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Der Telebasel News Beitrag vom 13. Dezember 2019.

Basel

Grossrat will Pendler aufs Schiff bringen

Pendler aus dem Elsass und dem Markgräflerland sollen per Schiff statt mit dem Auto anreisen. LDP-Grossrat Felix Eymann fordert dazu ein Park & Ride am Rhein.

Die Autos bleiben bei den Anlegestellen. Anschliessend bringt ein Rheinschiff die Pendler nach Basel. Mit diesem ungewöhnlichen Vorschlag will LDP-Grossrat Felix Eymann den motorisierten Verkehr aus dem Elsass und dem Markgräflerland eindämmen.

Möglich machen soll das eine Art Park & Ride am Rhein zwischen Huningue und Kembs.

Mit dem Schiff zur Arbeit

In seinem Anzug fordert er die Basler Regierung auf, diese Idee bei den französischen und deutschen Behörden einzubringen. «Dabei sollen die Anlegestellen, inklusive die der Chemischen Industrie, genutzt werden», schreibt Felix Eymann in seinem Vorstoss. Für die Schifffahrt sollten moderate Tarife gelten.

Der Verkehrsclub Schweiz kann diesem Vorschlag nur teilweise etwas abgewinnen. «Grundsätzlich ist es eine gute Idee, dass es weniger Autopendler gibt», sagt Florian Schreier, Geschäftsführer des VCS beider Basel auf Anfrage von Telebasel. Allerdings ist es in seinen Augen fraglich, ob das Problem mit Schiffen entschärft werden könne.

Zweifel an der Effizienz

Mehr Chancen sieht er in einer verbesserten ÖV-Infrastruktur. So etwa mit einem Ausbau der S-Bahn nach Frankreich. Dabei müsse man nicht erst auf das Herzstück warten. «Von Mulhouse über St. Johann und Basel SBB geht es ohne Wende Richtung Liestal – das könnte schon rasch in Angriff genommen werden», sagt Florian Schreier. Ein Problem sieht er auch in der Geschwindigkeit beim Pendeln über den Wasserweg. «Ich bezweifle, dass hier ein Schiff attraktiver als das Auto ist».

Felix Eymann sagt dazu gegenüber Telebasel, es komme ganz darauf an, wo man ein solches Park & Ride einrichte. Es gehe hier nicht etwa um eine Schifffahrt von 50 Kilometern, sondern um kürzere Distanzen. Mit der Geschwindigkeit der neueren Schiffsmodelle wäre das aus seiner Sicht eine Überlegung wert.

Mehr dazu ab 18:30 Uhr in den News vom 13. Dezember 2019.

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