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Der Telebasel News Beitrag vom 8. Januar 2020.

Basel

Ringen um freiwerdende Regierungsposten beginnt

Nicht nur Hans-Peter Wessels (SP), sondern auch Christoph Brutschin (SP) wird nicht mehr als Regierungsrat antreten. Die Bürgerlichen wittern eine Chance.

Am Dienstagmorgen gab Christoph Brutschin bekannt, nicht mehr für den Regierungsrat kandidieren zu wollen. Er, der seit elf Jahren in der Exekutive einsitzt, wird grosse Schuhe, die es zu füllen gilt, hinterlassen.

Aus neutraler Sicht kommt jetzt aber Spannung in die Wahlen. Das Regierungsrats-Kandidaten-Karussell um die möglichen Nachfolger hat wieder Fahrt aufgenommen. Die Drehrichtungen sind klar. Das bürgerliche Lager will endlich wieder die Mehrheit zurückgewinnenn – die SP ihre Sitze behalten. Aber gleich zwei Sitze verteidigen? Schwinden da nicht die Chancen auf Erfolg?

«SP ist gut aufgestellt»

Laut dem Basler SP-Präsidenten Pascal Pfister sei das nicht der Fall: «Ich glaube, wir sind sehr gut abgestützt in der Bevölkerung. Das haben die letzten Wahlen und Sachabstimmungen gezeigt». Und auch Eduard Rutschmann, Präsident der SVP BS muss einräumen: «Die SP ist in der Stadt gut aufgestellt.»

Trotzdem halten die Bürgerlichen an ihrer Marschrichtung fest. Sie wollen die Mehrheit in der Regierung wieder für sich beanspruchen, also mindestens einen Sitz holen. Obwohl die Chance auf einen Erfolg klein ist, bestehe sie, so Rutschmann. Dann müsse man aber an einem Strang ziehen: «Ich wünsche mir, dass wir Bürgerlichen gemeinsam antreten, weil diese Chance wir uns nicht entgehen lassen sollten.»

Auch die LDP ist dieser Idee nicht abgeneigt, erklärt Patricia von  Falkenstein gegenüber Telebasel. Die Zusammenarbeit hänge aber auch von den nominierten Kandidaten ab, führt sie weiter aus. Namen möglicher Kandidaten nennt man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auch nicht bei der SVP.

Nominationen im April

Anders bei den Linken. Sarah Wyss, Beat Jans, Kaspar Sutter oder Kerstin Wenk haben bereits öffentlich ihr Interesse bekundet. Klar ist, dass die SP ein gemischtgeschlechtliches Zweierticket lösen wird.

Eine Entscheidung ist im April zu erwarten. Dann trifft sich die Delegiertenversammlung der SP Basel-Stadt. Auch die Bürgerlichen Parteien wollen im April bekannt geben, wen sie ins Rennen, um die unterdessen zwei vakanten Regierungsratssitze, schicken werden.

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