen. Ein Zeichen für den restlichen Verlauf des Spiels setzen. Sm’Aesch bleibt aber stets dran und profitiert von teils bösen Fehlern der Favoritinnen. Und geht sogar in Führung.

Ein Schock mit Folgen

In dieser schwierigen Phase für die «Ladies in Black» entwickelt sich Maya Storck zur Lebensversicherung für ihr Team. Während bei ihren Mitspielerinnen nicht viel zusammenläuft. Hält die Baselbieterin ihr Team mit ihren Punkten im Satz.

Dann kommt der Schock: Angreiferin Dora Grozer knickt bei einem Blockversuch am Netz mit dem Knöchel um und muss unter Schmerzen vom Feld geführt werden. Totenstille in der Halle. Der Bruch im Spiel von Sm’Aesch. Die Führung blitzschnell dahin. Der Satz am Ende verloren – mit 25:22.

Die Folgen des Schocks

Es soll der Moment sein, der das Spiel entscheidet – wenn auch nicht nach Punkten. Während die Luft bei den Baselbieterinnen nach dem Verlust des dritten Satzes (22:25) draussen scheint. Setzen die «Ladies in Black» zur Kür an.

Während der Blick allerdings aufs Spielfeld gerichtet ist. Schweift der Blick immer wieder an die Seitenlinie. Wo die Physiotherapeuten sich um Dora Grozer kümmern. Der Verlust der Spielerin des Jahres 2019 steckt das Team von Andy Vollmer an diesem Abend nicht mehr weg.

Kurz vor den Playoffs

Und wird man vermutlich auch in der Folge nicht so schnell können. Besonders nach der schweren Verletzung von Gabi Schottroff. Denn eine Woche vor Beginn der Playoffs trifft Sm’Aesch den Verlust einer weiteren Leistungsträgerin wie Dora Grozer doppelt und dreifach hart.

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