Bei Oensingen kippte am Dienstagmorgen wegen den starken Böen ein Lastwagen um. (Bild: Kantonspolizei Solothurn)

Schweiz

Lolita sorgt für Verwüstung

Umgestürzte Bäume und umgekippte Lastwägen. Das Sturmtief Lolita sorgt am Dienstag für Schäden und Unfälle.
Sturmtief Lolita – Zusammenfassung

Das Sturmtief Lolita hat am Dienstagmorgen auf seinem Streifzug durch die Schweiz einen Anhängerzug auf der Autobahn A1 umgeworfen und viele Bäume entwurzelt. Einige Bahnen mussten den Betrieb einstellen. Auf dem Genfersee war der Schiffsverkehr beeinträchtigt.

Auf dem Flughafen Zürich-Kloten wurde mit 110 Kilometern pro Stude (km/h) die drittstärkste Böe registriert, die je gemessen wurde, wie Alexander Giordano, Meteorologe bei Meteoschweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Nur bei den Orkanen Lothar und Wilma habe der Wind dort stärker geblasen.

Die stärkste Böe gab es bis am frühen Dienstagnachmittag mit 157 km/h auf dem Chasseral im Jura. Auf dem Bantiger bei Bern wurden laut SRF Meteo 134 km/h gemessen. In Teufen AR waren es 127 km/h und in Zürich-Fluntern 125 km/h.

Das Sturmtief Lolita war neben starken Windböen begleitet von Blitz und Donner. Laut dem Wetterdienst Meteonews entluden sich am Morgen über der Schweiz rund 500 Blitze, die meisten in den Kantonen Zürich (205), Freiburg (77) und Bern (56).

Böe aus Klus wirft Lastenzug um

Eine kräftige Sturmböe aus der Klus vor Balsthal hat am Dienstagmorgen nach neun Uhr auf der Autobahn A1 bei Oensingen SO einen Anhängerzug umgeblasen, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte. Die Bergung nahm mehrere Stunden in Anspruch. Der Verkehr wurde einspurig auf der Überholspur geführt und stockte deshalb ab Wangen an der Aare BE.

Bei der Solothurner Kantonspolizei gingen zwischen 9:20 und 10:20 Uhr 20 Meldungen ein über umgestürzte Bäume auf den Kantonsstrassen. Zwei Bäume fielen auf Autos, die jedoch nicht besetzt waren. Verletzt wurde niemand. Ein Baum stürzte bei Kriegstetten SO auf die Überholspur der A1.

Im Kanton Luzern entwurzelte der Sturm ebenfalls Bäume und riss vereinzelt Baugerüste um. Auf der Autobahn A14 bei Ebikon kam es deswegen zu Verkehrsbehinderungen, wie die Kantonspolizei meldete. In Dagmersellen stürzte eine Tanne um und beschädigte Hausdächer und Fahrzeuge. In einzelnen Gemeinden kam es zu kurzen Stromausfällen.

Vorübergehend gesperrte Strassen

Bei der Kantonspolizei Bern gingen ab 8:30 Uhr rund 60 Unwettermeldungen ein, wie sie auf Twitter mitteilte. Die meisten betrafen umgestürzte Bäume. Teilweise mussten Strassen vorübergehend gesperrt werfen, namentlich die Einfahrt Thun-Nord auf der A6 Richtung Spiez, wie der Verkehrsdienst Viasuisse mitteilte.

Im Kanton Aargau standen zeitweise 15 Feuerwehren an 30 Schadenplätzen im Einsatz, wie die Kantonspolizei auf Twitter meldete. Es gingen keine Meldungen über verletzte Personen und grössere Sachschäden ein.

Das Sturmtief Lolita gehörte zu einer Kaltfront, die im Dienstag über die Schweiz zog. In vielen alpinen und voralpinen Regionen musste der Bahnbetrieb vorübergehend eingestellt werden, namentlich im Jungfraugebiet im Berner Oberland. Auch der Betrieb der Luftseilbahn zwischen Adliswil und Felsenegg war wegen Sturmwinden unterbrochen.

Hindernisse auf den Geleisen

Zwischen Sarnen OW und Sachseln OW konnten die Züge der Brünigbahn wegen Hindernissen auf den Gleisen nicht fahren. Gleiches Szenario bei der Appenzeller-Bahn zwischen Gais und Altstätten Stadt.

Auch der Schiffsverkehr auf dem Genfersee war beeinträchtigt. Zwischen Lausanne-Ouchy und Thonon-les-Bains auf der französischen Seite war der Betrieb wegen der starken Winde eingeschränkt.

Laut Giordano soll es bis am Mittwochmorgen weiterhin windig bleiben mit Spitzen von 60 bis 80 km/h im Flachland und 100 km/h in den Bergen. Erwartet wurdet Dauerregen und eine vorübergehend auf 400 bis 500 Meter sinkende Schneefallgrenze. (sda)

Baum stürzt auf Seil: Skifahrer müssen aus Gondeln geborgen werden

In Österreich ist der Betrieb einer Seilbahn eingestellt worden, nachdem ein Baum wegen einer Windböe auf das Tragseil gestürzt war. Wie ein Sprecher der Reuttener Seilbahnen unweit der deutschen Grenze berichtete, sassen in den Gondeln mehrere Dutzend Skifahrer fest.

«Wir schätzen rund 40 Personen», sagte der Sprecher. Darunter seien wohl auch Schüler auf einem Schulausflug. Die Betroffenen wurden von der Bergrettung aus den Gondeln abgeseilt. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand verletzt worden.

Die Seilbahn werde am Dienstag nicht mehr in Betrieb gehen. Die Skifahrer, die bereits in dem Familienskigebiet auf etwa 1700 Metern Seehöhe unterwegs waren, sollten von Pistenraupen abgeholt werden, da eine Talfahrt nicht möglich sei. (sda)

Deutscher Kranführer von Bauteil getötet

Zahlreiche Unwettereinsätze hat es am Dienstagvormittag im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg gegeben. Dies teilen die Behörden mit. In der Rudolf-Diesel-Strasse in Neuenburg am Rhein wurde gegen 10:30 Uhr ein 24-jähriger Kranführer von einem an einem Kran hängenden Bauteil tödlich verletzt. Es besteht der Verdacht, dass die Windverhältnisse ursächlich für den tödlichen Unfall waren. Die Polizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen.

Umgestürzte Bäume, die die Fahrbahn blockierten, wurden der Polizei im Landkreis Lörrach gemeldet. Auch am frühen Nachmittag kommt es aufgrund von Absicherungs- und Bergungsarbeiten querliegender Bäume zu Verkehrsbehinderungen. Auf der B317 zwischen Wembach und Fröhnd wurde zudem, ein fahrendes Auto von einem umstürzenden Baum beschädigt. Verletzt wurde dabei niemand, es entstand Sachschaden in Höhe von rund 2000 Euro.

In der Wiesentalstrasse in Maulburg beschädigte ein vom Sturm umgerissener Bauzaun drei geparkte Pkw. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich auf rund 1000 Euro. Teilweise abgedeckte oder beschädigte Dächer wurden der Polizei gemeldet in Schopfheim, Weil am Rhein, Freiburg-Haslach und Schopfheim-Gündenhausen.

Tanne kracht auf BMW

Am Dienstag krachte in Dagmersellen eine Tanne auf einen BMW und beschädigte Hausdächer. Das teilt die Kantonspolizei Luzern mit. Das genaue Schadenausmass könne noch nicht beurteilt werden.

Auch auf der A14 bei Ebikon stürzten und teils auch Baugerüste um. Deswegen kommt es zu Verkehrsbehinderungen, wie die Kantonspolizei Luzern weiter schreibt. In der Gemeinde Beromünster ist zudem die Verbindungsstrasse von Schwarzenbach nach Mosen gesperrt.

Lolita stürzt LKW auf A1 um

Am Dienstagmorgen ist auf der Autobahn A1 bei Oensingen SO ein Lastwagen umgekippt. Diese Meldung ging um 9:31 Uhr ein, wie die Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Der LKW ist auf den Wildschutzzaun neben der Fahrbahn gekracht, die Bergung sei im Gang. Wie lange sie dauert, war offen. Für die Bergung brauche es ein Spezialfahrzeug. Die Normalspur in Richtung Zürich wurde gesperrt. Der Verkehr wurde einspurig auf der Überholspur geführt und stockte deshalb ab Wangen an der Aare BE.

Ein Baum fiel in Gerlafingen SO auf parkierte Autos. (Bild: Kantonspolizei Solothurn)

Windböen des Sturmtiefs Lolita sorgten zudem für einen umgestürzten Baum zwischen der Raststätte Deitingen und Kriegstetten auf der A1. Der Baum konnte inzwischen geräumt werden und sorgte zwischenzeitlich für Stau.

Zwischen 9:20 und 10:20 Uhr gingen zwanzig Meldungen von umgestürzten Bäumen auf Kantonsstrassen ein, wie der Mediensprecher der Kapo Solothurn, Bruno Gribi gegenüber Keystone-SDA sagte. Zwei davon fielenauf Autos, die jedoch nicht besetzt waren. Verletzte gab es somit keine.

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Achtung vor herabstürzenden Ästen

In Basel blies am Dienstagmorgen bereits ein starker Wind. (Video: Telebasel)

Sturmböen dürften am Dienstagmorgen den einen oder anderen Regenschirm zerzaust haben. In Basel prägten erste Böen und starke Regenfälle den Morgen. Auf dem Lauberhorn im Berner Oberland wurden Böen von bis zu 146 Kilometer pro Stunde gemessen. In tieferen Lagen waren es bis zu 90 Kilometern pro Stunde. Vorbei ist der Sturm noch nicht.

