Häftlinge eines Gefängnisses in Paraguay gruben einen Tunnel und flüchteten so. (Symbolbild: Unsplash/Paolo Chiabrando)
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75 Häftlinge türmen aus Gefängnis in Paraguay

Bei einem Massenausbruch flohen 75 Häftlinge aus der Haftanstalt von Pedro Juan Caballero in Paraguay. Die Gefangenen hatten einen Tunnel gegraben.

75 Häftlinge flohen aus der Haftanstalt von Pedro Juan Caballero an der Grenze zu Brasilien durch einen Tunnel. Das teilte die Staatsanwaltschaft von Paraguay am Sonntag mit. Bei den meisten der Geflohenen handelt es sich laut einem Bericht der Zeitung «ABC Color» um Angehörige des mächtigen brasilianischen Verbrechersyndikats Primer Comando da Capital (PCC).

Viele brasilianische Gangs sind in Paraguay aktiv. Das Land gilt als einer der grössten Marihuana-Produzenten Lateinamerikas. Die Droge wird grösstenteils in die Nachbarländer Brasilien, Uruguay und Argentinien geschmuggelt.

«Es gab ein korruptes Netzwerk»

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein, um zu klären, wie es zu der spektakulären Massenflucht kommen konnte. «Zuerst kümmern wir uns darum, die Geflohenen wieder festzunehmen und dann kümmern wir uns um die Verantwortlichen für diesen Ausbruch», sagte Generalstaatsanwältin Sandra Quiñónez.

«Wir werden sofort Ermittlungen einleiten, denn es gab ein korruptes Netzwerk, das diese Flucht ermöglicht hat. Es kann nicht sein, dass jemand in deinem Haus einen Tunnel gräbt und du nichts mitbekommst», sagte Quiñónez.

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