Featured Video Play Icon
Der Telebasel-Report vom 22. Januar 2020.
Basel

Report: In der Rütihard tobt ein Salzstreit

Die Schweizer Salinen wollen in der Rütihard Salz abbauen. Eine IG will das um jeden Preis verhindern. Warum eigentlich? Die Hintergründe.

4.5 Millionen Tonnen Salz. Gemäss Schweizer Salinen versorgt man die helvetische Bevölkerung damit rund 20 Jahre lang. 4.5 Millionen Tonnen Salz – so viel liegt unter der Muttenzer Rütihard begraben. Und diese Salz-Reserven möchten die Salinen nun anzapfen. Nicht gerechnet haben sie jedoch mit der IG «Rettet die Rütihard».

Die Widerstandskämpfer: Cécile Speitel und Ruedi Brunner von der IG «Rettet die Rütihard». (Bild: Telebasel)

Widerstand gegen Abbaupläne

Schon seit Monaten macht die IG mächtig Stimmung gegen die Pläne der Schweizer Salinen. Die Gründe dafür sind genau so vielfältig wie die Landschaft der Rütihard selbst. Hauptsächlich seien es aber zwei Gründe, sagt Ruedi Brunner von der IG: «Zum einen wird durch den Abbau die Landschaft der Rütihard verschandelt, zum anderen befürchten wir erhebliche geologische Risiken».

Der Grossteil des Schweizer Salzes wird gar nicht gegessen, sondern auf der Strasse verteilt. (Grafik: Telebasel)

Bodensenkungen im Siedlungsgebiet befürchtet

Ruedi Brunner, der Teile des Pachtlands in der Rütihard bewirtschaftet, hat sich monatelang mit dem Thema auseinandergesetzt. Wenn er spricht, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Er vergleicht frühere Entscheide mit der heutigen Situation. Nennt Beispiele, bei denen solche Salzbohrungen schon nach hinten losgegangen seien.

Brunner spricht von Dolinen-Bildung im Muttenzer Dorf, vom Adler-Tunnel, der mit Bodensenkungen zu kämpfen habe. «Nicht immer kann man einen direkten Zusammenhang mit dem Salzabbau nachweisen», sagt Brunner, «aber trotzdem».

Brauchen dringend frisches Salz: Die Schweizer Salinen in Pratteln. (Bild: Telebasel)

Der Report schaut genauer hin: Was ist in der Rütihard überhaupt geplant? Wie stark wird die Natur wirklich beeinträchtigt? Und wie baut man Salz in unserer Region überhaupt ab?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*