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Der Telebasel News Beitrag vom 24. Januar 2020.
Basel

Basel-Stadt plant neue Hochhäuser beim Badischen Bahnhof

Der Kanton plant auf der Rosental-Anlage beim Badischen Bahnhof neue Wohnungen und Arbeitsplätze zu schaffen. Eventuell könnten auch Hochhäuser gebaut werden.

Der Kanton Basel-Stadt will auf dem Rosental-Areal beim Badischen Bahnhof bis zu 1000 neue Wohnungen schaffen und 3000 bis 5000 zusätzliche Arbeitsplätze. Zudem soll das ehemals abgeschottete Industrie-Areal für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

Das Rosental-Areal beim Badischen Bahnhof steht vor einem Aufbruch , wie die noch bis Ende Januar amtierende Finanzdirektorin Eva Herzog (SP) am Freitag vor den Medien sagte. Auf dem vom Kanton erworbenen Areal «Rosental Mitte» sollen künftig nicht nur 3000 bis 5000 zusätzliche Arbeitsplätze in «wertschöpfungsintensiven Branchen» entstehen, sondern auch Wohnraum für 1100 bis 2200 Personen.

Der Kanton will gemeinsam mit Wohngenossenschaften und auch selber insgesamt 1000 neue Wohnungen bauen, sagte Herzog. Mindestens ein Drittel davon soll im preisgünstigen Bereich liegen.

Auf dem heute geschlossenen Forschungs- und Firmenareal sind derzeit rund 30 Firmen mit insgesamt 3500 Arbeitsplätzen unterbracht. Für den Bau der zusätzlichen Wirtschaftsflächen sucht der Kanton Investoren. Erste Interessenten gibt es laut Herzog bereits.

Laut Kantonsbaumeister Beat Aeberhard sind «bei Bedarf» und im Vollausbau bis zu sechs neue Hochhäuser im Geviert Schwarzwaldallee, Rosentalstrasse, Mattenstrasse und Maulbeerstrasse möglich. Die maximale Gebäudehöhe beträgt 160 Meter. Die Universität Basel habe bereits Interesse an einem höheren Gebäude angemeldet, so Aeberhard.

Schrittweise Öffnung des Areals

Das Areal soll zudem für die Bevölkerung geöffnet werden und neue Freiräume sollen entstehen, sagte der Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP). So sind im neuen Stadtteil zwei neue Plätze – Rosentalplatz und Platz an der Schwarzwaldallee – mit Cafés, Restaurants, Läden und Grünflächen geplant.

Das städtebauliche Leitbild für das Geviert hatte das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron für den Kanton entworfen. Architekt Pierre de Meuron bezeichnete das Projekt als «recht bedeutend» für Basel. Geplant seien nicht nur grosse, sondern auch kleinere Eingriffe, sagte er. Ziel sei es, das Vertraute im Quartier zu bewahren. Diverse bestehende Bauten sollen umgenutzt werden.

Die Transformation des Areals in ein Arbeits- und Wohnquartier erfolgt schrittweise. In den ersten Jahren stehen die Öffnung des Areals und die Erneuerung der Wirtschaftsflächen im Zentrum. Erste Entwicklungen sollen in den nächsten zwei Jahren sichtbar werden.

So sollen die ehemaligen Wohngebäude an der Ecke Maulbeerstrasse/Jägerstrasse sowie Rosentalstrasse/Sandgrubenstrasse in Baurecht an Wohngenossenschaften abgegeben und ein ehemaliges Verwaltungsgebäude in der Mitte des Areals für gastronomische und soziokulturelle Nutzungen freigegeben werden. Zudem werden der ehemalige Syngenta-Konzernsitz «Bau 1» an der Schwarzwaldallee sowie zwei weitere Liegenschaften saniert und weitervermietet.

Der Kanton Basel-Stadt und dessen Pensionskasse haben Anfang 2019 in einem Bieterverfahren ein 23’600 Quadratmeter grosses Areal vom Agrochemie-Konzern Syngenta abgekauft. Schon 2007 hatte Syngenta eine 47’000 Quadratmeter grosse Fläche des Werksareals an Investoren verkauft, die der Stadtkanton 2016 wieder abgekauft hat. Syngenta will nur noch Mieter auf seinem Hauptsitz in Basel sein.

Vom 27. Januar bis 27. März 2020 findet die öffentliche Vernehmlassung des städtebaulichen Leitbilds «Rosental Mitte» statt.

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