Embolo und Thiago während des Spitzenspiels. (Bild: Keystone

International

Gladbachs spätes Siegtor im Spitzenspiel

Borussia Mönchengladbach hat dank einem dem Penaltytor das Spiel gegen Bayern München 2:1 gewonnen und die Tabellenführung in der 14. Runde verteidigt.

Nach dem letztlich nicht unverdienten, aber glückhaften Sieg ist Borussia Mönchengladbach nun schon seit zwei Monaten Leader der Bundesliga. Breel Embolo hatte neben dem überragenden Torhüter Yann Sommer grossen Anteil am Erfolg der Borussia. Erst nach der Einwechslung des Schweizer Stürmers in der 58. Minute wurde das Spiel der Gladbacher auch in der Offensive interessant. Mit Embolo und auch gezwungen durch den 0:1-Rückstand trat Gladbach endlich wie ein Leader auf und begegnete den Bayern in der letzten halben Stunde auf Augenhöhe.

In der entscheidenden Szene benötigte Gladbach aber durchaus auch Glück. Stürmer Marcus Thuram suchte im Zweikampf mit Javi Martinez geschickt den Penalty. Er fand ihn, weil der Münchner Defensivspieler unnötig tackelte. Martinez traf den Ball zwar nicht, aber eben auch nicht den Gegner. Eine umstrittene Szene, die sich der Schiedsrichter nicht noch einmal auf den Videobildern ansehen wollte.

Mirakulöse Paraden von Yann Sommer

Und so schoss der algerische Aussenverteidiger Ramy Bensebaini Mönchengladbach in der 92. Minute mit seinem zweiten Tor in einem Spiel zum Sieg, das nach 50 Minuten entschieden schien – für die Bayern. Ivan Perisic hatte die deutlich überlegenen Gäste in der 49. Minute in Führung geschossen, und in diesen ersten 50 Minuten hatten nur die Münchner gespielt. Lediglich zwei mirakulöse Paraden des Schweizer Keepers Yann Sommer hatten schon früher einen Treffer der Bayern verhindert.

Das eine Tore sollte dem Titelverteidiger aber nicht reichen für einen Punkt. Genau wie eine Woche zuvor im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, als er ebenfalls dominant spielte und am Ende 1:2 verlor. Der Erfolg hat sich unter dem Interimstrainer Hansi Flick nun doch nicht nachhaltig eingestellt. In vier Spielen holte Flick nur sechs Punkte. Vorgänger Niko Kovac hatte es zuvor mit 1,8 Punkten pro Spiel auf einen besseren Schnitt gebracht.

Dortmunds Befreiungsschlag

Während Mönchengladbach dank dem späten Tor die Tabellenspitze gegenüber Leipzig (3:1 gegen Hoffenheim) verteidigte und Bayern München auf Platz 6 abrutschte, gelang Borussia Dortmund womöglich ein Befreiungsschlag. Ohne den gesperrten Abwehrchef Mats Hummels fertigte das Team von Trainer Lucien Favre Fortuna Düsseldorf zu Hause 5:0 ab. Nach der Pause erhöhten die Dortmunder innerhalb von 16 Minuten von 2:0 auf 5:0.

Vor zehn Tagen war Dortmund nach dem 1:3 beim FC Barcelona scheinbar am Tiefpunkt angelangt und Favre mehr als nur angezählt. Nun holte der Zweite der letzten Saison in der Bundesliga in zwei Spielen sechs Punkte, schoss sieben Tore und ist beispielsweise zwei Punkte und drei Plätze vor Rekordmeister Bayern München klassiert.

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