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Der Telebasel News Beitrag vom 28. Januar 2020.
Basel

Politiker äussern sich zu MCH Group

Die MCH Group muss sich während der ausserordentlichen Generalversammlung in die Karten schauen lassen. Politiker äussern sich im Vorfeld zum Unternehmen.

Am Mittwoch, 29. Januar 2020, findet die ausserordentliche Generalversammlung der MCH-Group statt. Die AMG Fondsverwaltung AG als Vertreterin der Gruppe AMG (bestehend aus Ursula Lee, Erhard Lee und LLB Swiss Investment AG,) hatte die Einberufung der Generalversammlung verlangt.

Dort soll unter anderem geprüft werden, ob eine «Einleitung einer Sonderprüfung zur Strategie», die «Offenlegung von Geschäftsbüchern» sowie «Änderung der Statuten» möglich sind. Die AMG ist mit der neuen Strategie des Messebetreibers nicht einverstanden.

Beantwortung offener Fragen

Aktionär Lee hatte bereits im Vorfeld der ausserordentlichen Generalversammlung 39 Einzelfragen zur Strategie eingereicht. Die MCH hat diese bereits vor dem öffentlichen Termin beantwortet und ist nun überzeugt, dass mit diesem Vorgehen die legitimen Informationsinteressen sämtlicher Aktionäre vollumfänglich befriedigt werden können.

Diesen Optimismus teilen nicht alle. SVP-Grossrat Joël Thüring warnte bereits vor Monaten davor, dass die Messe zurück an den Kanton und somit auch an den Steuerzahler verkauft wird. Ausserdem kritisiert er die Aussage des MCH Group-CEOs, dass die Messe mehr auf Plattformen und Communities setzen werde. «Das sind alles leere Worthülsen, das bringt keinen einzigen Zuschauer mehr an die Messen in Basel», so Thüring.

CVP-Präsident reicht Anzug ein

Etwas wohlwollender sind die Worte von CVP-Präsident Balz Herter. «Sie sind jetzt gut aufgestellt, haben neue Leute, welche neue Wege gehen möchten», so Herter zu Telebasel. Dennoch hat er sich dazu entschieden, in den kommenden Tagen einen Auszug beim Grossen Rat einzureichen (siehe unten als Download). Dort werden mögliche Strategien oder Zukunftslösungen für das Unternehmen aufgezeigt.

Herter spricht von einer neuen Form von Messen, sogenannten Confex-Veranstaltungen. Diese würden «viel zu einer guten Reputation unserer Stadt beitragen und bilden mit ihren Teilnehmenden eine interessante Kundschaft für Hotels, Restaurants und sonstiges Gewerbe», heisst es im Schreiben. Confex-Veranstaltungen sind eine Verbindung von «conferences» (Kongressen) und «exhibitions» (Ausstellungen) und besonders im Ausland sehr beliebt.

Kapitalerhöhung nötig

Für SP-Grossrat Thomas Gander ist klar: Ohne eine Kapitalerhöhung geht es nicht. Wie weit sich der Kanton an der Kapitalerhöhung beteiligen will, sei jedoch zwingend zu wissen für die SP. «Wenn man nach Investoren sucht, an welche Bedingungen wird die Suche geknüpft? Für uns ist es zentral, dass weiterhin Messen in Basel-Stadt stattfinden und so der Standort erhalten bleibt», sagte Gander.

Dies sei essentiell wichtig dafür, dass der Kanton weiterhin ein Mitspracherecht im Verwaltungsrat hat. Die MCH Group kämpft seit einiger Zeit mit dem schwindenden Interesse von Ausstellern und Besuchern von Präsenzmessen und musste nach dem Rückzug des Uhrenkonzerns Swatch von der Basel World das Geschäft restrukturieren und Abschreibungen vornehmen, wodurch rote Zahlen anfielen.

1 Kommentar

  1. MCH Group hat einen einmaligen Rekord aufgestellt. Für eine unnötige GRAND BASEL wurden 34,6 Mio. in den Sand gesetzt. Bei Einnahmen von 800‘000.- und den 44-fachen Ausgaben von 35,4 Mio. wäre eine detaillierte Abrechnung eigentlich oberstes Gebot. Was hat MCH Group zu verbergen?Report

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Zum Herunterladen:
Anzug Messe von Balz Herter (CVP BS)