Basel

«Gaggi-Gate»: SVP-Politiker fallen auf Schülerstreich herein

Ein Aushang über Fäkalien am Gymnasium Kirschgarten sorgt im Netz für Häme. Dumm nur, dass Politiker dabei einem Jux auf den Leim gekrochen sind.

«Die Dachterrasse bleibt wegen des unerlaubten Kotens eines Schülers vorübergehend geschlossen». Diese Weisung am Gymnasium Kirschgarten sorgte im wahrsten Sinne des Wortes für einen Shitstorm. Signiert ist der Aushang von der Schulleitung, versehen mit dem Logo des Erziehungsdepartements Basel-Stadt (ED).

Der unbeholfen ernste Aushang sorgte im Netz für Schmunzeln und Häme. Der Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid brachte das Bild per Twitter in Umlauf. «Soviel zum Thema Bildung, PISA und so …», witzelt er dazu. Wie Claudio Schmid auf Anfrage von Telebasel erklärt, habe er das Foto von einem Schüler erhalten.

Der Basler SVP-Grossrat Joël Thüring nimmt dies sogleich zum Anlass für einen Seitenhieb an die Adresse des ED-Vorstehers Conradin Cramer: «In den Schulen des Kantons herrscht ein ausgesprochen hohes Anstands- und Bildungsniveau… », spöttelt er auf Twitter. Zudem schlägt er den Hashtag #gaggigate vor.

«Ein Schülergag (mit einem G)»

Dumm nur: Die Politiker sind einem Schelmenstück auf den Leim gekrochen. Das bestätigt ED-Sprecher Simon Thiriet auf Anfrage von Telebasel. Anschliessend klinkte auch er sich in die Twitter-Diskussion ein: «Es handelt sich hierbei um einen Schülergag (mit einem G)», schreibt Thiriet. Der Rektor sei schnell auf den Fake-Aushang aufmerksam geworden und habe ihn entfernt. Wann sich dieser Jux zugetragen hat, könne er nicht sagen.

Somit haben Unbekannte Schülerinnen oder Schüler den Usern einen Bären aufgebunden. Angesprochen darauf nimmt es Joël Thüring gelassen. «Das nimmt mich nicht grausam mit – doch das ist normalerweise ohnehin nicht meine Art von Humor», sagt er gegenüber Telebasel. Claudio Schmid hingegen will auf Anfrage nicht sagen, ob er die Kot-Story für bare Münze genommen hat. «Wer es geschrieben und und wozu ist mir egal».

Er habe das einfach sehr originell gefunden. Wie auch immer: Die unbekannten Urheber des «Gaggigate» dürften sich nach dem Sturm im Wasserglas ins Fäustchen lachen.

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