Das GPS-System habe das Ehepaar, das in die Küsten-Kolonialstadt Paraty südlich von Rio unterwegs war, am Sonntagabend durch die Favela geleitet. (Symbolbild: Keystone)
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Schweizer bei Fahrt durch Favela angeschossen

Ein 73-jähriger Schweizer wurde in Brasilien angeschossen und schwer verletzt. Sein GPS hatte ihn und seine Frau in ein brasilianisches Armenviertel gelotst.

Die Militärpolizei von Rio de Janeiro teilte am Montag (Ortszeit) auf Twitter mit, dass sie zwei Schweizer Touristen, die bei dem Überfall am Sonntagabend im Armenviertel Cidade Alta verletzt wurden, gerettet hat. Der verletzte Mann wurde ins Spital eingeliefert. Er befindet sich in kritischem Zustand, wie das staatliche Spital Getulio Vargas mitteilte.

Das GPS-System habe das Ehepaar, das in die Küsten-Kolonialstadt Paraty südlich von Rio unterwegs war, am Sonntagabend durch die Favela geleitet, teilte die Polizei mit. Dort seien beide von unbekannten Räubern angegriffen worden. Die 65 Jahre alte Frau trug nach Presseberichten Schnittwunden am Arm davon.

Der Vorfall habe sich in einem Gebiet ereignet, das von Kriminellen beherrscht werde, sagte ein Sprecher der Militärpolizei der Nachrichtenagentur AP. Touristen sollten die Gegend meiden.

Ermittler suchten am Montag nach Tatbeteiligten. Laut der Polizei gab es in dem Viertel eine Festnahme. Ob sie im Zusammenhang mit der Tat stand, war zunächst unklar. Die Beamte stellten zudem eine Handfeuerwaffe sowie Drogen sicher.

Opfer erhalten Unterstützung

Der Schweizer Generalkonsul in Rio de Janeiro, Rudolf Wyss, teilte gemäss Medienberichten in einer Stellungnahme mit, er stehe in Kontakt mit den brasilianischen Behörden und leiste den Opfern die notwendige Unterstützung. Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes könnten keine weiteren Angaben gemacht werden.

Ein brasilianisches Ehepaar war 2015 wegen ihres GPS-Geräts ebenfalls in eine Favela gefahren. Eine 70-jährige Frau wurde durch einen Schuss getötet.

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