Am Freitagabend musste die Feuerwehr in Merenschwand wegen erneuter Brände ausrücken. (Symbolbild: Keystone)

Schweiz

Nach Brandserie – 37-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach dem letzten Brand in Merenschwand vom Freitagabend wurden zehn Personen vorläufig festgenommen. Für eine davon wird nun Untersuchungshaft beantragt.
Die Umstände von zwei weiteren Bränden in Merenschwand weisen gemäss Polizeiangaben klar auf vorsätzliche Brandstiftung hin. Zehn Personen wurden festgenommen.

Betroffen war dieses Mal ein Einfamilienhaus an der Mühlemattstrasse, wie die Aargauer Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Ein Brand wurde in der Garage festgestellt. Auf der Rückseite des Einfamilienhauses gab es im Kellerraum ebenfalls einen Brand. Aus dem Dach des Hauses war Rauch aufgestiegen.

Die Feuerwehr Merenschwand konnte die beiden Brandherde relativ schnell löschen und so einen Vollbrand verhindern. Der angerichtete Sachschaden ist gemäss Polizeiangaben vergleichsweise gering.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden nach intensiven und aufwändigen Ermittlungen durch die eingesetzte Sonderkommission neun Personen wieder freigelassen. Ein 37-jähriger Schweizer aus der Region bleibt vorläufig in Haft. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten wird für ihn beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragen.

Weiterhin hohe Präsenz

Die Polizei kündigte an, die Präsenz vor Ort weiter hochzuhalten. Am Samstag bestätigte die Polizei einen Bericht der «Aargauer Zeitung», wonach zehn Personen festgenommen worden seien. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Innerhalb einer Woche war es in Merenschwand bereits zu drei weiteren Bränden gekommen. Am vergangenen Sonntagmorgen zerstörten Flammen ein ehemaliges Bauernhaus mitsamt einer angrenzenden Holzscheune. Die Bewohner des Hauses hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen können.

Am Montagabend musste die Feuerwehr abermals zu zwei Bränden ausrücken. Eine Sitzbank auf dem Kirchplatz und ein ehemaliger Stall brannten. In beiden Fällen rückte die Feuerwehr rasch aus und die Feuer löschen.

Die Serie mit bislang acht Bränden begann im vergangenen Sommer. Mitte August konnte ein Grossbrand in einer Kistenfabrik knapp verhindert werden. Einen Tag später stand eine Thuja-Hecke bei einem Einfamilienhaus in Flammen. In der gleichen Nacht brannte die Waldhütte komplett ab.

Zwei Festnahmen im August

Die Kantonspolizei nahm zwei Tage danach einen 22-jährigen Mann und eine 17-jährige Frau fest. Beide gaben zu, die Brände gelegt zu haben.

Der Schweizer wurde Anfang November aus der Untersuchungshaft entlassen. Nach den erneuten Bränden am vergangenen Montagabend wurde er zur Überprüfung vorläufig festgenommen.

Nach einem Tag war er wieder auf freiem Fuss. Gemäss Aargauer Staatsanwaltschaft gab es keine Hinweise, dass er mit den aktuellen Bränden etwas zu tun hatte. Für die 17-Jährige ist die Jugendanwaltschaft des Kantons Luzern zuständig.

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