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Der Telebasel News Beitrag vom 11. Januar 2020.
Basel

Münster, Marionetten und «Määrlitante»

Ob Fasnachtsgeschädigte, Krawalltouristen oder Klimawandel: Das Pfyfferli-Ensemble brilliert mit seinen Rahmenstücken und begeisterte das Publikum.

Vom Kaiser bis zum Wasserspeier, sie alle stürzen sich in ein «Goschdym». In der Rahmenhandlung des diesjährigen Pfyfferli leben die Sandsteinfiguren des Münsters auf. Das 1000-Jahre-Jubiläum des Basler Wahrzeichens ist der Rahmen der Vorfasnachtsveranstaltung.

Harlekin statt Huubesagg

Anstelle von Frau Huubesagg und Hündchen Alain fällt dieses Jahr zudem einem Harlekin eine tragende Rolle zu. Caroline Rasser verleiht ihm die Stimme, doch ein Marionettenspieler setzt ihn stets in Bewegung. Die Fasnachsfigur führt durch die Rahmenstücke und schafft eine regelrecht intime Atmosphäre. Das Pfyfferli 2020 hat an Themen so einiges zu liefern. Da wären etwa ein Spiessrutenlauf durchs Basler Verkehrschaos, ignorante Umweltsünder und Krawalltouristen, die dort die Pointen liefern.

Ein paar Kostproben der Pfyfferli-Premiere. (Video: Telebasel)

Lacher sind auch gewiss, wenn Salomé Jantz in die Rolle Määrlitante Trudi Gerster schlüpft. Den Dialekt hat sie auf jeden Fall im Griff und zieht damit das Publikum in ihren Bann.

Fasnachts-Therapie

Ein weiteres Highlight: Eine Fasnächtler-Selbsthilfegruppe, die sich von ihren Cliquen-Traumata zu therapieren versucht. Ein lokalpatriotischer Banntägler, besungene Basler Postleitzahlen, aber auch nachdenkliche Momente über den Rechtsextremismus kommen beim diesjährigen Pfyfferli vor. Zudem gibt HD-Soldat Läppli ein kurzes Gastspiel. Die Schnitzelbänke «Dr Spitzbueb und « drHeiri» wagen sich in ihren Versen an den Klimawandel, das Ozeananium, den Frauenstreik und die BVB.

Insgesamt wird das Pfyfferli im Fauteuil vom 10. Januar bis zum 1. März 61 Mal aufgeführt. Alle Vorstellungen sind ausverkauft, es sind jedoch noch vereinzelt Tickets an der Theaterkasse erhältlich.

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