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Roland Heri und Erni Maissen zum Transfer von Noah Okafor. (Video: Telebasel)
Basel

«Man hat Okafor nicht verkauft – er wollte gehen»

Der Last-Minute-Wechsel von Noah Okafor nach Salzburg hat bei Fans und Medien viel zu reden gegeben. Auch in FCB Total wurde über den Transfer diskutiert.

Noah Okafor hat den FC Basel am letzten Tag der Transferperiode in Richtung Red Bull Salzburg verlassen. Der Spieler wollte weg. Der FCB holte aus dem Deal heraus, was er konnte. Dass Rotblau nicht glücklich ist, einen vielversprechenden Perspektivspieler wie Okafor bereits so früh ziehen lassen zu müssen, ist klar.

Keine Frage des Geldes

«Es gibt diese Phasen in der Ausbildung eines jungen Menschen, wo es ihm nicht passt, wie es läuft. Was der Vorgesetzte von ihm hält. Es gibt Momente, in denen man sich überlegt, ob es anderswo nicht besser wäre. Das muss man respektieren», so FCB-CEO Roland Heri. Das gäbe es einfach im Leben. Dass eine Beziehung irgendwann einfach endet.

Man habe aber alles probiert, um den Spieler in Basel zu halten. Ohne Erfolg. «Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man die Vorgänge nicht mehr aufhalten kann. Dann gibt es nur noch eines: die Verantwortung gegenüber dem FC Basel als Unternehmen. Ruedi Zbinden hat sich in dieser Beziehung durchgesetzt, was die vertraglichen Bedingungen und den Transfer angeht», so Roland Heri. Man wolle aber betonen: Das Geld sei nicht der ausschlaggebende Grund für den Wechsel Noah Okafors gewesen.

Okafor wollte weg

Denn auch der FCB hat auf umgekehrter Ebene einen solchen Transfer getätigt. Nämlich in Person von Edon Zhegrova. Dieser war bei seinem vorherigen Arbeitgeber Genk nicht mehr glücklich. «Da gab es beim Wechsel auch einige Misstöne. Er konnte sich dort aber auch nicht weiterentwickeln. Und hat bei uns nun eine tolle Entwicklung durchgemacht. Und er kann immer noch besser werden», zieht Roland Heri den Vergleich mit Okafor.

Auch FCB-Legende Erni Maissen kann die Situation als ehemaliger Fussballer nachvollziehen. «Es gibt Situationen, in denen es für dich einfach nicht mehr stimmt. Das war jetzt bei Noah der Fall. Man hat ihn nicht verkauft. Sondern er wollte gehen», so Erni Maissen.

Das Schwinden der Verbundenheit

Trotzdem tut der Verlust der eigenen Juwelen weh. Der FCB hat den Youngster seit dem neunten Lebensjahr ausgebildet. Nun, als er sportlich und finanziell interessant wurde für den FCB, verlässt er den Verein. «Das ist bitter. Als Fussballromantiker gibt es immer die Hoffnung, dass die Spieler sich dem Verein verbunden fühlen. Den Fans verbunden fühlen. Die absolute Hinwendung auf eine Farbe, oder im Fall des FCB, auf zwei Farben. Dass das scheinbar schwindet, muss man zur Kenntnis nehmen», so Heri.

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