Neben dem Wind regnete es auch stark. (Bild: Telebasel)

In tieferen Lagen waren die Windstösse weniger stark. In Plaffeien wurden noch Böenspitzen von 118 Kilometern gemessen, und in Delsberg waren es 92m wie Alexander Giordano, Meteorologe bei Meteoschweiz, auf Anfrage von Keystone-SDA sagte. In Bern wurden Spitzenwerte von 80 Kilometern pro Stunde registriert.

Die Böen waren die Vorhut des für Dienstag erwarteten Sturms. «Am Mittag werden deutlich höhere Spitzen erwartet», sagte Giordano. Er warnte vor Spaziergängen im Wald und herabstürzenden Ästen. Für Dienstag galt in vielen Gebieten eine Warnung vor erheblicher Gefahr durch Wind. Das entspricht der mittleren von fünf Gefahrenstufen. (SDA)

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Lolita fegt durch die Schweiz

Der Dienstag verläuft grau und nass, bei maximal 8 Grad Celsius. In Basel bleibt der Schnee weiterhin weg, jedoch sinkt die Schneefallgrenze bis Dienstagabend auf 600 bis 800 Meter, wie Meteonews berichtet. Zudem ist mit Böen von 70 bis 100 km/h zu rechnen. In der Region Basel kann der  Wind des Sturms Lolita an exponierten Lagen gar 110 km/h erreichen. Orkanböen um 120 bis 150 km/h seien in den Bergen erwartet, schreibt Meteonews am Dienstag. Auch die nächsten Tage bleiben windig. Am Mittwoch gegen Mittag lässt der Sturm zwar nach, doch am Donnerstagabend nimmt er wieder zu.

Wegen der Unwetterwarnungen ist der Bahnverkehr zum Jungfraujoch am Dienstag unterbrochen worden, wie die SBB mitteilen. Die Dauer des Unterbruchs sei unbestimmt.

(Screenshot: SRF Meteo)

Mittwochs ist weiter mit Regen zu rechnen. Zudem wird Schnee für weite Teile der Schweiz gemeldet. Der Donnerstag bringt mildere Temperaturen, die Höchstwerte liegen laut Meteonews bei zehn bis zwölf Grad.

(Screenshot: SRF Meteo)
Ungewöhnlich viel Sonne

Das anhaltend trockene Hochdruckwetter hat in der Schweiz am Dienstag die Sonnenschein-Allzeitrekorde an mehreren Orten purzeln lassen. In Bern, Neuenburg und Payerne VD wurden in einem Januar noch nie so viele Sonnenstunden seit Messbeginn registriert.

In Bern-Zollikofen wies die Messtation nach erst zwei Dritteln des Monats schon fast 104 Stunden Sonnenschein für den Januar aus, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte. Der bisherige Januar-Rekord ging dort auf das Jahr 1949 zurück. Aufzeichnungen liegen seit 1886 vor.

Hochdruck als Auslöser

Auch andernorts fielen am Dienstag die bisherigen Rekorde, darunter in Payerne VD und Neuenburg. Es sei an mehr als der Hälfte der offiziellen Messstationen die durchschnittliche Sonnenscheindauer für den Monat Januar (verglichen mit der Periode von 1981 bis 2010) bereits erreicht oder zum Teil deutlich überschritten worden, heisst es in der Mitteilung. Bis Ende Monat dürften voraussichtlich alle Stationen einen zum Teil extremen Überschuss an Sonnenschein verglichen mit dem Durchschnittswert an der jeweiligen Station aufweisen.

Grund für den anhaltenden Sonnenschein sind den Meteorologen zufolge das hochdruckbestimmte Wetter. Dieses bewirkt nicht nur auf den Bergen sondern wegen der häufig trockenen Luft und dem deshalb ausbleibendem Nebel auch im Flachland schönes Wetter.

Bereits das vergangene Jahr zählte laut dem Wetterdienst Meteoschweiz dank des sehr sonnigen Sommers auf der Alpennordseite regional zu den fünf sonnigsten seit Messbeginn vor über 100 Jahren. So wurde laut dem jüngsten Klimabulletin im Jahresmittel im Vergleich zur Zeit zwischen 1981 und 2010 teils über 120 Prozent der Norm erreicht.n, hiess es.

«Ekart» bringt hohen Luftdruck
Das Hochdruckgebiet «Ekart» bringt neue Luftdruck-Rekorde. In der Schweiz wird der Wert – wie hier mit einem Ballon – erst seit 2005 gemessen. (Symbolbild: Keystone)

Das Hochdruckgebiet «Ekart» hat England den höchsten Luftdruck seit 63 Jahren beschert. In Belgien wurde sogar ein Rekord gemessen. In der Schweiz ist der Luftdruck so hoch wie zuletzt vor gut drei Jahren.

Der Luftdruck über England stieg am Montag auf 1050,5 Hektopascal (hPa), wie SRF Meteo via Twitter mitteilte. Das ist so hoch wie seit 1957 nicht mehr. Im belgischen Ukkel wurde mit 1048,1 hPa sogar ein neuer Rekord gemessen. Über der Schweiz waren es am Montagmorgen im Mittelland verbreitet rund 1045 hPa, wie Andreas Stutz, Meteorologe beim Wetterdienst Meteoschweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

Rekord im 2016

In Oberriet SG und Chur GR lag der Luftdruck am Montag um 11.30 Uhr gemäss Online-Grafik von Meteoschweiz bei 1045,9 hPa, in Grono GR im Misox bei 1045,0 hPa. Die höchsten Werte wurden generell im Rheintal und der Ostschweiz gemessen. Es handelt sich um den sogenannten QFF-Wert, dieser gibt den Luftdruck reduziert auf Meereshöhe an. Normalerweise beträgt der Luftdruck auf Meereshöhe 1013 hPa.

Weil der Luftdruckwert mit QFF in der Schweiz erst seit 2005 gemessen und angegeben wird und damit der gültige Referenzwert ist, ist ein Vergleich mit weiter zurück liegenden Jahren kaum möglich. Der höchste Luftdruck in der Schweiz gemäss der aktuellen Praxis wurde Ende Dezember 2016 mit etwas über 1048 hPa gemessen, wie Stutz sagte.

Rekord-Hoch 1969 in Sibirien

Der weltweite Rekordwert stammt vom sibirischen Agata See. Dort zeigte der Luftdruckmesser am 31. Dezember 1968 1083,8 hPa an. Der höchste über Grossbritannien jemals gemessene Wert stammt aus dem Jahr 1902. Damals lag der Luftdruck bei 1053 hPa.

England warnte laut der Plattform wetteronline.ch vor Störungen im TV-Signal und starkem Ohrendruck. Ernsthafte Auswirkungen hat der hohe Luftdruck ansonsten nicht.

Ein kräftiges Hochdruckgebiet entsteht, wenn der gesamten Luftsäule mehr Luft zu- als abgeführt wird, wie Stutz erläuterte. Die Temperatur der Luftsäule spielt ebenfalls eine Rolle.

Januar tanzt aus der Reihe

Auch sonst entwickelt sich der Januar in der Schweiz zu einem aussergewöhnlichen Wetter- respektive Klimamonat. So sind die Temperaturen bisher deutlich milder als im langjährigen Mittel und die Sonnenscheindauer überdurchschnittlich hoch. Die Tageshöchsttemperaturen liegen in Bereichen, wie man sie im März erwartet.

Immerhin wurden in den Bergen in der Nacht auf Montag die bisher kältesten Temperaturen gemessen. Laut Meteoschweiz war es am Ofenpass -24,1 Grad kalt. In Samedan GR wurden -23,0 und auf der Glattalp UR -20,2 Grad gemessen. Im Flachland war man dagegen weit von irgendwelchen Kälterekordwerten entfernt.

Frühes Blühen

Das milde Winterwetter treibt auch sonst buchstäblich wilde Blüten. Bereits seit einer Woche und mehr blühen in Flachland erste Bäume und Sträucher. In Pärken und auf Wiesen zeigen sich erste Frühlingsboten wie Gänseblümchen oder Veronika zur Unzeit. Wer auf Pollen von Haselsträuchern oder Purpurerlen allergisch reagiert, wird früher als sonst geplagt.

Laut Barbara Pietragalla von Meteoschweiz ist es für die Natur kein Problem, denn Pflanzen, die jetzt blühten und den Vorfrühling anzeigten, seien angepasst, dass sie keinen Schaden erleiden, falls es in den folgenden Monaten kälter wird. Kulturpflanzen wie Weinreben seien noch nicht so weit entwickelt, dass ein Problem entstehen könnte.

Es war so kalt wie noch nie diesen Winter
Die Nacht von Sonntag auf Montag war die kälteste Winternacht. (Symbolbild: Keystone)

In der Nacht auf Montag war es in der Schweiz so kalt wie noch nie in diesem Winter. In Samedan GR wurden Temperaturen von bis zu minus 24 Grad gemessen. Wie «MeteoNews» schreibt, verhinderten im Flachland Hochnebelfelder und die Bise eine allzu starke Abkühlung.

Auch auf dem Jungfraujoch herrschten mit minus 22 Grad in dieser Nacht eisige Temperaturen. Grund dafür war kalte Luft aus Nordkanada und der Antarktis.

In der neuen Woche geht es kalt weiter. Obwohl am Montag an vielen Orten in der Schweiz die Sonne scheint, drückt die kräftige Bise die gefühlte Temperatur noch etwas nach unten.

