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Massimo Ceccaroni wird sich künftig um den Aufbau einer Akademie bei Chennai City kümmern. (Bild: Keystone)
Basel

Wurde Massimo Ceccaroni wegbefördert?

Percy van Lierop ersetzt Massimo Ceccaroni als Leiter Nachwuchs beim FCB. Damit distanziert sich das letzte Gesicht seit der Neuausrichtung von Rotblau.

Seit Montag ist es offiziell: Massimo Ceccaroni ist nicht mehr Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Basel. Der Niederländer Percy van Lierop übernimmt das Amt per sofort. Und auch wenn es die Spatzen bereits seit Monaten von den Dächern pfiffen, gibt die Entscheidung zu reden.

Versetzung gen Indien

Denn Massimo Ceccaroni ist künftig «nur» noch mit dem Projekt in Indien betraut. Die FCB-Legende wurde schön umschrieben «wegbefördert». Während der FC Basel zu dieser spezifischen Bezeichnung keine Äusserungen tätigen will, kann man diesen Schritt von aussen durchaus als Versetzung ansehen. Denn bei dieser Personal-Rochade dürfen zwei Aspekte nicht missachtet werden.

Einerseits war mit Percy van Lierop ein Mann mit einem Leistungsnachweis verfügbar und willig nach Basel zu kommen, sodass man aus FCB-Sicht zuschlagen musste. Andererseits hat sich in den letzten Monaten auch herauskristallisiert, dass Massimo Ceccaroni nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann. Also den FCB-Nachwuchs betreuen und die Akademie bei Chennai City aufbauen. Dementsprechend war dieser Schritt vom Verein zu erwarten und auch überfällig. Der Wechsel macht also Sinn.

Das Letzte geht

Mit Massimo Ceccaroni distanziert sich nun der Letzte der ursprünglich drei Figuren, die bei der Übernahme vor rund zweieinhalb Jahren von Bernhard Burgener an dessen Seite standen. Die Gründe sind vielseitig. Aber kommen nicht unbedingt überraschend: Nachdem Alex Frei seinen Sitz im Verwaltungsrat aufgab, um seine Trainerkarriere zu forcieren. Musste Ex-Sportchef Marco Streller nach den Eskapaden im Sommer den Hut nehmen.

Nun trifft es also Massimo Ceccaroni. Und es zeigt für einmal wieder: Nur weil man fürher ein guter Fussballer war und als Repräsentant des FCB gilt, bedeutet das nicht, dass man auf operativer Ebene bei einem Verein bestehen kann.

Wie geht es weiter mit Massimo Ceccaroni?

Wie geht es jetzt also weiter beim FCB? Und wie mit Massimo Ceccaroni? Die Frage die Raum ist: Bleibt Massimo Ceccaroni im Verwaltungsrat des FCB – oder nicht. Denn man muss nun klar festhalten: Mit seiner neuen Funktion – auch wenn er weiterhin mehrheitlich aus Basel operieren wird – macht das keinen grossen Sinn mehr. Man kann davon ausgehen, dass der ehemalige Rechtsverteidiger an der nächsten Generalversammlung des FCB ausscheidet.

Dafür könnten Percy van Lierop und Ruedi Zbinden (für Marco Streller) nachrücken. Mit diesen Beiden wäre auch ein hohes Mass an sportlicher Kompetenz im Verwaltungsrat gewährleistet. Dies könnte im Endeffekt dazu führen, dass endlich mal wieder Ruhe in den sportlichen Bereich von Rotblau kommt.

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