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International

Afrikanerin aus WEF-Foto geschnitten – Shitstorm für Fotografen

Fünf Klimaaktivistinnen waren in Davos eingeladen. Auf dem offiziellen WEF-Bild waren hinterher aber zunächst nur vier der Frauen zu sehen.

Am Freitag kamen die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer, Greta Thunberg, Isabelle Axelsson, Vanessa Nakate und Loukina Tille in Davos zusammen, um vor den Medien über das WEF zu diskutieren. Das dazugehörige Foto dazu sorgt nun für einen Skandal. Darauf zu sehen sind nur vier der fünf jungen Frauen– alle weisse Europäerinnen. Die dunkelhäutige Vanessa Nakate aus Uganda wurde zunächst herausgeschnitten.

Mittlerweile hat sich das Bild weltweit verbreitet. Die Empörung ist gross und Rassismusvorwürfe wurden laut. Diese kommen auch von der Betroffenen selber. In einem zehnminütigen Video auf Twitter spricht sie davon, wie sie sich gefühlt hat, als sie merkte, dass sie herausgeschnitten wurde und dass sie nun verstehen könne, was Rassismus sei. Dabei weint die 23-Jährige auch.

«Ihr habt einen ganzen Kontinent gelöscht»

Gegenüber der US-Nachrichtenseite «Buzzfeed» sagte sie weiter: «Ich habe geweint, weil es so traurig war, nicht nur, weil es rassistisch war, sondern auch wegen der Menschen aus Afrika. Es zeigt, wie wir wertgeschätzt werden. Das hat mir sehr wehgetan. Es ist das Schlimmste, was ich je in meinem Leben erlebt habe.»

Später postete sie dann die beiden Bilder im Vergleich – einmal ohne sie und einmal mit ihr. Dazu schrieb sie: «Ihr habt nicht nur mich aus dem Foto gelöscht, sondern einen ganzen Kontinent. Aber ich bin stärker denn je.»

Greta tröstet

Die Nachrichtenagentur AP, die das Bild veröffentlichte, liess das geschnittene Bild mittlerweile wieder entfernen und mit der vollständigen Variante ersetzen. Der BBC gegenüber erklärte AP-Fotochef David Ake, dass der Fotograf  unter grossem Zeitdruck war und beim Schnitt das Gebäude im Hintergrund entfernen wollte. Nachdem das erste bearbeitete Foto in grosser Eile veröffentlicht war, liess man später noch weitere folgen, so, wie das üblich sei.

Derweil wurde auch Greta Thunberg auf den Vorfall aufmerksam und tröstete ihre Mitstreiterin auf Twitter: «Es tut mir so leid, dass sie dir das angetan haben… du bist die letzte, die das verdient hat» schreibt sie am Freitagnachmittag. Sei seien alle dankbar für das, was sie tut und senden ihr Liebe und Unterstützung.

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