Kälte und Schneeflocken im Flachland

Für die lustige Schlittel-Partie wird es wohl nicht reichen, zeigt sich Väterchen Frost am Wochenende doch nur von seiner milden Seite. Aber hier und da gibt es mit Puderzucker überzogene Landschaften zu bestaunen. So sank die Schneefallgrenze laut Wetterbericht von SRF Meteo in der Nacht auf Samstag bereits auf 500 Meter. Vereinzelt gab es auch ganz unten Schneeschauer.

Der Samstagmorgen und am Mittag ist es dann zwar teilweise sonnig, doch der Schein trügt: Am Nachmittag sammeln sich die Wolken in der Deutschschweiz wieder zahlreicher und es werden weitere lokale Schneeschauer erwartet. Die Temperatur pendelt sich bis dahin auf 4 bis 6 Grad ein.

Der Sonntag wird mit 3 Grad noch kühler, dazu kommen leichte Brisen (7 bis 12 km/h) und zeitweise sogar Böen mit bis zu 22 km/h. Es bleibt mehrheitlich trocken.

Europa erlebte 2019 wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

Den Auswertungen zufolge sind auch die klimaschädlichen Kohlendioxid-Konzentrationen (CO2) in der Atmosphäre gestiegen. Die Experten sprachen von «zweifelsohne erschreckenden Alarmsignalen».

«2019 war erneut ein aussergewöhnlich warmes Jahr: Weltweit gesehen das zweitwärmste, wobei gleich mehrere Monate Temperaturrekorde brachen», sagte der Wissenschaftler Carlo Buontempo. Copernicus ist das wichtigste Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union.

In Alaska deutlich wärmer 

Deutlich wärmer im Vergleich zum Durchschnitt von 1981 bis 2010 war es demnach in Alaska und über weiten Teilen der Arktis. Nahezu alle Landmassen waren den Statistiken zufolge überdurchschnittlich warm, vor allem in Ost- und Südeuropa, Südafrika sowie Australien, wo derzeit grossflächige Brände wüten. In Teilen Kanadas lagen die Jahrestemperaturen dagegen unter dem Durchschnitt.

Speziell auf Europa bezogen herrschten den Experten zufolge das ganze Jahr überdurchschnittlich warme Temperaturen. Zwar brachen die Durchschnittstemperaturen der einzelnen Jahreszeiten keine Rekorde. Über das gesamte Jahr gesehen habe Europa aber sein wärmstes Kalenderjahr erlebt, ganz knapp vor 2014, 2015 und 2018, so die Forscher. In der Schweiz war 2019 das fünftwärmste Jahr seit Messbeginn im Jahr 1864, wie Meteoschweiz Ende Dezember bekanntgab.

Vorbei mit Kälte und Frost

Der Jahreswechsel brachte viel Kälte und Frost mit sich, doch damit ist es vorerst vorbei. Am Wochenende und auch während der kommenden Woche bewegen sich die Temperaturen immer im Plusbereich, meist zwischen 6 und 10 Grad. Zudem zeigt sich immer wieder die Sonne bei leichter Bewölkung. Es bleibt in der Region meistens trocken.

(Screenshot: SRF Meteo)

Auch über Nacht fallen die Temperaturen praktisch nie unter null Grad. Am kältesten wird es gemäss Prognose von «SRF Meteo» in der Nacht auf Montag. Zu Wochenbeginn wird es auch tagsüber in Basel nicht wärmer als 5 Grad. Dafür ist viel Sonnenschein vorhergesagt.

(Screenshot: SRF Meteo)

Wer sich nach dem weissen Winter und etwas tieferen Temperaturen sehnt, der ist gut beraten, in die Berge zu gehen. Dort kann es zwar am Wochenende noch zu Schneefall kommen, die neue Woche wird aber ebenfalls sonnig und verläuft vorwiegend ohne Niederschlag – ideale Bedingungen für Wintersportler.

Drittwärmster Dezember seit Messbeginn
Mit dem landesweit drittwärmsten Dezember seit Messbeginn hat die Schweiz einen extrem milden Winterbeginn erlebt. Einzelne Föhntäler der Alpennordseite registrierten gar den mildesten Dezember seit Messbeginn im Jahr 1864.

Regional stiegen die Föhnstunden auf den zweithöchsten Dezemberwert seit Beginn der automatischen Messungen im Jahr 1981, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) am Montag mitteilte. Auf der Alpensüdseite war es gebietsweise der niederschlagsreichste Dezember der letzten 50 Jahre.

2,5 Grad wärmer als vor 150 Jahren

Der Dezember ist seit der vorindustriellen Periode 1871 bis 1900 im landesweiten Mittel um 2,2 Grad Celsius wärmer geworden. Auf der Alpennordseite unterhalb von 1000 Meter beträgt die Erwärmung 2,5 Grad. Die Dezembertemperatur stieg von -1,2 Grad auf +1,3 Grad an.

In den Niederungen der Alpensüdseite sind Dezembermonate unter 0 Grad extrem selten und seit über 100 Jahren kein Thema mehr. In Lugano lag der vorindustrielle Dezemberdurchschnitt bei +2,6 Grad, heute liegt er bei +4,5 Grad. Die Erwärmung erreicht hier knapp 2 Grad.

Im Flachland kühler als in den Bergen

Heute Montag ist es besonderes Wetter-Phänomen zu beobachten: Die Meteorologen sprechen von einer Temperaturinversion: In der Höhe ist es milder als im Flachland.

Frost und Sonne zum Ende des Jahres

Im Durchschnitt herrschen im Dezember in der Schweiz Temperaturen um den Gefrierpunkt. Passend zur Jahreszeit gibt es hierzulande meistens zwischen minus 2 und plus 3 Grad. Nicht so in diesem Jahr: Die Temperaturen weichen bis zu vier Grad von den Durchschnittswerten ab, wie Messungen von MeteoNews zeigen:

Kalter Wochenstart

Die Folge: Schnee war diese Weihnachten im Flachland Fehlanzeige. Generell war es in diesem Winter bislang eindeutig zu warm. Das ändert sich in den kommenden Tagen aber.

Während es am Samstag in der Region noch Höchstwerte von 5,7 Grad gab, ist das Thermometer am Sonntag auf 2 Grad gefallen. Über Nacht herrschte Frost bei Minustemperaturen. Der eine oder andere Frühaufsteher musste am Sonntagmorgen also wohl etwas die Autoscheibe kratzen.

(Screenshot: MeteoSchweiz)

Kalt bleibt es auch zu Wochenbeginn. In der Nacht auf Montag wird es rund minus 4 Grad kalt, am Montag wird es dann höchstens 3 Grad. Der Dienstag sieht in etwa gleich aus, es bleibt kühl und wird neblig. Auch in der Silvesternacht hält sich der Nebel über Basel, was die Sicht aufs Feuerwerk aber hoffentlich nicht entscheidend beeinträchtigen wird. Es kühlt wieder herunter auf knapp unter null Grad.

(Screenshot: MeteoSchweiz)

Am Neujahrstag gibt es wiederum Höchstwerte von rund 4 Grad und es bleibt wolkig-grau. Die gute Nachricht in diesen Tagen ist: Es dürfte stets trocken bleiben und die Sonne zeigt sich immer wieder.

Grüne Welle erfasst auch Weihnachten - Schnee nur in Alpentälern

Weisse Weihnachten waren auch in diesem Jahr für viele nur ein Wunsch. Schon eher kamen Frühlingsgefühle auf. Die Schweiz präsentiert sich zum Jahresende 2019 nämlich weitgehend grün. Im Tessin sorgte Nordföhn sogar für fast 17 Grad – so etwa in Lugano.

Die Weihnachtstage waren meist grau und grün. Oft war es stark bewölkt, und an Heiligabend und am Weihnachtstag gab es immer wieder Schauer, wie SRF Meteo am Donnerstag meldete. Schnee fiel vor allem im Goms im Oberwallis und auf den Bündner Bergen.

In der Zeit vom 23. Dezember bis am 26. Dezember gab es im Osten bis zu 50 Zentimeter Neuschnee. In den Berner Alpen und im Wallis waren es 10 bis 20 Zentimeter. Abgesehen von etwas Schnee am 24. Dezember im Rhonetal und in der Surselva blieb es im Mittelland grün.

Wie schon an den Tagen zuvor gab es an Heiligabend und am Weihnachtstag auf den Bergen Orkanböen. Der Spitzenwert wurde mit 177 Kilometern pro Stunde an Heiligabend auf dem Jungfraujoch gemessen, gefolgt vom Gornergrat mit 158 Kilometern pro Stunde. Zum Teil mischte es Windböen bis in die Alpentäler hinunter.

Windböen bis zu 75 km/h an Weihnachten

Der Wochenstart bringt wettertechnisch nichts Neues: Es bleibt weiterhin nass und relativ mild bei sieben bis acht Grad Celsius. Schnee gibt es laut SRF Meteo oberhalb von 800 bis 1100 Metern.

(Screenshot: SRF Meteo)

In der Nacht auf Montag gab es heftige Windböen, die bis Mittwoch Mittag anhalten sollen. In der Region Basel sind Böen von 50 bis zu 75 km/h zu erwarten, an exponierten Stellen kann der Wind gar mit 100 km/h durchfegen. An Heiligabend ist also von weihnachtlichen Waldspaziergängen abzuraten. Wälder und Waldränder sollten wegen der Gefahr von abbrechenden Ästen gemieden werden. Unbefestigte oder ungenügend befestigte Gegenstände können umstürzen.

