Spielt er oder sitzt er? Der FCB will Klarheit darüber, ob er im Spiel gegen YB auf seinen Captain Valentin Stocker zählen kann. (Bild: Keystone)
Basel

FCB nervt sich wegen Stocker-Sperre

Der FC Basel wird in der Causa Stocker ungeduldig: Noch immer ist nicht entschieden, ob der FCB-Captain im Spitzenspiel gegen YB von Ende Januar gesperrt ist.

Es war ein kurzer Moment, in dem Valentin Stocker die Nerven verlor. Nach Abpfiff des Auswärtsspiels in Genf gegen Servette ging der FCB-Captain den Schiedsrichter an, schubste ihn und machte eine sarkastische Bemerkung. Stocker war verärgert über die Leistung des Spielleiters – und wohl auch über seine eigene und jene seiner Mannschaft. Basel kassierte eine 0:2-Pleite.

Umso wichtiger ist für Rotblau nun das Spiel gleich zum Rückrundenauftakt gegen Leader YB. Der FCB muss am 26. Januar in Bern punkten, um im Titelrennen den Anschluss zu halten. Am liebsten mit Stocker. Doch ob der mittun kann, ist ungewiss. Vier Spielsperren wurden gegen den Captain ausgesprochen, der FCB legte daraufhin Rekurs dagegen ein. Dieser wurde abgelehnt. Rotblau hat die Causa Stocker ans Rekursgericht weitergezogen – und dort liegt das Dossier jetzt schon seit geraumer Zeit.

«Ungewissheit ist mühsam»

Die Schweizer Fussballliga stellt den Entscheid über Stockers Sperre vor Beginn der Rückrunde in Aussicht. Doch das dauert dem FCB zu lange. Trainer Marcel Koller wünscht sich Planungssicherheit in Bezug auf den Spitzenkampf gegen die Young Boys. «Diese Ungewissheit ist ein wenig mühsam für die Planung. Ich habe keine Ahnung, weshalb das so lange dauert. Grundsätzlich wäre es für alle Parteien besser, wenn in zwei Wochen ein Entscheid vorliegen würde», ärgert er sich im «Blick».

Nach Einschätzung des Boulevardblatts ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Sperre gegen Stocker reduziert wird und dieser in Bern ran darf. Koller plant also besser mal ohne seinen Capitano. In Zukunft dürften solche Geduldsproben für die Klubs nicht mehr vorkommen: Laut der Zeitung haben die Vereine an der letzten Generalversammlung der Swiss Football League entschieden, dass Disziplinarfälle nicht mehr bis vor Rekursgericht weiter gezogen werden können. Das Resultat sind schnellere Urteile bezüglich Spielsperren.

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