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Die im Hintergrund zu sehende «Grosse Mondleiter» kommt weg. (Bild: Kanton Basel-Stadt/Sabine Schneeberger)

Basel

Skulptur auf dem Theaterplatz wird entfernt

Das Basler Hochbauamt will die «Grosse Mondleiter» beim Theater entfernen. Grund ist die Sanierung des Stadttheaters ab 2020.

Die Installation des Allschwiler Bildhauers René Küng steht bereits seit 1980 vor dem Haupteingang des Theaters. Und hat inzwischen festen Bestandteil in der Kulturstadt. 1983 kaufte die damalige Schweizerische Bankgesellschaft (heute UBS) die «Grosse Mondleiter» und schenkte sie der Stadt Basel. Neben der Kunst steht die etwas dominantere Serra-Plastik, bei den Baslern als öffentliches Pissoir bekannt.

Rückbau der Skulptur sei unvermeidlich

Nun will das Hochbauamt im Bau- und Verkehrsdepartement die Skulptur nach fast vierzig Jahren entfernen. Das berichtet die «Baz» am Freitag. Küng und seine Frau hätten am 4. Dezember einen Brief vom Hochbauamt erhalten, in das Paar über die kommende Sanierung des Theaters informiert wird. In diesem Rahmen werde auch der Eingangsbereich erweitert. Das Projekt soll frühestens im Sommer/Herbst 2020 realisiert werden. Die Skulptur befinde sich «im Bauperimeter». Somit ist der «Rückbau» des Kunstwerks unvermeidlich, wie es in dem Brief weiter heisst.

Die zuständige Ressortleiterin Gebäudemanagement im Hochbauamt, Patrizia Guarnaccia, beteuert gegenüber der «Baz», dass die «Grosse Mondleiter» zwar versetzt werde. Jedoch sei nebst der «Entfernung vom jetzigen Standort und eine Rückgabe an den Künstler» auch eine »Verschiebung an einen anderen Ort auf dem Theaterplatz» möglich. In etwa zwei Wochen wird der definitve Entscheid über die Zukunft der Skulptur fallen.

«Ich sehe die Realität»

René Küng selbst findet es schade, dass die Skulptur nun aus «aus verwaltungstechnischen Gründen weg soll». Der Künstler aus Allschwil mochte das Zusammenspiel zwischen der Serra-Plastik und der Mondleiter: «Das sind zwei ganz extreme Gegensätze. Ich habe oft gehört, dass das Zusammenspiel der beiden Skulpturen Gefallen findet.».

Küng habe die Skulptur vor drei Jahren neu gemacht. «Wenn der Kanton sich das leisten kann, etwas zu machen und gleich wieder abzureissen, ist das nicht mein Problem», so der Bildhauer.

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