Basel

Kleinbasler Altbau weicht Holzgebäude

Nach einer Verzögerung wird die ehemalige «Kleinbasler Kunsthalle» im Januar abgerissen. Sie macht einem ungewöhnlichen Neubau Platz.

Die in die Jahre gekommene Liegenschaft mit den bunten Dachfenstern ist so etwas wie ein Exot in dieser Häuserzeile. Der Altbau währt aber nicht mehr lange, denn schon bald fahren an der Sperrstrasse 7 die Bagger auf.

Wie schon im Juli im Kulturmagazin «Zeitnah» beschrieben, war der Abbruch bereits auf den Herbst dieses Jahres angesetzt. Die Eigentümerin Häring & Co. AG plant nun einen Neubau.

Abriss nach Verzögerung

Dies hat sich aber gemäss Angaben des Holzbauunternehmens leicht verzögert. Gegenüber Telebasel sagt Ilja Schoilew, Leiter Immobilienentwicklung bei der Firma Häring, dass erst Asbest-Rückstände fachgerecht entsorgt werden müssten. Dies erfolge im Laufe des Dezembers. Im Januar oder im Februar 2020 werde das Gebäude definitiv abgerissen.

Auszug des letzten Mieters

Seit Wochen ist der urchige Altbau an der Sperrstrasse menschenleer. Der letzte Mieter packte nämlich Ende Oktober die Umzugskisten. Dieser habe bei der Mietschlichtungsstelle eine Fristerstreckung erwirken können. Damit blieb ihm mehr Zeit, um eine für ihn bezahlbare Wohnung zu finden.

Wie ein anderer ehemaliger Bewohner gegenüber Telebasel sagt, sei ursprünglich fast allen Mietparteien gekündigt worden. Manche seien auch schon vorher ausgezogen, so etwa das alternative Kulturprojekt «Kleinbasler Kunsthalle». Als nomadisches Projekt weilt dieser Ausstellungsraum zurzeit im Steinenbachgässlein.

Je nach Härtefall hätten die einzelnen Bewohner unterschiedliche Fristen erhalten. Wie der einstige Mieter sagt, hätten ein paar Bewohner auch mit der Idee gespielt, die Liegenschaft genossenschaftlich zu nutzen. Dieses Vorhaben sei aber versandet. Schliesslich erwarb das Holzbauunternehmen Häring & Co. AG die Liegenschaft von den Erben der früheren Besitzerin.

Grün, doch für höhere Budgets als vorher

Nach dem Abbruch sind Eigentumswohnungen vorgesehen. Diese sind nach Angaben von Ilja Schoilew verkauft. Einzig im Erdgeschoss ist noch eine ausgeschrieben – für 849’000 Franken bei der Immobilienpattform Homegate.

Somit zielt der Neubau auf ein ganz anderes Budget als dasjenige der früheren Bewohner. Wie schon das jetzige Haus dürfte auch der Neubau in dieser Strasse optisch auffallen, wenn auch auf eine ganz andere Art.

Mit Ausnahme des Treppenhauses und des Liftschachts wird er nämlich unter dem Namen «Green City House» grösstenteils aus Holz bestehen. Die Bauweise, eine Kombination aus Holzsystembau und Sichtbeton ermögliche erhebliche CO2-Einsparungen, wie die Firma Häring auf ihrer Website erklärt.

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