(Screenshot: SRF Meteo)

Sonne am ersten Weihnachtstag

Eine Auflockerung bringt der Mittwoch mit sich: Am ersten Weihnachtstag zeigt sich die Sonne, durchzogen von einigen Wolken. Zudem soll es in Basel weitgehend trocken bleiben bei acht bis neun Grad Celsius.

(Screenshot: SRF Meteo)
Frankreich und Italien kämpfen mit Unwettern

Wieder Hochwasser in Venedig: Weite Teile des historischen Zentrums der Lagunenstadt standen am Montagvormittag unter Wasser. Nach dem Durchzug des Wintersturms «Fabien» sind auch in Südfrankreich weiter Tausende Haushalte ohne Strom.

Der Pegel in Venedig erreichte nach offiziellen Angaben einen Höchststand von 144 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel. Er blieb damit leicht niedriger als befürchtet. Über mögliche Schäden war zunächst noch nichts bekannt.

Venedig versinkt im Hochwasser

Die italienische Weltkulturerbestadt leidet noch immer unter den Folgen des aussergewöhnlichen Hochwassers vom vorigen Monat. Am 12. November war der Pegel auf 187 Zentimeter gestiegen, den höchsten Stand seit 33 Jahren. Der Markusdom wurde seinerzeit überflutet und vom salzigen Wasser beschädigt. Die Hoteliers beklagten einen nie da gewesenen Rückgang der Buchungen.

Ein Hochwasser gilt in Venedig ab einem Stand von 140 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel als aussergewöhnlich. Nicht jeder erhöhte Wasserstand bedeutet für Einwohner und Besucher gleich nasse Füsse. Die ersten Strassen stehen erst von einem Stand von 100 Zentimetern an unter Wasser.

Flughafen geschlossen

Auch in Frankreich bereitet das Wetter weiter Sorgen. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika, wo am Wochenende starke Regenfälle niedergegangen waren, blieb der Flughafen von Ajaccio wegen Überflutung geschlossen, wie die Behörden am Montag berichteten.

Die Luftverkehrsgesellschaft Air Corsica leitete deshalb den Flugvertrieb zum Airport Bastia im Norden der Insel um. Der Fährbetrieb zum Festland lief nach Unterbrechungen wieder an.

«Fabien» hatte am Wochenende in Südwestfrankreich Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern erreicht. Laut einer vorläufigen Bilanz wurde ein Mensch schwer verletzt, drei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Regen und Wärme statt Schnee an Weihnachten

In der Schweiz bleibt es weiter mild und trüb. Der 4. Advent wird nass und es gibt Temperaturen von maximal 9 Grad. Zudem ziehen im Flachland Windböen von bis zu 75 km/h durchs Land.

Die warmen Dezember-Tage bedeuten auch, dass weisse Weihnachten dieses Jahr in Basel eine Traumvorstellung bleiben. Am Dienstag wird es voraussichtlich bis zu 11 Grad warm und es regnet. Auch am Weihnachtstag und am Stephanstag steigt das Thermometer in der Region auf 9 bis 10 Grad. Schnee gibt es an den Feiertagen gemäss den Wetterdiensten meist nur oberhalb von 1000 Metern.

Die Wetterprognose für den 4. Advent und die bevorstehenden Weihnachtstage. (Screenshot: SRF Meteo)

2019 war das fünftwärmste Jahr in der Schweiz seit Messbeginn

Die fünf wärmsten Jahre wurden alle nach dem Jahr 2010 registriert, wie Meteoschweiz am Freitag mitteilte. Neben dem aktuellen Jahr war es 2011, 2014, 2015 sowie 2018 rekordverdächtig warm. Diese fünf extremen Jahre liegen alle 1 Grad oder mehr über den Wärmerekorden vor 1980.

Mit einer landesweiten Jahrestemperatur von 6,5 Grad wird 2019 bis zum Jahresende gemäss aktuellen Berechnungen den fünfthöchsten Wert seit Messbeginn erreichen. Im Tessin und am Genfersee war es laut SRF Meteo sogar das zweitwärmste Jahr. Zehn Monate waren bezogen auf die ganze Schweiz wärmer als die Norm 1981-2010. Nur der Januar und der Mai tanzten mit unterdurchschnittlichen Monatstemperaturen aus der Reihe.

Der Sommer 2019 war landesweit der drittwärmste, der Herbst der sechstwärmste seit Messbeginn. Lange Hitzewellen mit einem täglichen Temperaturmaximum von mindestens 30 Grad sind in der Schweiz häufiger geworden, besonders auf der Alpensüdseite.

Hitzerekorde in den Bergen

Die Hitzewelle von Ende Juni sorgte vor allem auf den Bergen für Rekorde. 15 Stationen verzeichneten absolute Höchsttemperaturen seit der Inbetriebnahme der jeweiligen Station. Herausragend war der Wert auf der Cimetta oberhalb von Locarno TI. 29,7 Grad wurden dort auf 1660 Metern über Meer gemessen. Den Jahreshöchstwert überhaupt verzeichnete Sitten VS mit 38,0 Grad.

Dafür werden Kaltphasen in der Schweiz immer seltener. Den offiziellen Tiefstwert steuerte im Januar La Brévine NE mit minus 28,4 Grad bei. Im Mittelland wurde die Tiefsttemperatur Anfang Februar in Aadorf TG mit minus 10,4 Grad gemessen.

Die Jahrestemperatur 2019 lag in den meisten Gebieten der Schweiz 0,8 bis 1,2 Grad über der Norm 1981-2010. Die Jahresniederschläge erreichten verbreitet 80 bis knapp 100 Prozent dieser Norm. Die Sonnenscheindauer bewegte sich nördlich der Alpen zwischen 110 und 120 Prozent der Norm, im Süden waren es 100 bis 110 Prozent.

Heftiger Föhnsturm in den Alpen mit Windspitzen von über 190 km/h

Der aktuelle Föhnsturm hat am Freitagmittag seinen Höhepunkt erreicht. Auf dem Gütsch oberhalb von Andermatt UR erreichte eine Orkanböe 192 Kilometer pro Stunde (km/h). Auch die Temperaturen kratzten in den Föhngebieten wieder an der 20 Grad-Marke.

Der Föhn wütete auch auf dem Titlis (150 km/h), dem Moléson (148 km/h) und dem Jungfraujoch (146 km/h) heftig, wie SRF Meteo mitteilte. Die stärkste Orkanböe im Flachland wurde in Gersau SZ mit 127 km/h gemessen. Als Orkanwerte gelten Windgeschwindigkeiten von über 117 km/h.

Mit dem Föhn wurde es auch wieder sehr warm. In Giswil OW am Sarnersee stieg das Quecksilber auf 19,7 Grad. Damit wurde der Spitzenwert vom Vortag von 20,4 Grad knapp verfehlt. Sonst herrschten in den Föhngebieten allgemein Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad.

Aussergewöhnlich präsentierte sich die Lage in Bischofszell TG. Am Freitagmorgen erwachten die Menschen bei minus 1,1 Grad. Am Mittag erreichte der Föhn die Gegend und trieb die Temperaturen innerhalb einer Stunde um 14 Grad nach oben. Am frühen Nachmittag war es in Bischofszell 19 Grad warm.

Rekord-Föhnphase noch weit weg

In Altdorf UR bläst der Föhn bereits seit 40 Stunden ohne Unterbruch. Der Rekord ist damit noch lange nicht erreicht. Dieser stammt aus dem Jahr 1993, als die Föhnphase über 138 Stunden anhielt. Auch im November 2016 war die Föhnphase im Urner Reusstal mit 108 Stunden deutlich länger.

Der Spuk dürfte laut den neusten Prognosen am Freitagabend zu Ende gehen. Aus Westen übernimmt eine Kaltfront das Kommando. Von Sonntag bis Heiligabend dürfte es dann zumindest in den Bergen wieder stürmisch werden.

Die Winde beeinträchtigen auch den Verkehr. Mehrere Bahnen stellten aus Sicherheitsgründen vorsorglich ihren Betrieb ein. In der Westschweiz etwa verkehrten zwischen Aigle VD und Monthey VS keine Züge.

Für die Südschweiz sind neben dem starken Wind auch ergiebige Niederschläge vorhergesagt. In den Regionen Simplon, Tessin, Misox und Bergell könnten von Freitag bis Samstag 60 bis 120 Millimeter Regen fallen, so viel Wasser wie normalerweise im ganzen Monat Dezember fällt. (sda)

Orkanböen in den Bergen

Der Föhn hat in der Nacht auf Freitag an Stärke zugelegt und in den Schweizer Bergen für erste Orkanböen gesorgt. Auch im Flachland blies es in den frühen Morgenstunden kräftig. Seinen Höhepunkt erreicht der Föhnsturm laut Meteorologen zum Mittag.

Die stärkste Windböe in den Bergen vor fünf Uhr wurde in Les Diablerets VD mit 126 Kilometern pro Stunde gemessen, wie die Wetterdienste SRF-Meteo und MeteoNews mitteilten. Auch in den Niederungen kam es zu starkem Wind. In Gersau SZ blies es den Angaben zufolge mit Tempo 114.

Die Winde beeinträchtigen auch den Verkehr. Mehrere Bahnen stellten aus Sicherheitsgründen vorsorglich ihren Betrieb ein. In der Westschweiz etwa verkehrten zwischen Aigle VD und Monthey VS keine Züge.

Bis am frühen Nachmittag erwarten die Meteorologen Windspitzen von bis zu 130 km/h, auf den Alpengipfeln gar bis zu 170 km/h. Die Wetterexperten empfehlen lose Gegenstände wie insbesondere Weihnachtsdekoration im Freien gut zu befestigen oder zu entfernen. Zudem seien Spaziergänge im Wald aufgrund der Gefahr von herunterfallenden Ästen gefährlich.

