Der Titelverteidiger Martin Fuchs (27) tritt mit dem Schimmel «Silver Shine» (beide im Bild) in Basel an. (Archivbild: Keystone)
Basel

Schweizer Reiter sammeln am CSI Punkte für Las Vegas

In Basel jagen am Sonntag die besten Springreiter nach Punkten für den Weltcup-Final Mitte April in Las Vegas. Drei Schweizer sind bereits qualifiziert.

Zum zweiten Mal heisst es am Sonntag St. Jakobshalle statt Hallenstadion. Nach der letzten Austragung des CSI Zürich vor zwei Jahren ist das Weltcup-Springen der Schweiz in die Veranstaltung in Basel eingebunden. Im neuen Jahr tritt der Kampf um die Weltcup-Punkte in die entscheidende Phase, denn nur 18 Reiterinnen oder Reiter aus Europa treten im amerikanischen Las Vegas beim Final und Höhepunkt der Hallensaison an.

Martin Fuchs und Steve Guerdat, die Nummern 1 und 2 der Weltrangliste, und Pius Schwizer dürfen die Reise nach Nevada bereits planen. Knapp 40 Punkte reichen erfahrungsgemäss.

Auch Balsiger hegt Ambitionen

Mit Bryan Balsiger liegt ein weiterer Reiter der Equipe von Andy Kistler in aussichtsreicher Position. Mit 23 Punkten belegt der 22-Jährige Platz 24. Der Neuenburger überraschte Ende Oktober mit dem Sieg in Oslo im Sattel von Clouzot de Lassus. Falls Balsiger auch in Basel aufs Podest reitet, dürfte er nach 10 von 14 Weltcup-Events genügend Punkte gesammelt haben.

Balsiger, der im September 2018 bei seinem ersten Start in der Elite gleich Schweizer Meister wurde, gilt nach Guerdat und Fuchs als grösstes Reitertalent der Schweiz. 2017 wurde er Europameister der Jungen Reiter (bis 21 Jahre). Kistler – er wird ab 2021 Turnierpräsident des CSI Basel – bezeichnete Balsiger im vergangenen Sommer als «Juwel, wie es in diesem Land vielleicht eines pro Jahrzehnt gibt».

Kistler lobt Balsigers feine Hand, den modernen Reitstil und den Willen, dem Sport alles unterzuordnen. Nach den Olympischen Spielen 2020 zeichne sich im Schweizer Kader eine Zäsur mit Rücktritten ab. «Bryan ist unsere grösste Zukunftshoffnung», sagt Kistler, der nach Tokio als Equipenchef abtreten wird.

Fuchs mit mehren Paradepferden

Das Weltcup-Springen vom Sonntagnachmittag ist mit 210’000 Franken dotiert und bildet den Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung am Rheinknie. Als Titelverteidiger tritt Fuchs an, der allerdings weder sein Top-Pferd Clooney noch The Sinner, mit dem er vor Weihnachten das Weltcup-Springen in London gewonnen hat, satteln wird. Fuchs verfügt mittlerweile wie Guerdat über mehrere Top-Pferde. Die Planung sieht Clooney für Tokio 2020 und The Sinner für Las Vegas vor. Somit kommt in Basel Silver Shine zum Einsatz. Auch Guerdat nimmt nicht sein Top-Pferd aus dem Stall, bleibt aber auf Ulysse konkurrenzfähig.

Basel schreibt zwei ganz grosse Prüfungen aus, denn der ehemalige Grand Prix vom Sonntag wird auf den Freitagabend vorgezogen. Diese Prüfung mit einmaligem Stechen ist mit 200’000 Franken dotiert. Bei den insgesamt neun Prüfungen, die für die Weltrangliste von Bedeutung sind, wird ein Preisgeld von 695’000 Franken ausbezahlt.

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