Die meisten Telebasel-User sind sich einig: Das klassische Feuerwerk hat ausgedient, und das nicht nur aus Klimaschutzgründen. (Bildmontage: Telebasel/keystone)

Basel

«Die Welt wird durch die Knallerei nicht besser»

«Das Lächerlich» oder «Herausgeworfenes Geld»: Die Kürzung des Feuerwerks scheint für die Telebasel-Community eine sensible Sache zu sein.

Die Organisatoren des Silvester-Feuerwerks setzen in diesem Jahr ein «Zeichen bei der Umweltverträglichkeit», Telebasel berichtete. Das Feuerwerk werde um ein Drittel reduziert. Die Nachricht löste eine heftige Debatte in den sozialen Medien aus.

Einige User reagierten frustriert darauf, dass man ihnen «ihr Feuerwerk» kürzt: «Immer alles verbieten» und «Das Klimatheater ist lächerlich» war da zu lesen.

User Swen Wyrsch macht darauf aufmerksam, dass es sich bei dem diesjährigen Feuerwerk 2019 um das 20. Spektakel, und damit um ein Jubiläum handelt. «Verdoppeln statt verkürzen» findet er deswegen:

Kay Akgün vergleicht die Schweiz mit anderen Ländern und befindet daher, dass man sich so ein Feuerwerk zweimal im Jahr (Silvester und Nationalfeiertag 1. August) durchaus leisten sollte:

Und Mario Teuscher sieht ganz schwarz und möchte Basel – wäre es nicht seine Heimat – eigentlich direkt an Deutschland abgeben, wo «auch alles vor die Hunde geht». Was er damit genau meint, erläutert er jedoch nicht mehr:

Die meisten Telebasel-User sind sich aber einig: Das Klassische Feuerwerk hat ausgedient. Die Kürzung als einzige Massnahme sei sogar zu wenig drastisch. Das Feuerwerk könne man einfach ganz weglassen und das Geld, immerhin um die 50’000 bis 60’000 Franken, woanders sinnvoll einsetzen:

Tingel Chriss denkt auch an diejenigen, die häufig verschreckt auf den Lärm reagieren:

Das Spektakel ersatzlos streichen sei aber auch schade, befinden einige. Stattdessen könne man modernere und vor allem umweltfreundlichere Möglichkeiten ausprobieren. Musikkonzerte, klassisch oder «coole Bands» und auch was für die Kinder, wie eine gratis Vorstellung der «Schwiizer Goofe» beispielsweise, oder etwa Lasershows :

Andere scheinen sich an der Silvester-Feuerwerk-Frage kaum zu reiben: Ihnen ist es um die Zeit einfach zu kalt, als dass sie so spät noch das Haus verlassen würden. Dem Basler Timon Moser ist die ganze Feuerwerks-Tradition daher gar nicht erst bekannt:

3 Kommentare

  1. Ich denke diesbezüglich an die vielen Tiere die z.T. einen enormen Stress haben. Über die 1. August Zeit kann man sich ein paar Tage ins Ausland begeben, was am Silvester logischerweise nichts nützt. Wenn es unbedingt notwendig ist, könnte man auch auf die extreme Knallerei verzichten. Das Feuerwerk ist auch ohne Knallkörper sehr schön.Report

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