Für die Südschweiz sind neben dem starken Wind auch ergiebige Niederschläge vorhergesagt. In den Regionen Simplon, Tessin, Misox und Bergell könnten von Freitag bis Samstag 60 bis 120 Millimeter Regen fallen, so viel Wasser wie normalerweise im ganzen Monat Dezember fällt. (sda)

17 Grad Celsius in Altdorf UR gemessen

In der Nacht auf Donnerstag hat der Föhn für sehr milde Temperaturen gesorgt: In Altdorf im Kanton Uri sind um Mitternacht genau 17 Grad Celsius gemessen worden. Auch anderswo zeigte das Thermometer für eine Dezembernacht sehr hohe Temperaturen an.

So wurde etwa in Sevelen im St. Galler Rheintal 16,1 und in St. Gallen Notkersegg 14,3 Grad Celsius gemessen, wie SRF Meteo am Donnerstagmorgen mitteilte. In Elm im Kanton Graubünden und in Engelberg im Kanton Obwalden lagen die Höchstwerte bei 12,9 Grad Celsius.

Der Föhn erreichte in abgeschwächter Form auch die Höhenzüge des Mittellandes. So wurden auf dem Zürcher Üetliberg 12,8 Grad Celsius gemessen. Im Flachland war es allerdings frisch: Am Flughafen Zürich, der in rund zehn Kilometer Luftlinie Entfernung zum Üetliberg liegt, sanken die Temperaturen auf minus 1,6 Grad.

20 Grad im Bereich des Möglichen 

Der Föhn bleibt noch weiter aktiv – 20 Grad liegen gemäss SRF Meteo im Bereich des Möglichen. Zudem soll der Föhn an Bewegung gewinnen, insbesondere in der kommenden Nacht und am Freitagmorgen. SRF Meteo rechnet mit Maximalböen von 140 bis 170 Kilometer pro Stunde in den Bergen. Auch in den Tälern seien Böen bis zu 130 Kilometer pro Stunde möglich.

Danach soll es bis auf 1000 Meter hinunter schneien: Am Freitagabend soll eine stürmische Kaltfront für eine deutliche Abkühlung sorgen.

Der Föhn sorgt seit bald zwei Monaten immer wieder für Aufsehen. So viele Föhnphasen wie im November und Dezember habe es bisher eher selten gegeben, schreibt SRF Meteo. Grund seien die zahlreichen kräftigen Tiefdruckgebiete über dem nahen Atlantik.

17.12.2019 19:29

Ein Föhnsturm hatte die Schweiz am Dienstag im Griff. In den Alpen wurden Orkanböen gemessen. Die stärksten auf dem Gütsch ob Andermatt mit 167 Kilometern pro Stunde.

Dazu wurden in den Föhntälern rekordverdächtige Temperaturen erreicht, stellenweise konnte sogar die 20-Grad-Marke geknackt und somit ein warmer Tag verzeichnet werden. Dies teilt der Wetter dienst Meteonews mit.

 

Auch in der Region Basel waren die Temperaturen mit Höchstwerten von neun Grad mild. So bleiben die Temperaturen auch die kommenden Tage. Begleitet werden sie von Regen.

Eine winterliche Weihnacht dürfte es voraussichtlich nicht geben.

Über 16 Grad in der Region

Frühlingshafte 16,2 Grad wurden am Sonntag in Pratteln gemessen. «Ganz schön mild für die Jahreszeit», kommentiert SRF Meteo die Temperaturen in der Nordwestschweiz auf Twitter. Und es geht noch mehr: Für nächsten Dienstag seien mit Föhn im Rheintal sogar Werte von 21 Grad möglich.

Winter in weiter Ferne

Der Winter scheint weit weg. Nach den Winterstürmen zeigen sich die Temperaturen beinahe schon frühlingshaft. In der Region werden gute zweistellige Pluswerte erwartet, wie SRF Meteo und MeteoNews twittern. Dazu kann es teilweise noch leicht regnen.

Für die kommende Woche bleibt der Winter ebenfalls in weiter Ferne. Die Temperaturen pendeln sich im zweistelligen Plusbereich ein, wie SRF Meteo prognostiziert. Das Wetter bleibt wechselhaft und vereinzelt fallen regional ein paar Tropfen. Noch frühlingshafter soll es in den Föhntälern werden: Laut meteocentrale.ch seien nächste Woche sogar Temperaturen um 20 Grad möglich.

(Screenshot: srf.ch/meteo)
Sturmtief Veiko wirbelt durch die Schweiz

In der Schweiz blasen am Samstag starke Winde durch die Gegend. Im Flachland muss mit Böen bis 110 Kilometer pro Stunde gerechnet werden. Die Winde sorgten zuweilen für Störungen. So musste etwa in Stans NW der Start des Weihnachtsmarktes verschoben werden.

In den Bergen kann es gemäss Meteoschweiz sogar Sturmböen bis 160 Kilometer pro Stunde geben. Das Sturmtief «Veiko» rüttelt dabei auch an Eingemachtem: So gingen etwa bei der Kantonspolizei Bern zwischen 5.30 Uhr und 10 Uhr rund 20 Unwettermeldungen aus dem ganzen Kanton ein, wie die Kantonspolizei auf Twitter mitteilte, meist wegen umgestürzten Bäumen oder wegen weggewehten Gegenständen.

Auch etwa im Kanton St. Gallen wurden Sturmschäden vermeldet, wenn auch nur geringe. Bis zum Mittag mussten Polizei und Feuerwehr sechs Mal ausrücken, wie die Kantonspolzei St. Gallen mitteilte. Auch hier waren vorwiegend umgestürzte Bäume der Grund. So wurde etwa in Rorschacherberg um 09.50 Uhr ein Baum entwurzelt, der teilweise auf ein vorbeifahrendes Auto stürzte. Der 70-jährige Autofahrer und seine Beifahrerin blieben unverletzt, das Auto wurde beschädigt.

Grosse Unwettergefahr über weite Teile

SRF Meteo gab für die nördliche Hälfte der Schweiz eine Warnung für grosser Unwettergefahr aus. Der Wetterdienst geht davon aus, dass der Südwestwind zwischendurch nachlässt, er aber bis Sonntagvormittag immer wieder stürmisch bläst.

Das Sturmtief wirbelt auch die Skiwelt durcheinander: Wegen «Veiko» wurde der Start des Weltcup-Super G der Frauen in St. Moritz um eineinhalb Stunden nach hinten verschoben worden. Der Slalom der Männer in Val d’Isères in Frankreich wurde ganz abgesagt.

Bereits der Freitagabend wurde von starken Winden begleitet. In Schüpfen im Kanton Bern etwa wurden gemäss Meteonews 98 Kilometer pro Stunde (km/h) gemessen, auf dem Crap Masegn im Graubünden 135 km/h.

Das Sturmtief «Veiko» folgt auf den ersten grossen Schneefall dieses Winters, der auch über weite Teile des Flachlands eine dünne Schneedecke legte. Dieser Schneefall erhöhte die Lawinengefahr in den Bergen. Während sie in den meisten Gebieten erheblich ist, stieg sie im Wallis auf die zweithöchste Gefahrenstufe (gross) an, wie dem Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung zu entnehmen ist.

(sda)

Starke Winde in der Nacht

In der Nacht auf Samstag wurden auf St. Chrischona Windböen mit 107 km/h gemessen. Auch in Aesch wurde Geschwindigkeiten von 95 km/h registriert.

Im Flachland wird es nun auch stürmisch – vor allem am Samstagmorgen. Dabei werden Böen bis 100 km/h erwartet, heisst es bei SRF Meteo auf Twitter.

In Basel kann es im Verlauf vom Samstag weiterhin zu Böen (bis 69 km/h) kommen. Das berichtet Meteoblue. In Basel werden Temperaturen um 11 Grad erwartet. Tagsüber bleibt es bedeckt und regnerisch.

In Solothurn kamen die Autos ins Rutschen

Im Kanton Solothurn haben die prekären Wetterverhältnisse am Freitagmorgen gemäss Angaben der Kantonspolizei zu 14 Unfällen geführt. Personen wurden nicht verletzt.

Zu den Unfälle kam es vor allem in der Region Solothurn, Wasseramt und auf der Autobahn. An der Wangenstrasse in Deitingen baute ein Lastwagenlenker einen Selbstunfall.

Die Strasse musste zur Bergung des Lastwagens zwischen 9 Uhr und 10.30 Uhr gesperrt werden. Der Unfall ereignete sich nahe an den Bahngeleisen. Das führte vorübergehend zu Behinderungen im Bahnverkehr.

13.12.2019 13:59

Am stärksten wehte der Wind bis am Freitagmittag in Les Diablerets VD und auf dem Moléson FR, wo jeweils Böen von 135 km/h gemessen wurden, wie einer Aufstellung auf der Webseite von SRF Meteo zu entnehmen war. Auf La Dôle waren es 130 km/h, auf dem Titlis 119 km/h, auf dem Säntis 118 km/h.

Auch in den Voralpen und im Flachland windete es teilweise kräftig. In Plaffeien FR und Vicques JU wurden Böen von 100 km/h registriert, über 90 km/h waren es in Bière VD, Altdorf UR, Elm GR und Courtelary BE.

142 km/h in Frankreich

Heftige Sturmböen sind über den Südwesten Frankreichs und die Mittelmeerinsel Korsika hinweggezogen. Der Wind erreichte dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 142 Kilometern pro Stunde, wie der französische Wetterdienst Météo-France auf Twitter mitteilte.

