Die leeren Bahnhöfe sind Geschichte: Der Streik in Frankreich ist zu Ende. (Bild: Keystone)
Basel

Französische Bahn fährt nach Streiks wieder fast normal

Nach wochenlangen Streiks in Frankreich scheint die Ruhe in den französischen Zugverkehr zurückzukehren. Am Montag stellte sich die Normalität wieder ein.

Nach wochenlangen Dauerstreiks gegen die Rentenreform hat sich der Bahnverkehr in Frankreich wieder weitgehend normalisiert. Am Montag fuhren die Züge der meisten Metrolinien in Paris wieder in normaler Taktung und den ganzen Tag über.

Auf einigen Linien gab es aber noch Störungen, auch am Pariser Ostbahnhof hielten immer noch keine Metros. Auch die Vorstadtzüge fahren wieder regelmässig – für Pendler eine grosse Erleichterung. Am Wochenende hatte eine wichtige Lokführergewerkschaft der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP angekündigt, vorerst eine Streikpause einzulegen.

Billigtickets bis Ostern

Die Staatsbahn SNCF will unterdessen mit Billigtickets Kunden zurückgewinnen. Ab Donnerstag sollen eine Woche lang Fahrkarten für rund 35 Euro für Reisen bis Ostern verkauft werden, kündigte die SNCF an. Auch im Fernverkehr hat sich die Situation mittlerweile stabilisiert, TGV-Schnellzüge fuhren am Montag normal. Lediglich bei Regionalbahnen kam es noch zu vereinzelten Störungen.

Vergangene Woche hatte die SNCF bekanntgeben, dass sie der Streik bisher knapp eine Milliarde Euro gekostet habe. Besonders über Weihnachten war die Situation schlimm: Nur ein Bruchteil der Züge fuhr, es herrschte Chaos.

Werbung für Frankreich

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schwor die Franzosen unterdessen erneut auf die Notwendigkeit von Reformen ein. «Gute Nachrichten kommen nicht einfach von allein. Es gibt sie, weil unser Land sich reformiert, sich bewegt», sagte er am Montagmittag vor Mitarbeitern einer Firma in Dunkerque.

Der Präsident versammelte am Montag rund 180 internationale Unternehmenschefs in Versailles, um für Frankreich als Wirtschaftsstandort zu werben.

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