Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Dezember 2019.
Basel

Mitarbeitende werfen Direktorin intimes Verhältnis zu Patient vor

Eine Direktorin der UPK wird beschuldigt, ein intimes Verhältnis zu einem Patienten gehabt zu haben. Das berichten Mitarbeitende in einem Schreiben.

Von einem «unzumutbaren Missstand» berichten Mitarbeitende der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) in einem anonymen Schreiben vom Montag an den Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartements, Lukas Engelberger.

Sie werfen der Direktorin der UPK vor, ein intimes Verhältnis zu einem Patienten gehabt zu haben. Das berichtet «20 Minuten» am Mittwoch. Das Gesundheitsdepartement bestätigte den Eingang des Briefes gegenüber der Gratis-Zeitung zwar, wollte sich aber inhaltlich noch nicht dazu äussern.

Laut des Schreibens wisse gar der Verwaltungsrat der Universitären Psychiatrischen Kliniken von dem Verhältnis. So werde ein krasser Verstoss gegen das ärztliche Berufsethos nämlich nicht nur geduldet, sondern auch gedeckt, finden die Mitarbeiter. Die unterzeichnende Ärzteschaft fordert den Gesundheitsdirektor nun auf, die Sache zu beenden.

«Entwicklung einer Freundschaft»

Die Klinikleitung sagt gegenüber «20 Minuten», dass sich zwischen der Direktorin und dem Patienten im Frühsommer, wenige Tage vor der geplanten Entlassung des Patienten, «eine Freundschaft entwickelt» habe. Ausserdem sei der Patient nicht direkt bei der Direktorin in Behandlung gewesen, betont die CEO der UPK Basel Anne Lévy.

Die Direktorin hat sich bei ihrer Vorgesetzten gemeldet, als ihr «die Unangemessenheit des Kontakts bewusst geworden» war. Daraufhin habe der Verwaltungsrat personalrechtliche Massnahmen ergriffen.

Auf den genauen Inhalt dieser Massnahmen geht der Verwaltungsrat gegenüber «20 Minuten» aber nicht ein. Die Betroffene ist weiterhin Direktorin der Klinik.

2 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*