An manchen Messstationen wurden demnach neue Höchstwerte gemessen. 16 Départments wurden wegen der Stürme in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. An der Küste im Südwesten des Landes wurde vor Überflutung gewarnt.

Starker Schneefall siorgte für weisse Autobahn-Strassen. (Bild: Keystone)

Neuer Rekord

In der Gemeinde Puycelsi im Département Tarn waren nach Angaben des Wetterdienstes Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Der bisherige Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen von 123 Kilometern pro Stunde, den Sturm «Klaus» im Januar 2009 aufgestellt hatte, sei damit gebrochen, so Météo-France.

In der Gemeinde Millau im Département Aveyron in der Region Okzitanien waren mit 142 Kilometern pro Stunde dem Wetterdienst zufolge die stärksten Böen seit 20 Jahren verzeichnet worden.

Am Freitagmorgen waren rund 220’000 Haushalte im Südwesten wegen der Sturmböen ohne Strom, teilte der Netzbetreiber Enedis mit. In der Nacht war demnach die Stromversorgung für rund 400’000 Kunden unterbrochen gewesen.

13.12.2019 10:15
In der Nacht auf Freitag hat es in mehreren Regionen in der Schweiz geschneit. Das sorgte für Verkehrsbehinderungen und Stau wie auf der Autobahn zwischen Solothurn und Olten. Meteonews warnte vor teils rutschigen Strassen. Tagsüber dürfte die Schneefallgrenze vielerorts auf 700 bis 1000 Meter ansteigen.
Die Autobahn zwischen Olten und Solothurn ist am Freitagmorgen schneebedeckt. (Video: Sda)

Der Schneefall bis in tiefe Lagen hat am Freitagmorgen in der Schweiz zu zahlreichen Unfällen auf den Schweizer Strassen geführt. Die Kantonspolizei Bern zählte seit 5.00 Uhr in der Früh bei winterlichen Verhältnissen rund 40 Verkehrsunfälle.

Die Unfälle seien bisher glimpflich verlaufen. Es habe niemand ins Spital eingeliefert werden müssen, teile die Kantonspolizei Bern weiter mit.  Zudem führten Schneefälle an zahlreichen Orten zu Überlastungen im Strassenverkehr. Im Tessin musste darüber hinaus der Gotthard-Tunnel wegen Gegenständen auf der Fahrbahn in beiden Richtungen vorübergehend gesperrt werden.

Föhnsturm in den Alpen

In einzelnen Regionen sorgen heftige Winde wie schon bei den Jungfraubahnen für einen Unterbruch. Der Betrieb der Luftseilbahn Rotenfluebahn zwischen Rickenbach SZ (Rotenfluebahn) und Rotenflue (Mythenregion) ist eingestellt.

Heftiger Schneefall führte auch im Schienenverkehr zu Problemen. So ist auf der Strecke Montreux Richtung Rochers-de-Naye der Bahnverkehr zwischen Haut-de-Caux und Rochers-de-Naye unterbrochen. Das gilt auch für die Bahnstrecke zwischen Tavannes und Le Noirmont im Jura, wie die SBB mitteilen. Zu Beeinträchtigungen kommt es zwischen Deitingen und Luterbach-Attisholz auf der Strecke Olten – Solothurn wegen eines Polizeieinsatzes.

Im Lauf des Tages dürfte sich die Lage beruhigen. Die Temperatur werden laut Meteoschweiz im Tagesverlauf steigen und dem Schnee in den Niederungen vielerorts den Garaus machen.

Föhnsturm stoppt Bahnverkehr auf das Jungfraujoch
Ein Föhnsturm mit Windgeschwindigkeiten von 60 bis 70 Kilometer pro Stunde hat am Freitagmorgen den Bahnverkehr auf das Jungfraujoch lahmgelegt. Die Dauer des Unterbruchs sei unbestimmt, sagte eine Sprecherin der Jungfraubahnen auf Anfrage.

Kein Skifahren an der Jungfrau: wegen dem Föhnsturm fahren die dortigen Bergbahnen vorerst nicht. (Bild: Screenshot Webcam Jungfraubahnen)

Der Bahnverkehr zwischen Wengen/Grindelwald, Kleine Scheidegg und dem Jungfraujoch ist damit unterbrochen. Erstmals in diesem Winter hat es auch im Flachland bis in die Niederungen geschneit. Sturmtief «Toni» ist definitiv in der Schweiz angekommen.

Unfälle auf Autobahnen

Mehrere Autobahnen sind am Freitagmorgen schneebedeckt. Dies teilt der TCS mit. Besonders zwischen Mühleberg und der Verzweigung Härkingen auf der A1 müssen Verkehrsteilnehmer vorsichtig sein.

Auf der A2 zwischen dem Belchen-Tunnel und der Verzweigung Härkingen hat es ebenfalls Schnee. Die winterlichen Verhältnisse führten zu mehreren Unfällen. Zwischen Aarau-Ost und Mägenwil passierte ein Unfall, der linke Fahrstreifen musste gesperrt werden. Eine Kollision gab es zudem zwischen Luzern und Basel auf der Höhe Dagmersellen.

Tief Toni bringt Sturm und Regen

Tief Toni ist im Anmarsch und bringt in den kommenden Tagen reichlich Wind und Regen. Im Flachland werden Böen von 60 bis 90 km/h erwartet. In erhöhten Lagen gibt es viel Schnee, berichtet Meteo News:

Auch die Region Basel ist von Tief Toni betroffen. SRF-Meteo hat eine Wetterwarnung herausgegeben: Von Freitagmorgen früh bis Sonntagmorgen wird zeitweise ein stürmischer Südwestwind mit Böen von 60 bis 100 km/h, lokal bis zu 110 km/h erwartet.

Gemäss meteoblue beginnt es in der Nacht auf Freitag zu regnen. Tagsüber werden Temperaturen mit einem Höchstwert von bis zu 6 Grad erwartet.

Das Wetter bleibt auch am Wochenende wechselhaft mit Tageshöchstemperaturen von 10 Grad am Samstag und 12 Grad am Sonntag in Basel.

(Screenshot: meteoblue.com)

 

Schnee lokal bis 300 Meter

Wie angekündigt, wurde es am Mittwochnachmittag in der Region wieder nass. Im Baselbiet und im Fricktal schneit es laut dem Wetterdienst MeteoNews sogar.

Ein Blick auf die Webcam in Langenbruck liefert denn auch den Beweis. Für Skispass wird es für dieses Wochenende wohl noch nicht reichen. Doch ein Hauch von Weiss ist deutlich auf der Webcam des Skilifts Obere Wanne zu erkennen.

(Bild: Screenshot)

Schneit es bei Ihnen vor der Tür? Schicken Sie uns Ihr Schneebild und werden Sie Telebasel-Leser-Reporter. Alle Infos hier:

 

Regen folgt auf Sonne

Am Dienstag sorgte ein Zwischenhoch für schönes, sonniges Wetter, wie die Kamera auf dem Bäumlihof Schulhaus zeigt.

Bereits am heutigen Mittwoch wird es wieder regnerisch und kalt. Im Westen besteht sogar die Gefahr auf Glatteis, wie SRF Meteo auf Twitter schreibt.

Wer am Mittwoch unterwegs ist sollte Schirm und Schal nicht zu Hause liegen lassen.

Der Wochenstart wird ungemütlich

Auch der Wochenstart ist ungemütlich: Der Montag ist stürmisch und kalt, bei vier bis acht Grad. SRF Meteo meldet Winde von 60 bis lokal 90 km/h und auf den Bergen gar Orkanböen. In Basel sind Geschwindigkeiten von maximal 66 km/h zu erwarten.

Der Regenschirm sollte unbedingt mitgenommen werden, denn der Tag wird nass. Am Abend wechselt Schnee den Regen ab, zumindest bis auf 700 Meter.

Besserung ist am Dienstag zu erwarten. Nach einer nassen Nacht soll die Sonne, durchzogen von Wolken, bereits am Morgen scheinen. Die Temperaturen bleiben bei vier bis acht Grad.

(Screenshot: SRF Meteo)
Stürmischer und nasser 2. Advent

Die Freude über das mild-ruhige Wetter ist von kurzer Dauer. Für Sonntag sind in der Schweiz Sturmböen angekündigt. Eine Kaltfront bringt windiges Wetter und am Sonntagnachmittag könnte es in der Region auch nass werden. In den Bergen sind Sturmböen von lokal über 100 km/h zu erwarten, wie der Wetterdienst Meteonews berichtet.

Der Sturm erreicht am Montag dann seinen Höhepunkt. Dann kann es laut Meteonews in den Bergen sogar Orkanböen geben. Und auch im Flachland ist ein starker Südwestwind von bis zu 90 km/h angekündigt. Für diverse Kantone, darunter auch für die beiden Basel, wurde deshalb die Warnstufe «Gelb» ausgerufen:

Abkühlen wird es trotz des Sturms am Sonntag nicht. In der Region bleibt es bis zu 12 Grad warm. Am Montag gibt es dann noch knapp 10 Grad.

Wärmere Temperaturen am Wochenende

Das Wochenende gestaltet sich milder, als die vorherigen Tage. Nachdem frostige Temperaturen und Reife die Nordwestschweiz im Griff hatten, gibt es nun eine wärmere Wetterperiode.

In der Region Basel werden am Samstag bis zehn und Sonntags sogar bis zu elf Grad Celsius erwartet. Dies berichtet der Wetterdienst Meteonews. Am Sonntag könnte es zudem leicht regnen.

