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Der Telebasel News-Beitrag vom 25. Dezember 2019.
Region

Gestrandet – Weihnachten auf der Autobahnraststätte

LKW-Fahrer sind gezwungen, knapp drei Tage auf Schweizer Raststätten auszuharren. Ihnen werden Weihnachtsgutzi gebracht, um die Zeit erträglicher zu machen.

In der Schweiz gilt ab 22 Uhr ein allgemeines Fahrverbot für Schwertransporte. Dieses Verbot gilt auch während Feiertagen. So ist es Lastwagenfahrern unmöglich, Weihnachten zu Hause mit der Familie zu verbringen. Die LKW-Fahrer sitzen für knapp drei Tage auf den Schweizer Raststätten fest.

Eine tragische Vorstellung für den Verein World of Truck Switzerland. Aus diesem Grund verteilen sie über die Weihnachtstage Kekse an die Festsitzenden. Die Aktion wird landesweit umgesetzt. Telebasel traf zwei regionale Mitglieder des Vereins und begleitete sie bei ihrer guten Tat.

«Wir sind wie eine Familie»

Andreas Ulrich ist selbst LKW-Fahrer und für ihn ist eines klar: «Wir sind wie eine Familie und diese Chauffeure, die nicht nach Hause können über die Feiertage, sollen auch Weihnachten feiern können». Mit diesen Worten begründet das Vereinsmitglied sein Mitwirken bei der Guetzliaktion.

«Sie sollen wirklich auch ein wenig Freude haben, es ist so schon ein harter Job», meint Andreas Ulrich. Alle Mitwirkenden des Vereins World of Trucks Switzerland helfen freiwillig mit. Gebacken wurde stundenlang, geplant wird über das ganze Jahr.

Sprachbarriere ist kein Hindernis

«Die LKW-Fahrer können selten Deutsch, doch das ist kein Problem». Andreas Ulrich meint, dass man sich mit Händen und Füssen genügend verstehen würde. Die Geste, die sie rüberbringen, komme gut an. «Der eine hatte eine Riesenfreude als wir die Gutzli verteilten, man merkt schon, dass die Chauffeure eine grosse Freude haben», so Ulrich nach dem Verteilen.

Der Verein verteilt die Weihnachtsgutzi in der ganzen Schweiz. Die beiden Verteiler aus der Region beliefern die Raststätten in Mumpf, Pratteln, Egerkingen und die Zollhöfe. Das Zürcheroberland und Zürich, wie auch das Bernbiet werden von weiteren Mitgliedern des Vereins beliefert. Alle verteilten Kekse wurden von den Freundinnen und Frauen der Vereinsmitglieder selbst gebacken.

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