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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Januar 2020.

Baselland

Kollision auf Trainingsfahrt – 52-jährige Ruderin tot

Die Baselbieter Polizei untersucht, weshalb am Montagabend ein Frachtschiff und ein Ruderboot kollidierten. Beim Zusammenprall starb eine 52-jährige Frau.

Die Baselbieter Polizei veröffentlicht neue Informationen zur Kollision eines Ruderbootes mit einem Frachtschiff am Montagabend. Beim Unfall starb eine Person. Drei weitere wurden leicht verletzt.

(Video: Telebasel Leser-Reporter)

Zum Unglück kam es kurz nach 19:15 Uhr, wie die Behörden berichten: Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr das Frachtschiff im Bereich des Birsfelder Hafens bergwärts. Gleichzeitig fuhr im gleichen Gebiet ein Ruderboot, welches mit vier Personen besetzt war, talwärts. Aus noch ungeklärten Gründen kam es dann zu einer Frontalkollision zwischen den beiden Schiffen.

Basler Ruder-Club betroffen

Drei Personen, die sich auf dem Ruderboot befanden, konnten sich selbständig ans Ufer retten. Sie wurden beim Unfall leicht verletzt. Die vierte Person, eine 52-jährige Frau, konnte nach einer gross angelegten Suchaktion nur noch tot geborgen werden.

Bei den betroffenen Personen handelt es sich um Mitglieder des Basler Ruder-Clubs, wie «20 Minuten» berichtet. «Ja, es war eines von unseren Booten», sagt Präsident Christoph Socin gegenüber der Zeitung. Er habe alle Vereinsmitglieder über das Unglück informiert.

Die vier verunfallten Frauen – alle langjährige und erfahrene Ruderinnen – hätten sich mit dem Doppelvierer auf der Rückfahrt von einem Training befunden. Solche Trainingsfahrten bei Dunkelheit werden laut Socin regelmässig durchgeführt. Die Boote seien jeweils mit Positionslichtern ausgerüstet. Socin kann sich nicht erinnern, dass der Ruder-Club mit 300 Aktiv- und 70 Jugendmitgliedern in den letzten 50 Jahren je von einem solchen Unfall betroffen war.

Deutsche und Baselbieter Rettungskräfte

Gefunden wurde der Leichnam der Frau nach Auskunft eines Polizeisprechers im Bereich des Kraftwerks Birsfelden, wie die Schweizerische Depeschenagentur SDA berichtet. Bei der Suche nach der Frau wurde auch ein Helikopter eingesetzt. Zudem unterstützen Feuerwehrleute und Polizeikräfte aus dem benachbarten Deutschland die Baselbieter Rettungskräfte.

Weitere Angaben zu den verunfallten Ruderinnen wollte der Polizeisprecher aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht machen.

Zwecks Klärung der genauen Unfallursache und des Unfallhergangs hat die Polizei Basel-Landschaft in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft eine entsprechende Untersuchung eingeleitet.

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