Baselland

Regierung will Lehrmittelfreiheit sofort umsetzen

Nach Ja zum «Ausstieg Passepartout»: Die Baselbieter Regierung will die neue Lehrmittelfreiheit an den Schulen umgehend umsetzen.

Der Ja-Stimmenanteil war mit 85 Prozent überdeutlich und geprägt durch die anhaltenden Diskussionen um das umstrittene interkantonale Fremdsprachenkonzept «Passepartout». Betroffen von der neuen «geleiteten» Lehrmittelfreiheit sind aber alle Schulfächer. Das heisst, dass alle Lehrerinnen und Lehrer künftig selber entscheiden können, welches Lehrmittel sie aus einer Liste auswählen und für den Unterricht verwenden wollen.

Die Baselbieter Regierung hat offensichtlich mit einer klaren Annahme der Vorlage gerechnet, wie aus einer Medienmitteilung von Dienstag hervorgeht. Die Bildungsdirektion habe in den vergangenen Monaten zusammen mit dem Bildungsrat sowie Vertreterinnen und Vertretern aus den Schulen «intensiv» am neuen Lehrmittelkonzept gearbeitet. Dieses könne nun bereits auf 1. Januar 2020 umgesetzt werden.

Basel-Land mit Vorreiterrolle

Mit dieser Umsetzung übernehme der Kanton Basel-Landschaft schweizweit eine Vorreiterrolle, schreibt die Regierung weiter. Die Folge sei ein «tiefgreifender Paradigmenwechsel».

Grundlage für die «geleitete» Lehrmittelfreiheit ist eine neue Lehrmittelliste. Diese wird aufgrund von Vorschlägen einer Spezialkommission mit Vertretern aus der Lehrerschaft und dem sonstigen Bildungsbereich vom Bildungsrat zusammengestellt. Die Lehrmittelliste soll jährlich in einem standardisierten Verfahren überprüft und angepasst werden.

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