Ab Montag sinken die Temperaturen wieder. Bis Mitte der Woche erwarten die Wetterdienste Höchsttemperaturen von fünf Grad Celsius in Basel und Umgebung.

Wie das Wetter zu Weihnachten wird, lässt sich derweil noch nicht sagen. Fest steht aber: am Dienstag sinkt die Schneefallgrenze deutlich, wie SRF Meteo berichtet.

Das lässt zumindest auf weisse Weihnachten hoffen. Ein grösserer Kälteeinbruch ist derzeit aber nicht in Sicht, wie Meteorologen berichten. Damit stehen die Chancen – trotz Hoffnungsschimmer – noch klein, dass zu den Feiertagen Schnee liegt.

Das letzte Mal gab es im Jahr 2010 weisse Weihnachten.

Die bisher kälteste Winternacht brachte -4,4 Grad

Frostiges Wetter in Basel und der ganzen Region: die Nacht auf Dienstag war die bisher kälteste in diesem Winter. -4,4 Grad Celsius wurden in Basel gemessen. In Oberwil waren es -4,1 Grad und in Binnigen -3,9 Grad.

Am kältesten war es in Samedan im Kanton Graubünden und auf der Glattalp im Kanton Schwyz. Dort wurden Werte von -20 Grad verzeichnet. Dies teilen die Wetterdienste SRF Meteo sowie Metenews mit.

Es bleibt kalt

Der Winter ist damit pünktlich zur Adventszeit in Basel angekommen. Auch durch den Tag bleibt es in der Region mit maximal fünf Grad Celsius frisch.

Noch ein bisschen kühler wird es indes in den kommenden Tagen: dann bewegen sich die Temperaturen tagsüber zwischen -3 und zwei Grad Celsius. Einen Hauch wärmer dürfte sich das Wochenende gestalten: Über acht Grad Celsius wird das Thermometer aber nicht klettern.

Trotz kalter Temperaturen lässt der erste Schnee im Advent noch auf sich warten. Mindestens bis Sonntag bleibt es trocken in der Region Basel.

 

2010 bis 2019 war wohl heissestes Jahrzehnt der Geschichte

Die Jahre 2010 bis 2019 gehen nach Einschätzung der Uno wohl als das heisseste Jahrzehnt in die Geschichte ein. Dies teilte die Uno am Dienstag bei der Weltklimakonferenz in Madrid mit.

Das zurückliegende Jahrzehnt sei von «ausserordentlicher Hitze, Gletscherschmelze und einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels» geprägt gewesen, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Allein im Jahr 2019 habe die Temperatur um 1,1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau gelegen, erklärte die WMO. Die Organisation verwies auf zahlreiche Waldbrände, Hitzeperiode und Wirbelstürme. 2019 zählt demnach voraussichtlich zu den drei heissesten Jahren seit 1850 – dem Beginn der systematischen Temperaturauswertungen.

Die zweiwöchige Weltklimakonferenz war am Montag in Madrid mit Appellen zum raschen Umsteuern in der Klimapolitik eröffnet worden. Die Menschheit müsse wählen zwischen dem Weg der «Hoffnung» und dem der «Kapitulation» beim Klimaschutz, sagte Uno-Generalsekretär António Guterres vor Vertretern aus fast 200 Ländern.

Sechstwärmster Herbst und Rekordschnee

Während das Novemberwetter auf der Alpennordseite unspektakulär verlief, fielen auf der Alpensüdseite regional Rekordschneesummen. Die anhaltend wolkenverhangene Witterung mündete zudem in eine extreme Sonnenarmut. Die Alpensüdseite registrierte einen der sonnenärmsten Monate seit Messbeginn. Mit dem leicht zu milden November endete der sechstwärmste Herbst seit Messbeginn 1864.

Überdurchschnittlich viel Niederschlag im Süden

Über einen Meter Neuschnee südlich der Alpen

Südlich der Alpen gab es laut SRF Meteo über einen Meter Neuschnee:

Orkanböen in der Nacht

Ein heftiger Föhnsturm hat sich in der Nacht auf Samstag in der Schweiz bemerkbar gemacht. Nicht nur in den Bergen sondern auch in Alpentälern wurden dabei Orkanböen gemessen. Zudem herrschten in den Föhntälern teils milde Temperaturen.

Auf dem Gütsch ob Andermatt UR erreichten die Böen Spitzen von 147 Kilometern pro Stunde, wie SRF Meteo am Samstagmorgen mitteilte. Aber auch in tieferen Lagen blies es zünftig. In Les Diablerets VD erreichten die Böen Tempo 134 und in Meiringen BE 126.

Meteorologen warnten für den Verlauf des Morgens vor weiteren Sturmwinden. Im Berner Haslital und im Urner Reusstal könnten die Winde demnach Spitzen von bis zu 130 Kilometern pro Stunden erreichen.

Wegen des Sturms und zugleich starker Schneefälle herrscht im südlichen Wallis, im Nordtessin sowie in der Gotthard-Region grosse Lawinengefahr. Es gilt die Gefahren-Stufe 4 von 5, wie das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) mitteilte.

Neben den hohen Windstärken gab es in den Föhntälern in der Nacht auch milde Temperaturen. Im Glarnerland war es kurz nach 4 Uhr teils über 17 Grad warm. Auch auf dem Uetliberg ZH oder der Lägern AG war es rund zehn Grad wärmer als im Tal.

Normalerweise ist die Temperatur in der Höhe tiefer als in Bodennähe. Dreht sich die Temperaturverteilung um, sprechen die Meteorologen von einer sogenannten Inversion. Diese ist typisch für Nebelwetter. Dabei liegt am Boden die schwere kalte Luft. Weil die warme, trockene Luft zu leicht ist, kann sie sich nicht unter die kalte Nebelluft mischen. (sda)

Wetter-Kapriolen am Wochenende

Die Meteorologen sagen für das Wochenende turbulentes Wetter voraus: Föhnsturm, Schneefall und viel Regen. «Bis Sonntagmorgen liegen insbesondere im Simplongebiet und im Nordtessin bis über 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter drin, was mehr als 1 Meter Neuschnee entspricht und entsprechend die Lawinengefahr wieder erhöht», heisst es in einer Mitteilung.

Wer also einen Ausflug in die Berge plant, der muss mit stürmischen Winden und zum Teil starken Schneefällen rechnen.

In der Region Basel ist das Wetter ruhiger – aber ziemlich durchzogen, wie Meteo Blue voraussagt.

Anhaltender Unwetter-Alarm in Italien

Während sich die Lage in Venedig allmählich beruhigt, herrscht in anderen Teilen Italiens immer noch Unwetter-Alarm. Vor allem in den Regionen Emilia-Romagna um Bologna und in der Toskana war die Lage angespannt. Der Zivilschutz warnte vor weiteren Überschwemmungen.

In Südtirol hatten heftige Schneefälle am Sonntag Chaos angerichtet. Der Höhepunkt der Niederschläge sei erreicht, die Lage solle sich im Laufe der Nacht beruhigen, twitterte Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Im Grossteil Südtirols sei in den letzten 24 Stunden zwischen 50 und 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert worden. Später am Montag sollte es wieder regnen oder schneien.

Österreich kämpft gegen Hochwasser und abrutschende Hänge

Im Westen und Süden Österreichs wächst aufgrund der starken Regen- und Schneefälle die Sorge vor gefährlichen Hangrutschen auch in Wohngebieten. Die Gemeinde Stadl an der Mur im Bundesland Steiermark wurde am Sonntagabend zum Katastrophengebiet erklärt.

Unter anderem sind in Kärnten das Lesachtal, das Mölltal und die Gemeinde Heiligenblut von der Aussenwelt abgeschnitten. Wie die «Kleine Zeitung» in der Nacht zu Montag berichtete, wurden die Einwohner aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Mehrere Gebäude wurden evakuiert.

In Osttirol sollten die Schulen am Montag wegen der höchsten Lawinen- und Wetterwarnstufe geschlossen bleiben.

Historischer Hochwasser-Wert

In Kärnten traten darüber hinaus mehrere Seen über die Ufer. Der bei Villach gelegene Faaker See führte am späten Sonntagabend ein Hochwasser, wie es statistisch nur alle 100 Jahre vorkommt. Seit der Nacht auf Samstag war der Pegel um rund 40 Zentimeter auf nun 140 Zentimeter angestiegen, wie online abrufbare Messdaten zeigten.

In Lavamünd wird die Spitze des Hochwassers erst am Montagmorgen erwartet. Dort wurde ein mobiler Hochwasserschutz errichtet, der Ortskern ist gesperrt.

Zwei Menschen aus Schlamm gerettet

In der Gemeinde Bad Gastein im Bundesland Salzburg ging in der Nacht zu Montag eine Schlammlawine auf zwei Wohnhäuser nieder, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. Zwei Menschen konnten gerettet werden.

Starkregen und Schnee hatten in Österreich am Wochenende zu zahlreichen Muren- und Lawinenabgängen sowie zu Stromausfällen geführt. Aus Sicherheitsgründen mussten zahlreiche Strassen gesperrt werden.

In der Nacht zu Montag sollten Regen und Schneefall langsam nachlassen, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik mitteilte. In der Nacht auf Dienstag und am Dienstag selbst könne es in Osttirol und Oberkärnten dann stellenweise wieder kräftig regnen und schneien. Die Niederschlagsmengen sollten dann nicht mehr so gross sein, doch die Lage bleibe angespannt.

