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Billie Eilishs Elektropop-Song «Bad Guy» wurde bei dem Grammys zum «Song des Jahres» gekürt. (Bild: Keystone)
International

Billie Eilish räumt bei Grammys ab

«Bad Guy» der US-Amerikanerin Billie Eilish wurde bei den 62. Grammy Awards zum «Song des Jahres» gekürt. Die US-Amerikanerin erhielt noch vier weitere Grammys.

Billie Eilishs Lied «Bad Guy» gewann als «Song des Jahres» und «Aufnahme des Jahres». «When We All Fall Asleep, Where Do We Go?» wurde zum besten Album erklärt, und Eilish gewann für ihren Elektropop auch den Preis als «Bester neuer Künstler».

Seit Beginn der Grammys 1959 war es das erste Mal, dass einer Frau bei einer einzigen Verleihung der Sieg in allen vier Hauptkategorien gelang. Der einzige Mann, der dieses Kunststück schaffte, war Christopher Cross («Sailing») im Jahr 1980.

Auch in der Sparte «Bestes Pop Vocal Album» siegte Eilish, so dass sie insgesamt fünf Auszeichnungen davontrug. Ihr Bruder Finneas O’Connell, der die Musik produzierte, gewann dafür Grammys in zwei weiteren Kategorien. Die beiden hatten das Album hauptsächlich im Haus ihrer Eltern aufgenommen. «Das hier ist für alle Kinder, die heute Musik in einem Schlafzimmer machen», sagte O’Connell, als er mit seiner Schwester den Preis für den «Song des Jahres» entgegennahm. «Ihr werdet so einen hier bekommen.»

Lizzo hat das Nachsehen

Das Nachsehen hatte die zweite grosse Favoritin des Abends, Lizzo. Die 31-Jährige Sängerin («Truth Hurts») war acht Mal nominiert gewesen und siegte dann in drei kleineren Kategorien, darunter «Beste Pop Solo Performance». Auch Lil Nas X (20), der mit «Old Town Road» einen neuen Rekord gesetzt hatte, weil er 19 Wochen lang an der Spitze der US-Charts stand, konnte trotz sechs Nominierungen nur in zwei Nebenkategorien gewinnen: für das beste Musikvideo und die beste Pop-Duo/Gruppen-Performance.

Auch ein Schweizer nimmt einen Grammy mit nach Hause. Der Musikproduzent Al Walser gewann in der Kategorie «Best Children’s Album». Das siegreiche Album «Ageless, Songs For The Child Archetype» hat er zusammen mit Jon Samson produziert. Seine Dankesrede widmete Walser «dem Wertvollsten, was wir haben – unseren Kinder».

Standing Ovations für Demi Lovato

Zu den emotionalsten Live-Acts des Abends zählte der erste grosse Auftritt nach einer gesundheitsbedingten Pause von Sängerin Demi Lovato. Sie musste unter Tränen ein zweites Mal für ihre Power-Ballade «Anyway» ansetzen. Diese hatte sie 2018 aufgenommen, vier Tage vor einer fast tödlichen Drogenüberdosis. Seinerzeit war sie im Juli ins Spital gekommen und hatte eine Therapie gestartet.

Für ihren Auftritt gab es genauso Standing Ovations wie für einen Tribut an den im März 2019 erschossenen Rapper Nipsey Hussle, den unter anderem John Legend, DJ Khaled und Meek Mill sangen. «Lang lebe Nips, lang lebe Kobe», sagte Khaled am Ende.

Die Grammys werden in mehr als 80 Kategorien vergeben, rund 13’000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger.

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