Eiskratzen am Morgen kann sehr nervig sein. Hier ein paar Tipps und Tricks, damit es einfacher geht. (Symbolbild: Keystone)

Basel

Vereiste Autoscheiben und wie man wieder klar sieht

Nach einer frostigen Winternacht hat man am Morgen das lästige Problem der gefrorenen Autoscheiben. Hier einige Tipps und Tricks, wie man wieder klar sieht.

Es geht langsam Richtung Winter. Die Temperaturen sinken und die Vorfreude auf Weihnachten steigt. Aber die kühlen Temperaturen bringen am Morgen so manchen Autofahrer ins Schwitzen – Eiskratzen ist angesagt. Hier eine Übersicht, wie Sie das lästige Eis vor der Fahrt loswerden.

Kratzen, kratzen, kratzen …

Der Klassiker unter den Enteisungsmethoden: Eiskratzer ansetzen und los.

Vorteil: Das Eis lässt sich effektiv von der Scheibe entfernen. Der Fahrt am Morgen steht nichts mehr im Wege.

Nachteil: Die Arbeit ist mühsam und zeitraubend. Und wer will schon noch früher aufstehen?

Tipp: Kaufen Sie sich einen Eiskratzer mit integriertem Handschuh. So friert wenigstens Ihre Hand nicht ein.

Mit Chemie gegen Eis

Ist einem das Kratzen zu anstrengend, empfiehlt sich ein Enteisungs-Spray. Auftragen, polieren und fertig.

Vorteil: Mit dem Spray löst sich das Eis fast von alleine. Die Anstrengung hält sich in Grenzen.

Nachteil: Sprays kosten Geld. Wird es ein langer und kalter Winter, kann das teuer werden.

Tipp: Nicht zu viel auftragen und mit dem Eiskratzer immer wieder verteilen.

Lass das Eis schmelzen

Hat die Bettflasche der vergangenen Nacht noch Restwärme, dann kann diese am Morgen für die Eisschmelze an der Windschutzscheibe benutzt werden. Falls nicht: Füllen Sie eine Wärmflasche mit warmem (nicht kochendem!) Wasser. Drücken Sie die Luft aus der Flasche und legen Sie die Wärmflasche auf das Armaturenbrett. Warten Sie etwa 15 Minuten.

Positiv: Die Eisschmelze passiert wie von alleine. Der Scheibenwischer wird den Rest erledigen.

Negativ: Die Anwendung für alle Scheiben des Autos könnte sich als zeitintensiv herausstellen.

Tipp: Beschleunige den Prozess mit zwei Bettflaschen.

Besser kein Eis an der Scheibe

Wem das alles nicht passt, sollte sein Auto einfach in die Wärme stellen oder die Scheiben vor Frost schützen.

Dafür eignen sich unter anderem die Abdeckungen, die man über das Auto wirft. Für alle, die so eine Abdeckung kaufen wollen: Sie heisst Vollgarage (kein Witz!) oder KFZ-Schutzdecke. Diese gibt es für beinahe alle Modelle und in verschiedenen Ausführungen.

Alternativ gibt es auch Eisschutzfolien. Diese haben den Vorteil, dass sie handlicher sind als Vollgaragen.

Positiv: Eiskratzen wird dank dieser Vorbeugung überflüssig.

Negativ: Wieder muss ein Autozubehör gekauft werden. Zudem bringt das Installieren, bzw. Deinstallieren seinen Aufwand mit sich.

Tipp: Wer kein Geld investieren will, kann auch ein Pappschild unter den Scheibenwischer klemmen. Aber aufgepasst: Steigen die Temperaturen über Null und regnet es, gibt das eine ziemliche Sauerei.

Zum Schluss – so nicht!

Wasser: Ob heiss oder kalt, im besten Fall wird die Eisfläche auf der Scheibe mit Wasser zum Eispanzer. Im schlechtesten Fall platzt die Scheibe. Also Finger davon!

Heizung starten: Bitte nicht! Denken Sie an die Umwelt – und an vom Lärm genervte Nachbarn. Zudem ist es verboten, den Motor einfach so laufen zu lassen. Und: Im schlechtesten Fall ist das unbeaufsichtigte Auto mit laufendem Motor nach dem Zähneputzen weg.

Übrigens:

Für alle, die schlaumeierisch nur ein Guckloch an der Frontscheibe enteisen und dann glauben, die Sache sei damit erledigt: Das genügt nicht! Vor der Fahrt müssen immer alle Scheiben ganz vom Eis befreit werden. Wen die Polizei erwischt, riskiert eine saftige Busse!

So nicht: Bitte vor der Fahrt immer alle Scheiben komplett vom Eis befreien. (Symbolbild: Keystone/Kantonspolizei Wallis)

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