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Der Sonntags-Talk am 26. Januar 2020 mit Kerstin Wenk, Conradin Cramer und Alex Reichmuth. (Bild: Telebasel)
Basel

EuroAirport, Job-Sharing und bezahlbare Wohnungen

Kerstin Wenk, Conradin Cramer und Alex Reichmuth diskutieren im Sonntags-Talk über den EuroAirport, Job-Sharing und bezahlbare Wohnungen.

EuroAirport: SP Basel-Stadt will Wachstum bremsen

Zum neunten Mal in Folge präsentierte der EuroAirport am Dienstag einen neuen Passagierrekord. Erstmals wurde die 9 Millionen-Grenze geknackt.

Am gleichen Abend beschloss die mächtigste Partei der Stadt, die SP, ein Positionspapier. Ziel: das Wachstum des Flughafens zu bremsen, inklusive längerem Nachtflugverbot (23 bis 6 Uhr, ähnlich dem Flughafen Zürich-Kloten, wo zwischen 23:30 bis 6 Uhr keine Flugzeuge starten oder landen dürfen). Nicht mit einem Riegel, wie dies die Baselbieter Grünen per Initiative bewerkstelligen wollen, sondern mit einer Reihe von Massnahmen (Verschärfung Fluggebühren, Begrenzung Lärmwerte, Kerosinbesteuerung, keine Kapazitätserweiterungen Pisten und Docks etc.).

Laut Regionaljournal SRF bricht die SP BS mit ihren Forderungen ein Tabu: Bislang hätten sich sämtliche Stadt-Parteien immer «geschlossen» hinter den EuroAirport gestellt. Er sei für die zweitgrösste Wirtschaftsregion der Schweiz wichtig. Aber der Protest aus den Anwohnergemeinden sei lauter geworden (im SRF-Bericht sagt der Allschwiler CVP-Gemeinderat Philippe Hofmann, die Grenze des Erträglichen sei erreicht).

Zudem habe der Klimawandel bei der SP zu einem Gesinnungswandel geführt. Der EuroAirport hingegen sagt: Die Billigfluglinie EasyJet könnte längerfristig gesehen Basel verlassen, wenn das Nachtflugverbot verlängert wird. EasyJet besorgt mehr als die Hälfte des Passagierflugbetriebs.

Telebasel fragt: Hat die SP recht oder sägt sie uns am Lebensnerv?

Job-Sharing im Regierungsrat?

Basels Linkspartei BastA! liebäugelt mit einer Co-Kandidatur, also mit zwei Personen für einen Regierungssitz anzutreten. Die «Bz» machte die Story publik: «Was auf den ersten Blick nach einem linken Hirngespinst klingt, könnte sich als politischer Coup entpuppen. Mit der Idee hätten die beiden BastA!-Kandidierenden viel Aufmerksamkeit garantiert – die Idee würde schweizweit für Schlagzeilen sorgen. Gleichzeitig könnte die BastA! damit eine Diskussion zum Thema Gleichstellung lancieren».

Denn Befürworterinnen sagen, so lasse sich das Regierungsamt besser mit dem Familienleben in Einklang bringen. Als Gegenargumente kann man anführen: Wie übersichtlich wären Regierungsauftritte für die Bevölkerung? Haften die Halbtags-Regierungsleute gemeinsam und funktioniert das auch bei Krisen? Ende Januar will die BastA! endgültig über die Kandidatur entscheiden.

Telebasel fragt schon jetzt: Sinnvolles Job-Sharing oder Schwächung des Regierungsamtes?

Quotenwahnsinn oder mehr bezahlbare Wohnungen für den Mittelstand?

In der Schweiz sind die Wohnungsmieten in den letzten Jahren teilweise stark gestiegen. Mit harten Bandagen wird derzeit um die Initiative des Mieterinnen- und Mieterverbands «Mehr bezahlbare Wohnungen» gestritten. Am 9. Februar stimmt die Schweiz darüber ab, ob gesamtschweizerisch mindestens 10 Prozent der neu gebauten Wohnungen im Eigentum von Trägern gemeinnützigen Wohnungsbaus sein sollen.

Die Initianten schreiben: «Ältere Menschen erhalten die Kündigung ihrer langjährigen Mietwohnung, weil das Haus abgerissen und durch einen Luxusbau ersetzt wird. Immer weniger Menschen finden eine bezahlbare Wohnung – trotz tiefster Zinsen und Teuerung. Schuld an den rasant steigenden Mietpreisen sind Spekulanten, die immer höheren Renditen nachjagen».

Die bürgerlichen Parteien und der Bundesrat lehnen die Initiative ab. Die Immobilien-Firmen bekämpfen sie in aller Schärfe. Die staatlichen Eingriffe seien Gift für den Wohnungsmarkt. «Die grosse Mehrheit bezahlt über Steuern und höhere Mieten die Zeche für willkürliche Privilegien», so der Vorwurf.

Telebasel fragt: Teure Staatsregulierung oder Hilfe für den Mittelstand?

Im Sonntags-Talk vom 26. Januar 2020 diskutieren Conradin Cramer, Kerstin Wenk und Alex Reichmuth ab 19:15 Uhr über diese drei Themen.

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