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Nach dem Abbrennen der Grenzwert-Bar bleibt es dramatisch: Nun streiten sich Mitarbeitende und Wirtin. (Bild: Archiv Telebasel)
Basel

Streit zwischen Mitarbeitenden und Wirtin im Grenzwert

Nach Brand gibt es nun Streit in der Grenzwert-Bar: Die Mitarbeitenden erheben schwere Vorwürfe gegen die Wirtin.

Mitarbeiter des abgebrannten Grenzwert im ehemaligen Restaurant Schwarzer Bären erheben schwere Vorwürfe gegen Wirtin Cécile Grieder. Dies berichtet die «Schweiz am Wochenende».

Laut Recherchen der Zeitung habe Grieder nach dem Brand ihrem Personal versichert, dass die Löhne weiter gezahlt würden. Um auf ihre Stunden zu kommen, hätten die Angestellten aber ganz andere Aufgaben erfüllen müssen, so der Bericht. Dazu gehörten das Ausräumen der Brandruine sowie das Einrichten der neuen Grenzwert-Bar an der Ochsengasse.

Dabei mussten die Mitarbeitenden angeblich auch bauliche Arbeiten durchführen, bekamen aber keine Arbeitskleidung. Diese sollten sie selber mitbringen.

Kritik von der Unia

Für die Mitarbeitenden hätten zudem die Arbeitszeiten eine Herausforderung dargestellt. Diese seien kurzfristig kommuniziert worden und – anders als im laufenden Gastbetrieb – eher zur Tageszeit angesetzt worden. Hätten zu viele Mitarbeitende wegen Uni oder Kinderbetreuung abgesagt, sei Cécile Grieder ungehalten worden. Es folgte eine Ankündigung, dass sie nicht den ganzen Lohn zahlen könne.

Thomas Leuzinger von der Gewerkschaft Unia äusserte sich zum angeblichen Verhalten der Barchefin: «Es ist kein Umgang, Mitarbeitende vor vollendete Tatsachen zu stellen und mit einer Kündigung zu drohen, wenn sie Einwände dagegen äussern», sagt er auf Anfrage der Zeitung. Die Einsätze auf den Baustellen seien rechtlich heikel, auch sei die Chefin verpflichtet, Schutzkleidung bereitzustellen.

Einen Kündigungsschutz gebe es in der Schweiz in diesem Fall aber nicht. «Um sich gegen Unzumutbarkeit zu wehren, könnten sich Mitarbeitende weigern, andere Arbeiten auszuführen als im Arbeitsvertrag festgehalten sind», wird Thomas Leuzinger zitiert.

Grenzwert-Wirtin wehrt sich

Auf die Nachfrage der «Schweiz am Wochenende» habe Cécile Grieder diese Vorwürfe in einen Gruppenchat mit den Mitarbeitenden gestellt. Noch nie habe sie so eine Illoyalität erlebt, schreibt sie. Denen, die die Medien kontaktiert haben, drohte sie mit sofortiger Kündigung.

In einer Stellungnahme gegenüber der Zeitung habe Grieder die Vorwürfe zurückgewiesen. «Wir hätten Ende August allen Mitarbeitern kündigen können», argumentiert sie. Zudem führt sie an, dass die Mitarbeiter auch am Wochenende oder abends hätten arbeiten dürfen. Hier widersprechen jedoch die Mitarbeitenden.

1 Kommentar

  1. Lug und Trug. Ich war als ehemaliger Stammgast des Baggenstos Lokals welches Cecile in Rekordzeit umgebaut hat etliche Male Zeuge wie kulant Sie auf die Ansprüche ihrer Angestellten eingegangen ist. Geht es Dir morgen ? Ok dann wäre es möglich am Nachmittag? Wäre toll wenn es Dir gehen würde.
    Sorry, was wird erwartet von jemandem der Arbeitsplätze erhalten will und weit entfernt ist von einem Ausbeuterischem Denken und selber in die Hosen steigt.
    Schande über die welche was anderes kolportieren.
    Weicheier sag ich da. Können froh sein das Ihnen nicht gekündigt wurde!!Report

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