Was bewegte die Facebook-Community 2019? Eine Auflistung finden Sie im Artikel. (Bildmontage: Telebasel)
Basel

Emotionen pur – Das bewegte die Facebook-Community 2019

Ob spektakuläre Videos oder bekannte Persönlichkeiten: Für die Facebook-Community zählten 2019 Emotionen. Die Highlights des Jahres sind unten aufgelistet.

Von der Aushebung eines Leuchtturmschiffs, über spektakuläre Stunts, bis zu witzigen Aktionen – das Jahr 2019 bewegte die Social Media-Community. Auf Facebook fanden besonders Themen mit grossem Unterhaltungsfaktor Anklang.

Top 1: Neues Leben für irisches Leuchtturmschiff

Der absolute Renner geschah am 6. August 2019, als ein Kran das Leuchtturmschiff aus dem Rhein hob. Die feuerrote, 550 Tonnen schwere Gannet 1954 wurde kurz nach 11 Uhr aus dem Wasser gehoben und im Holzpark Klybeck an Land gesetzt. Das spektakuläre Video im Schnelldurchlauf begeisterte die Facebook User: der Beitrag erreichte rund 183’100 Personen und steht damit klar an erster Stelle der meistgesehenen Telebasel-Beiträge auf Facebook.

Top 2: Ein Traceur fliegt über die Schifflände

Auch auf Platz 2 bei den Facebook-Highlights steht ein spekakuläres Video. Darin fliegt ein junger Mann in hohem Bogen über die Schifflände – ein waghalsiger Stunt. Doch die User auf Facebook schien der Adrenalin-Kick zu begeistern: Der Beitrag erreichte rund 121’500 Menschen.

Wie sich später herausstellte, gehört der Traceur zu einer Gruppe von Parkour-Profis. Der Brite Toby Segar hätte nicht geahnt, dass sein Video so viral gehen würde. «Ich hatte keine Ahnung, wie abgefahren der Move tatsächlich aussah», sagte er im August gegenüber Telebasel.

Top 3: «Der ist so arrogant, der lässt sich von mir nicht schminken»

Nicht nur aussergewöhnliche Videos scheinen die User zu mögen: Auch Dani von Wattenwyl ist wohl ein beliebter Protagonist. Der Telebasel-Moderator schlich sich gleich zwei Mal auf die Liste der Top 10-Highlights des Jahres. Einmal auf den dritten Platz mit rund 74’100 erreichten Personen und einmal auf den fünften Platz.

Den ersten Klick-Ansturm brachte er im November ein, als er sein 25. Jubiläum bei Telebasel feierte. Der 47-Jährige ist seit 1995 das Gesicht des Senders. Bei seinen Anfängen hiess Telebasel noch «Stadtkanal». Seither moderiert Dani von Wattenwyl die News und ist zwischendurch auch in Glam zu sehen, beispielsweise mit seiner Rubrik «Dani stört». Nervös ist der Moderator aber auch nach 25 Jahren noch: «Nervosität braucht es, damit man voll fokussiert ist auf das, was man macht», so Dani von Wattenwyl.

Top 4: Vogel Gryff 2019

Auf Platz 4 schaffte es ein Kleinbasler Brauch: Der Tanz des Vogel Gryffs auf der Mittleren Brücke wurde von rund 69’700 Usern gesehen. Der Vogel Gryff gilt als höchster Kleinbasler Tag. Von der Abfahrt beim Wild Maa-Horst bis zum Tanz auf der Mittleren Brücke erlebt Basel alljährlich das traditionelle Fest. Dabei werden die «Drei E.» – drei Ehrengesellschaften – und deren früher stattgefundene Waffeninspektion gefeiert. Im 2019 wohnt dem Tanz gar ein prominenter Gast bei: Bundesrat Alain Berset mischte sich unter die Menge.

