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Der Telebasel News-Beitrag vom 7. Dezember 2019.

Basel

Protestierende lösen Brandalarm am Nietzsche-Symposium aus

Das umstrittene Nietzsche-Symposium wurde von einer Gruppe Protestierenden gestört. Diese betätigten den Feueralarm. Telebasel erhielt zudem keinen Zutritt.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat am Samstagnachmittag zehn vorwiegend junge Personen kontrolliert, die mutmasslich eine Veranstaltung an der Augustinergasse gestört hatten. Bei der Veranstaltung dürfte es sich um das umstrittene philosophische Nietzsche-Symposium «Ein Spielzeug sei das Weib dem Manne», das von Peter Buser initiiert wurde, handeln.

Sachbeschädigungen seien bis dato nicht bekannt, wie die Behörden mitteilen. Eine unbekannte Person habe jedoch über einen Handtaster einen Feueralarm und so ein Ausrücken der Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt sowie eine vorübergehende Evakuation des Museums ausgelöst.

Anzeige wegen Hausfriedensbruch

Die private Veranstaltung fand in den Räumen des Naturhistorischen Museums statt. Gegen 13:30 Uhr waren rund 20 Personen in den Veranstaltungsort eingedrungen und protestierten dort. Nach einigen Minuten verliessen sie das Museum, das kurz darauf Anzeige wegen Hausfriedensbruch einreichte.

Die zehn Kontrollierten waren beim Verlassen des Gebäudes zivilen Polizeikräften aufgefallen, so die Mitteilung der Behörden. Nach der Aufnahme der Personalien wurden sie noch vor Ort aus der Kontrolle entlassen.

Kein Zutritt für Telebasel

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte sich Peter Buser an Telebasel gewandt und vorgeschlagen, dass der Sender in einem längeren Beitrag darüber berichten könnte. Die Absage vonseiten von Telebasel führte zu diversen wütenden Telefonaten und E-Mails von Buser. Der Versuch, die Veranstaltung zu besuchen und ein Statement von Buser zu erhalten, scheiterte.

Dass Peter Buser als Sponsor der Nietzsche-Ausstellung eigenmächtig ein Symposium einberuft zu dessen Frauenbild, bei welchem er dann auch die Moderation übernimmt, ist ungewöhnlich und wirft die Frage auf, wie viel Einfluss ein Sponsor einer Ausstellung in einer öffentlichen Institution wie dem Historischen Museum nehmen kann.

Eine Frage, die wohl bald im Grossen Rat diskutiert werden wird. SP-Grossrätin Michela Seggiani kündigte bereits im Verlauf dieser Woche an, eine Interpellation zur Rolle von Sponsoren einzureichen.

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