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Der Telebasel News Beitrag vom 4. Februar 2020.
Basel

Graue Panther sind besorgt über Medienwandel

Die Medien befinden sich im Zuge der Digitalisierung in einem gewaltigen Wandel. Die Rentner der Grauen Panther beschäftigt die Entwicklung. Sie sind besorgt.

Die Werbeeinnahmen wandern ab, Zeitungen werden dünner. Im Zuge der Digitalisierung und des gesellschaftlichen Wandels ist das Kerngeschäft der Medien bedroht. Dazu kommt Konkurrenz von Plattformen wie Facebook. Die Entwicklung beschäftigt die Basler Grauen Panther – und sorgt für Unruhe.

Der Verein, der sich für «die Grundrechte und das Zusammenleben aller Generationen» einsetzt, widmete ihre Monatsversammlung im Februar am 3. Februar 2020 dem Thema Medienwandel. SRG-Ombudsmann Roger Blum war als Referent geladen. «Ein Problem sind grosse Unternehmen, wie Facebook, die eine riesige Macht haben», sagt Blum.

Rentner sind besorgt

Diese Firmen täten so, als böten sie Journalismus an, was aber nicht der Fall sei. Ein weiteres Problem ist laut Roger Blum im Zuge der Digitalisierung die Gefahr der Falsch-Nachrichten. Vor Ort zeigten sich die Anwesenden beunruhigt über die Entwicklung.

Remo Gysin, Co-Präsident der Grauen Panther, sagte: «Das grösste Problem sind Fake-News». Das Unterscheiden zwischen Wahrheit und Propaganda sei extrem schwer – gerade wegen der Unübersichtlichkeit der digitalen Welt. Doch auch die Konzentration der Medien sorgt für Stirnrunzeln. «Das sorgt schon für Bedenken», sagte Gysin.

Wege aus der Krise

Ähnliche Töne sind bei Geschäftsleitungsmitglied Doris Moser Tschumi zu hören. «Die Entwicklung in den Medien ist keine gute», so die Graue Pantherin. Es sei eine spannende Zeit, doch sei es fraglich, ob mögliche Lösungen schnell genug gefunden und umgesetzt werden.

Eine Chance sieht Roger Blum darin, dass die Hürde für den Konsum von Medien stark gesunken ist. Mit nur wenigen Clicks erschliessen sich einem eine Vielzahl an Nachrichten aus der ganzen Welt. Wenig überraschend, sind nicht alle Grauen Panther so kritisch gegenüber der Entwicklung.

Mitglied Klaus Burri ist gar durchaus entspannt. Burri: «Ich bin offen, es ist eine interessante Entwicklung». Schlussendlich müsse man sich auf Veränderungen einlassen. Denn rückgängig machen könne man den Wandel so oder so nicht.

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