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Der Telebasel Newsbeitrag vom 17. Dezember 2019.
Basel

Restaurant Hahn serviert zukünftig orientalische Speisen

Nachdem der Wirt des Kleinbasler Hahns gekündigt hat, stand das Lokal leer. Nun haucht ein Wirten-Paar der Kultbeiz neues Leben ein.

Das Beizen-Roulette dreht sich weiter. Weil der Geschäftsführer Marc Magne das Restaurant Hahn verlassen und ab dem 1. Juli 2019 gemeinsam mit Mara Ruedi die «Walliser Stube» übernommen hat, stand die Kultbeiz seither leer. Ruedi führt die «Stube» bereits seit fünf Jahren und übernimmt seit dem 1. April auch die Kundschaft des Klybeck-Casinos, welches davor von Sevta Yalçin geführt wurde.

Die drei Lokale wurden lange Jahre von erfahrenen Beizern geführt, die allesamt Kultstatus erreicht haben. Die Stammkundschaft, Fasnachtscliquen und Vereine schätzen die Lokale für ihre «urchige» Art. Diese wird sich zukünftig zumindest im Restaurant Hahn ändern.

Wirten-Paar übernimmt Hahn

Das Lokal stand seit dem 1. September leer. Mit dem Wirten-Paar Yasser Ali und Doris Hostettler wurden jetzt neue Pächter gefunden. Die beiden sind relativ neu in der Gastroszene, freuen sich aber auf die Herausforderung. «Viele sind auch etwas skeptisch. Das ist klar, denn man kennt es nicht. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Menschen für uns und unsere Küche gewinnen können und für die Geschmäcker begeistern können», so Hostettler. 

Yasser Ali erklärt im Interview das neue Rezept für die Küche im Hahn

(Video: Telebasel)

Ganz unerfahren sind sie dann doch nicht. Die beiden führten davor das Restaurant Frohsinn in Bözen, Ali hat im Fricktal jahrelang für Schuldkinder gekocht. «Ich habe etwas Erfahrung mit Schweizer Küche», so Vollblut-Koch Ali zu Telebasel. Gerade ältere Gäste seien häufig etwas zögerlich. «Deswegen haben wir auch Schweizer Essen da und lassen sie dann langsam vom orientalischen Essen probieren.» Einmal probiert kamen die Gäste, zumindest in Bözen, wieder.

Neue, alte Beiz

Das Restaurant Hahn wird den Gästen zu liebe, auch Schweizer Gerichte servieren. «Wir haben noch einige Schweizer Gerichte beibehalten. Wir werden das nebenbei auch immer haben, damit die Menschen, welche die Küche nicht kennen, erstmal reinkommen und schauen können, wie es hier so ist und wer wir sind», ist Hostettler überzeugt.

Und wenn dieses Argument noch immer nicht überzeugt, tut es vielleicht die Kochleidenschaft des Gattens. Die hat er in jungen Jahren entdeckt – aus einem eigennützigen Grund. «Seine Mutter war eine begnadete Köchin. Dadurch, dass er in Sharm gearbeitet hat und nicht mehr immer in Kairo war, hat sie ihm telefonisch erklärt, wie er kochen soll. Er hat die gute Küche der Mama vermisst. Daher hat er immer angerufen und gesagt: «Gib mir bitte die Rezepte durch. Ich möchte so essen wie Zuhause.»

Doris Hofstettler berichtet über die Neueröffnung des Hahn

(Video: Telebasel)

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