Featured Video Play Icon
(Video: Telebasel)
Basel

«Das war mutlos und emotionslos»

Die Ernüchterung beim FCB nach der Niederlage gegen YB ist gross. Die Gründe für das Misslingen der Basler sind schnell gefunden.

Der Auftakt in die Rückrunde ist für den FC Basel ernüchternd. Eine verdiente Niederlage gegen YB. Nur noch an dritter Position hinter dem FC St. Gallen. Die Hoffnung auf den Meistertitel – sie hat einen argen Dämpfer erlitten.

Mutlos und Emotionslos

Was kaum nachvollziehbar ist: Der FC Basel konnte sich die gesamte Wintervorbereitung auf dieses Szenario vorbereiten. Man wusste, wer spielen darf. Wer nicht spielen darf. Lösungen fand Trainer Marcel Koller trotzdem nicht. «Das war mutlos und emotionslos. Einfach schlecht», meint FCB-Legende Erni Maissen.

Einerseits sah man in Bern, dass die Absenz zahlreicher Stammspieler arg ins Gewicht fiel – wie erwartet. Andererseits gibt die defensive Taktik und die Aufstellung von Marcel Koller zu reden. «Man kann nicht nur mit Verteidigen ein Spiel erfolgreich gestalten. Das geht nicht. Gegen YB kommt du schlicht irgendwann zu spät und dann kassierst du ein Tor. Und dann ist deine gesamte Taktik über den Haufen geworfen», so Erni Maissen. Das sieht auch FCB-Legende Karli Odermatt so: «Wir haben zu defensiv gespielt».

FCB-Offensive nicht existent

Was ist den nun das Problem beim FCB? Fehlt die Tiefe im Kader? «Es fehlt an Qualität. Zudem hat der Zusammenhalt gefehlt. Die Ausrichtung fehlte. Man hat nicht gesehen, dass die Mannschaft eine Taktik hat. Das einzige, was man sehen konnte ist, dass man hinten reingestanden ist. Und mit Einzelleistungen in der Offensive hast du gegen einen solchen Gegner keine Chance», sagt Maissen.

Das hat man besonders in der Person von Edon Zhegrova gesehen. Die Berner haben aus ihren Fehlern gelernt und haben den Flügelspieler stets gedoppelt. Generell war die FCB-Offensive nicht existent an diesem Nachmittag. «Es war ein Lüftchen. Keine Power. Kein Vergleich zum Spiel der beiden Teams in Basel», so Karli Odermatt. YB habe nie Angst haben müssen, dass etwas passiert. Einwegfussball ist das Stichwort.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel