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Der Telebasel News Beitrag vom 26. Januar 2020.
Baselland

Allschwil wächst und wächst – Gemeinde vor Entwicklungsfragen

Die Wahlen am 9. Februar sind für Allschwil wegweisend. Die Gemeinde, die immer weiter wächst, steht vor entscheidenden Entwicklungsfragen.

Wer darf in den nächsten vier Jahren Allschwil regieren? Diese Frage wird am 9. Februar beantwortet, wenn die grösste Gemeinde Basellands ihren Einwohner- und Gemeinderat wählt.

Ein Sitz ist frei

Der langjährige SP-Gemeinderat Thomas Pfaff gab auf Ende Oktober letzten Jahres seinen Rücktritt bekannt. Seit diesem Tag setzte sich der Gemeinderat des Dorfes mit rund 21’000 Einwohnern aus Franz Vogt (CVP), Robert Vogt (FDP), Nicole Nüssli-Kaiser (FDP, Gemeinderatspräsidentin), Philippe Hofmann (CVP), Roman Klauser (AVP) und Christoph Morat (SP) zusammen.

Die SP will sich den vakanten Sitz unbedingt wieder holen. Während die CVP und FDP auf altbekannte Gesichter setzen gehen die Linken mit Andreas Bammatter und Silvia Stucki gleich mit zwei neuen Kandidaten an den Start. Weiter stellt sich Christoph Morat zur Wiederwahl. Bei den letzten Wahlen verlor die SP nämlich ihren dritten Sitz an die SVP. Roman Klauser der unterdessen nicht mehr für die SVP politisiert, siegte im zweiten Wahlgang vor Patrick Lautenschlager.

Streit im rechten Lager

Roman Klauser (AVP) sowie seine Tochter Pascale Uccella-Klauser (AVP) verkrachten sich mit der Allschwiler Parteileitung und es kam im November 2018 zum Rauswurf der beiden. Daraufhin gründeten sie die Allschwiler Volks Partei (AVP), für welche Klauser dieses Jahr erneut für den Gemeinderat kandidiert.

Die SVP, die durch die Trennung nicht nur einen Gemeinderat, sondern auch zwei Landräte verlor, schickt Henry Vogt und Fredy Rellstab ins Rennen um den Einzug in die Exekutive. Die Chance auf Erfolg dürften jedoch eher gering sein, sind doch die Allschwiler konservativ, wenn es um die Wahl ihres Gemeinderates geht.

Alle Bisherigen können sich wohl wieder Hoffnungen machen, auch die nächsten vier Jahre im Gemeinderat einzusitzen. Andreas Bammatter (SP) wird als Favorit um den vakanten Sitz gehandelt.

Entwicklungsfragen stehen an

Trotzdem sind die Wahlen in «Schwellheim» von Bedeutung. Die Infrastruktur der Gemeinde muss ausgebaut werden. Eine neue Schule muss her, obwohl man gerade erst eine eröffnet hat. Fragen zum Wohnraum und Erholungszonen bahnen sich an. Denn die Gemeinde wächst stetig weiter. Doch wie schnell soll das Wachstum voranschreiten?

Das Budget sorgt ebenfalls für rauchende Köpfe. Denn dieses soll laut Gemeindeplan im Jahr 2024 ein Defizit von 100 Millionen aufweisen. Zu guter letzt wäre da noch der immerwährende Zank um den Fluglärm mit dem EuroAirport. Zumindest herrscht dort Einigkeit unter den Parteien. Die Nachtruhe  müsse geschützt werden finden alle von Rechts bis Links.

Der Telebasel News Beitrag vom 25. Januar 2020.

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