Top 5: Dani von Wattenwyl verteilt Velolichter mit der Polizei

An fünfter Stelle ist er wieder, der Publikumsliebling der Facebook-User. Dani von Wattenwyls Appell auf den sozialen Medien an die Velofahrer, das Licht im Dunkeln anzuschalten, ging viral. «Mit seiner Botschaft hat er uns aus dem Herzen gesprochen», so die Basler Polizei. Deshalb holte sie den 49-Jährigen an Bord, um gemeinsam Velolichter zu verteilen. Die Vermeldung der Aktion erreichte rund 66’700 Personen auf Facebook.

Top 6: Familie Embolo erwartet zweites Kind

Breel Embolo schwebt zum zweiten Mal im Vaterglück – diese Verkündung anfangs November begeisterte die Facebook-User. Die Community freute sich mit dem Nati-Stürmer und seiner Frau über die erfreuliche Botschaft. Nun ist die Familie Embolo vierköpfig, Sohn Clay Enzo kam im Dezember zur Welt. Die guten Nachrichten machten auf Facebook rund 64’100 Personen aufmerksam.

Top 7: Deutsche Bahn widerspricht Thunbergs Tweet aus überfülltem Zug

Kaum eine Person bewegte die Facebook-User dieses Jahr mehr als die 16-Jährige Greta Thunberg. Ob im positiven oder negativen Sinne, die Klima-Aktivistin machte einige Schlagzeilen.

Auf die Umwelt bedacht reist die Schwedin nicht mit dem Flugzeug. Im Dezember reiste sie «in überfüllten Zügen durch Deutschland» – und twitterte gleich ein Bild davon. Die Deutsche Bahn reagierte sofort auf den Tweet der jungen Schwedin. Sie zeigte sich auf Twitter erfreut, dass Thunberg die «Eisenbahn im Kampf gegen den Klimawandel» unterstütze. «Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist», schrieb die Deutsche Bahn. Der «Twitter-Krieg» machte rund 62’700 Klicks und amüsierte die User merklich.

Top 8: Pinguine spazieren wieder durch den Zolli

Etwas weniger politisch ging es beim Facebook-Highlight Nummer 8 zu. Das Zolli-Video der Pinguine, die spazieren gehen, fand grossen Anklang. Die watschelnden Tierchen haben es den Usern angetan. Das muntere Filmchen erreichte rund 59’600 Personen. Alljährlich, wenn die Temperaturen in den einstelligen Bereich sinken, dürfen die Pinguine wieder ihren Spaziergang machen. Täglich um 11 Uhr machen die Königspinguine und die Eselspinguine dann ihre Tour über die Brücke vom Vivarium zu ihrer gekühlten Aussenanlage.

Top 9: FCB-Graffiti fordert Polizeieinsatz am Bahnhof

FCB und Skandale – zwei Lieblingsthemen der Telebasel-Community. Kombiniert brachte es der Skandal eines FCB-Graffiti am Bahnhof SBB auf rund 57’900 erreichte Personen. Die Aufschrift am Kiosk beim Gleis 4 forderte im September einen Grosseinsatz der Polizei. Mehrere Sicherheitskräfte waren beim Osteingang des Bahnhofs positioniert. Mindestens weitere 20 Polizisten hatten das Bahnhofsgebäude vom Centralbahnplatz sowie von der Gundeli-Seite her gestürmt.

Top 10: Trauermarsch für getöteten Ilias (7)

Ganz Basel war erschüttert darüber, dass ein 7-jähriger Bub am 21. März am St. Galler-Ring von einer 75-Jährigen niedergestochen wurde. Der Junge war nach Schulschluss um etwa 12:30 Uhr auf dem Heimweg als die Bluttat unweit der Primarschule Gotthelf geschah. Die Klassenlehrerin entdeckte das Kind und alarmierte den Rettungsdienst. Der 7-jährige Ilias erlag im Spital seinen schweren Verletzungen.

Die 75-Jährige stellte sich wenig später der Staatsanwaltschaft und wurde festgenommen. Zwei Tage nach dem grausamen Tod des Buben fand in Basel ein Trauermarsch statt. Die Anteilnahme war auch in den sozialen Medien gross. Rund 56’900 Personen sahen sich das Video auf Facebook an.

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