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Der Telebasel Sport Beitrag vom 20. Januar 2020.
Basel

Das rotblaue «Casting» geht weiter

Der FC Basel zeigt im letzten Testspiel gegen den Hamburger SV alte Schwächen. Nur eine Momentaufnahme? Oder ein Problem im Hinblick auf den Rückrundenstart?

So plump es klingt: Es herrscht Ruhe vor dem Sturm beim FC Basel. Ruhe nach dem Test gegen den Hamburger SV. Ruhe vor dem Rückrundenstart gegen YB in einer Woche. Auch wenn das Team die gewünschte Leistung in dieser «Generalprobe» nicht abrufen konnte.

Am Ende nur ein Testspiel

Der Sturm, der wartet noch auf Rotblau. Gegen die Berner Young wird eine andere Einstellung, ein anderer Auftritt nötig sein. Eine solche Leistung wie im finalen Testspiel gegen die Hamburger, wird im Wankdorf kaum für Zählbares reichen. Das weiss nicht nur jeder Fan. Sondern insbesondere auch jeder Spieler bei Rotblau. Jetzt einen Vergleich ziehen zu wollen zum Rückrundenstart, oder gar Vorzeichen zu deuten, ist kaum möglich. Am Ende des Tages war es nur ein Testspiel.

Dennoch: Einige Baustellen wurden deutlich offenbart. Alte Baustellen. Alte Schwächen. Und diese waren bereits im Vorfeld klar. Sogar schon vor der Winterpause. Die Einstellung und Aggressivität des Teams nun mal aussen vor gelassen. Die Absenzen von Eray Cömert, Taulant Xhaka oder Arthur Cabral wiegen schwer. Und sind kaum kompensierbar für Rotblau – auch nicht in einem einzelnen Spiel.

Edon Zhegrova einziger Lichtschimmer

Das «Casting» im defensiven Mittelfeld – es ist auch nach dem Test gegen den HSV nicht abgeschlossen. Neuzugang Jasper van der Werff scheint die logische Variante. Jedoch stimmte die Kommunikation und die Abstimmung mit seinen Mitstreitern noch über weite Strecken  nicht. Gnadenlos wurden die Basler Löcher im Mittelfeld bei schnellen Gegenstössen offenbart. Zaubern kann der «umfunktionierte» Verteidiger dann auch nicht.

Und auch im Angriff mangelt es dem FCB an Alternativen. Während Edon Zhegrova – wie so oft in der jüngsten Vergangenheit – zum Alleinunterhalter auf dem Flügel verkommt. So behebig und unglücklich wird Kemal Ademi in seinen Aktionen – wenn er denn mal welche hat. Der Stürmer wirkt ungefährlich. Und das in praktisch jeder Szene. Es macht den FCB in der Offensive berechenbar. Besonders wenn die kreativen Momente fehlen.

Eine Frage der Einstellung

Aber – und das muss man hervorheben: Marcel Koller hat noch Alternativen. Auf allen Positionen. Und er hat auch noch eine Woche Zeit die nötigen Schrauben anzuziehen. Einstellungstechnisch ist die Partie gegen YB nicht vergleichbar mit den Testspielen in dieser Vorbereitung. Und die Einstellung wird am Ende – trotz diverser Absenzen – den Unterschied ausmachen.

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