Oliver Maurmann hat sich bereits in den 1980er Jahren in der Musikszene einen Namen gemacht. (Bild: Facebook/Die Aeronauten)
Schweiz

Aeronauten-Frontman Oliver Maurmann ist seinem Herzleiden erlegen

Oliver Maurmann alias Olifr M. Guz, der Frontman der Schweizer Band Die Aeronauten und Solokünstler, ist nach langem Spitalaufenthalt gestorben.

Die Band bestätigte den Tod des Frontmans Oliver Maurmann am Donnerstagnachmittag auf Facebook:

Demnach habe Oli «114 Tage im Spital gewartet auf ein neues Herz». Am Ende dieses 114. Tages «hatte das Warten ein abruptes Ende» schreiben Motte, Dani, Roger, Marc, Lukas und Pepi – nachdem am Mittwochabend SRF berichtet hatte, der Musiker sei bereits am 19. Januar verstorben.

Seine Bandkollegen beschreiben Maurmann in ihrem Post als einen, der warten konnte: «Er war ein Profi in dieser Disziplin.» Und so habe er auch im Spital «mit unaufgeregter Grösse, Humor und Anstand» gewartet. Während dieser Zeit haben die Band-Kollegen zusammen mit ihm «alte Geschichten aufgewärmt, viel gegackert und Pläne geschmiedet für die Zeit nach der OP», schreiben sie.

Letztes Aeronauten-Album erschien 2015

Maurmann, der 1967 in Konstanz geboren wurde, hat sich bereits in den 1980er Jahren in der Musikszene einen Namen gemacht. Schweizweit und über die Landesgrenzen hinaus ist er dann in den 1990er Jahren mit der Band Die Aeronauten durchgestartet, allerdings ohne auf den vorderen Plätzen der Hitparaden gelandet zu sein.

Musikalisch war Maurmann mit den Aeronauten und unter seinem Solopseudonym Guz breit aufgestellt, in Genres wie Soul, Funk, Jazz, Country , Ska, auch Trash und Garagen-Punk- die Songs in Mundart, auf Deutsch oder Französisch.

Mit den Aeronauten legte Maurmann 1995 das erste Album «Gegen Alles» vor und zwei Jahre später folgte «Jetzt Musik». Dieses Album erschien beim renommierten Hamburger Label L’Age d’Or. Das letzte Aeronauten-Album «Heinz» erschien 2015.

Abseits des Mainstreams

1992 liess sich der Solomusiker Guz in Schaffhausen in seinem eigenen Studio nieder. Nach der Jahrtausendwende entstand dort sein Album «We Do wie Du». Dabei positionierte sich Guz stets abseits des Mainstreams. Darüber hinaus trat Maurmann auf Theaterbühnen auf; Bekanntheit erlangte er auch als griesgrämiger Müllinspektor in der SRF-Serie «Güsel».

Seine gesundheitlichen Probleme mit dem Herzen machten ihm bereits seit über zehn Jahren zu schaffen. In der Nacht auf letzten Montag ist er mit 52 Jahren diesem Leiden erlegen.

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