Lawine rollt mitten durch Südtiroler Dorf

Der Schnee hat auch seine Schattenseiten, zum Beispiel Lawinen. Zwei solche sind am Sonntagmorgen in der Südtiroler Gemeinde Martell niedergegangen, wie Rai Südtirol berichtet. Eine Lawine rollte mitten durchs Dorf. Das Video eines Einwohners zeigt, wie sich die gewaltigen Schneemassen durch den Dorfkern schieben und alles mitnehmen, was nicht absolut niet- und nagelfest ist.

(Video: Christian Gurschler/Facebook)

Laut der «Tiroler Tageszeitung» ist Martell aktuell von der Umwelt abgeschnitten. Ein Haus musste offenbar evakuiert werden. Verletzt wurde aber niemand.

Lawinengefahr in der Schweiz gross

Auch in der Schweiz ist die Lawinengefahr wegen der grossen Neuschneemenge gross. Vor allem in der Südostschweiz könnten spontane Lawinen abgehen.

Erster Schnee im Baselbiet

Im Baselbiet ist es bereits weiss! Auf dem Hausberg Wasserfallen ist der erste Schnee gefallen, wie Webcam-Bilder der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen in rund 930 Metern Höhe zeigen.

(Screenshot: Webcam Wasserfallenbahn)

Auch aus Hochwald im Kanton Solothurn auf 620 Metern Höhe kommt ein erstes Foto einer verschneiten Wiese.

(Bild: Leser-Reporter)

Und die Baselbieter Polizei vermeldet in den Sozialen Medien ebenfalls den ersten Schnee:

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Auch im Baselbiet hält der Winter Einzug ❄️ E guete Sunntig wünsche mir euch!

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Rekord-Schneemenge im November gemessen

In den Bündner Bergen schneit es weiter kräftig. Im Val Müstair liegen aktuell 71 Zentimeter Schnee – das ist Rekord, wie SRF Meteo am Sonntag mitteilt.

Am Sonntag wird die Schneefallgrenze gemäss dem Wetterdienst auf 400 Meter sinken. Somit dürfte es auch in der Region Basel am einen oder anderen Ort etwas weiss werden.

Schnee ja oder nein?
Italientief bringt am Sonntag Schnee und Regen

In den Bergen hat der Winter bereits Einzug gehalten. Aber wird es jetzt auch in der Region weiss. Wie «MeteoNews» in einer Mitteilung schreibt, bringt ein Tief über Italien feuchte und kalte Luft in die Schweiz. Schnee könnte sogar bis ins Flachland fallen. Richtig winterlich werde es aber vor allem oberhalb von 600 bis 800 Meter.

Dazu wird es in der Region auch so richtig kalt. Das Quecksilber fällt am Sonntag fast bis auf 0 Grad.

(Screenshot: meteoblue) 

200 Personen mussten auf der Kleinen Scheidegg übernachten

Wegen eines heftigen Sturms mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h haben rund 200 Personen die Nacht auf Freitag im Bergrestaurant auf der Kleinen Scheidegg im Berner Oberland verbringen müssen. Verletzt wurde niemand. Die Touristen wurden am Fritagvormittag entweder per Helikopter ausgeflogen oder per Sesselbahn und anschliessend per Auto nach Grindelwald gebracht. Die Aktion dauerte rund zwei Stunden, wie die Jungfraubahnen am frühen Freitagnachmittag mitteilten.

Der Sturm fällte Bäume und sorgte für Schneeverwehungen, wie die Jungfraubahnen am Freitagmorgen mitteilten. Wegen des Sturms und einer technischen Störung auf der Höhe der Station Eigergletscher wurde der Bahnbetrieb eingestellt.

Touristen mussten auf Bänken übernachten

Rund 200 Touristen und Angestellte mussten die Nacht im Bergrestaurant auf der Kleinen Scheidegg verbringen. Im Bergrestaurant gibt es Zimmer, in denen die Leute einquartiert werden konnten.

Einige mussten aber auf Bänken übernachten, wie Kathrin Nägeli, Sprecherin der Jungfraubahnen am Freitagmorgen auf Anfrage sagte. Die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet gewesen. Den Leuten gehe es gut.

Bahnstrecken bis Mittag unterbrochen

Die Betroffenen wurden von Mitarbeitenden der Jungfraubahnen betreut und konnten im Restaurant verpflegt werden. Am Freitagmorgen lief laut Nägeli der Rücktransport der 200 Personen ins Tal an.

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm sind im Gang. Die Bahnstrecken ab Lauterbrunnen und Grindelwald auf die Kleine Scheidegg sowie die Strecke nach Mürren sind bis mindestens am Mittag unterbrochen. Zum Ausmass der Schäden konnte Nägeli am Freitagmorgen noch keine Angaben machen.

Die Kleine Scheidegg liegt auf gut 2000 Metern über Meer und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Sie liegt auf dem Weg zum Jungfraujoch.

Bauarbeiter unter Gegenstand eingeklemmt

Eine Windböe erfasste am Donnerstagnachmittag auf einer Baustelle in Cazis GR ein Schalungselement und liess dieses umkippen. Ein 31-jähriger Bauarbeiter aus Eritrea wurde von dem über 250 Kilogramm schweren Element getroffen und eingeklemmt. Ein Ambulanzteam versorgte ihn medizinisch und überführte ihn ins Spital nach Thusis, wie die Kantonspoilizei Graubünden am Freitag mitteilte. (sda)

Der Winter ist da – in den Bergen

Fans der vierten Jahreszeit kommen in diesen Tagen in den Genuss von viel Schnee. Auch wenn sie dafür in die Berge fahren müssen. Dort hat es in der Nacht auf Freitag bis zu einem halben Meter Neuschnee gegeben. Geschneit hat es vor allem im Kanton Graubünden, im Wallis und im Tessin. Im Tessin sank die Schneefallgrenze regional bis in tiefe Lagen. Am Morgen bot sich den Bergregionen dieses Bild:

Die verschneite Nacht war in gewissen Regionen auch von starken Windböen begleitet. In den Föhntälern gab es Böen von über 100 km/h. In den stürmte ein Föhnorkan von über 150 Stundenkilometern. Und auf dem Jungfraujoch wurden gar 160 km/h gemessen.

Für die Berggebiete bedeutet der starke Schneefall auch erhöhte Lawinengefahr. Besonders im Süden und Südosten ist sie aktuell hoch, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos berichtet.

(Screenshot: slf.ch)

Dichter Nebel über der Nordwestschweiz

Auch am Sonntagmorgen war unser Leser-Reporter Franz Schweizer wieder unterwegs und hat herrliche Bilder geschossen. Pünktlich zum Sonnenaufgang legte sich der 77-Jährige auf die Lauer und wurde mehr als belohnt. Wie im Märchen präsentiert sich die Baselbieter Natur; Sonnenstrahlen durchdringen die dicken, grauen Nebelschwaden.

 

Der Winter tapst auf leisen Sohlen in die Regionen

Früh am Freitagmorgen machte sich der Bretzwiler Franz Schweizer auf, um den ersten Schnee auf dem Passwang zu bestaunen: «Ich bin mit meiner Kamera losgezogen, weil ich vermutet hatte, dass es da oben schon weiss ist.» Und der 77-Jährige wurde nicht enttäuscht: Wie feiner Puderzucker legten sich die ersten Flöckchen über die Bäume und Sträucher.

Für sein fotografisches Talent erlangte der Baselbieter Schweizer in der Region schon einiges an Aufmerksamkeit. So sind seine Fotos ab und an im SRF Meteo zu sehen. Für Telebasel fing er am Freitagmorgen dann die ersten Schneebilder der Region ein.

«Ich bin gerne im Schnee unterwegs»

Ob ihm nicht kalt war da oben? Der Bergkamm Passwang erhebt sich schliesslich bis über 1000 Meter über den Boden. «Nein, ich habe mich warm angezogen» erklärt er. Und überhaupt ist er gerne im Schnee unterwegs. Wie schön, dass auch wir davon profitieren können.

Haben Sie den Wintereinzug auch mit Handy oder Kamera festgehalten? Schicken Sie es uns gerne.

 

Oben weiss unten grau

Der Herbst hat die Schweiz fest im Griff – und am Wochenende fallen die Temperaturen weiter. Bereits am Freitag fällt in den höheren Lagen Neuschnee. In der Region gibt es Regen und das Thermometer bleibt im einstelligen Bereich. Die Temperaturen steigen nicht über 9 Grad.

Ein Tiefdruckgebiet bringt den Niederschlag und die Kälte in die Schweiz, wie MeteoNews erklärt. Schnee wird es am Freitag und am Wochenende vor allem auf der Alpensüdseite und in der Ostschweiz geben. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei 800 bis 1000 Metern.

Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee

Im Laufe des Freitags fällt dann bis in die tieferen Lagen Schnee, beispielsweise in Graubünden und im Tessin. In der Nacht auf Samstag wird die Schneefallgrenze bis auf 500 bis 800 Meter sinken. Bis am Samstagmorgen werden im Wallis, der Gotthardregion, in der Surselva und am Alpensüdhang oberhalb von 1000 bis 1200 Metern 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee fallen. Lokal sind auch noch grössere Mengen möglich.

Die Freude ist vorerst aber den Skigebieten und Wintersportlern vorbehalten. Im Flachland wird es noch keinen Schnee geben.

In Basel wird das Wochenende trüb und nass, die Sonne wird sich nur vereinzelt zeigen. Am Samstag liegt der Temperatur-Höchstwert bei 9 Grad, am Sonntag kühlt es auf 7 Grad ab.

(Screenshots: MeteoSchweiz)

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