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Der Telebasel News Beitrag vom 30. Dezember 2019.
Basel

Kein gutes Jahr für die MCH Group

Rote Zahlen, verstaubte Konzepte und Ausstellerschwund bei der Baselworld: 2019 war kein gutes Jahr für die ohnehin schon ramponierte MCH Group.

Das Basler Messe-Jahr ist mit einer Dernière gestartet. Die altehrwürdige muba hat zum letzten Mal stattgefunden. Dass die Bedeutung dieser Messe abgenommen hat, wird auch daran klar, dass es im 2019 – nach 103 Jahren – kein Bundesrat an die letzte Ausgabe geschafft hat.

Im März wurden dann die Zahlen für das Jahr 2018 präsentiert. 190 Millionen Franken Verlust musste die MCH Group verzeichnen. Und die Messehallen verloren an Wert, weil zum Beispiel weniger Aussteller an die Baselworld kommen. Über 130 Millionen hat man abgeschrieben.

Influencer immer wichtiger

Michel Loris-Melikoff, Managing Director der Baselworld, soll die Messe aus den Fluten der Digitalisierung retten. Er will weg von einer reinen Branchen-Messe. Sie soll alle ansprechen.

«Das wird nach wie vor vorwiegend der Händler sein. Das ist aber auch der Sammler. Das ist der Endkonsument. Das ist der Influencer, die werden immer wichtiger. Das ist aber auch der Journalist. Daher müssen wir die Dienstleistungen für alle Leute aus der Community markant verbessern», so Loris-Melikoff gegenüber Telebasel.

Was macht Basel-Stadt?

Trotz dieser Änderungen gab die Baselbieter Regierung im Juni bekannt, dass sie ihre Anteile an der MCH Goup verkaufen will. Fast Gleichzeitig übernahm Bernd Stadlwieser das Amt des CEO. Er setzte den Rotstift an. Der Bereich «Live Marketing Solutions», welcher 2018 knapp 40 Prozent des Umsatzes ausmachte, wurde eingestampft.

Ob die Fokussierung das Unternehmens wieder in schwarze Zahlen führt, wird das nächste Jahr zeigen. Unklar ist zum Beispiel auch noch, wie der Kanton Basel-Stadt als Mitinhaber vorgehen wird, wenn es weitere Verluste hagelt.

1 Kommentar

  1. “Der Bereich «Live Marketing Solutions», welcher 2018 knapp 40 Prozent des Umsatzes ausmachte, wurde eingestampft.”

    Stimmt doch gar nicht. Die Messe hat lediglich mitgeteilt, die Zukunft dieses Bereiches zu prüfen mit de mVerkauf als mögliche Option.Report

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